Herbstausflug auf den Greifenberg

Die Tage werden kürzer, die Blätter färben sich bunt und unter den Füßen raschelt das Herbstlaub. Der Herbst ist für mich eine wunderbare Zeit, um rauszugehen und die Natur zu genießen. Einer meiner Tipps dafür liegt direkt am Rand von Limburg: der Greifenberg.
Hier führen Waldwege durch buntes Laub, ein Waldlehrpfad erzählt von den Bewohnern des Waldes und zwischendurch öffnen sich die Bäume mit einem besonderen Blick auf den Limburger Dom. Wer aufmerksam unterwegs ist, kann nebenbei Kastanien, Eicheln und Bucheckern entdecken oder auf der Streuobstwiese sogar Äpfel sammeln.

Herbst auf dem Greifenberg
Los geht es im Tal Josaphat. An einem Teich vorbei geht es linker Hand in den Wald hinein. Der Waldlehrpfad lädt die Spaziergänger dazu ein, etwas über das Leben im und am Wald kennenzulernen. Totholz ist nicht tot, sondern bietet Lebensraum für zahlreiche Insekten und andere Tiere. Was unscheinbar wie ein Haufen Steine aussieht, bietet ebenfalls einen Lebensraum für zahlreiche Tiere. Doch nicht nur der Wald als Ganzes ist Lebensraum für die Tiere. Bereits ein einzelner Baum bietet vielfältigen Lebewesen Unterschlupf, Nahrungsgrundlage und Lebensraum.


Ein buntes Blätterdach bildet einen Durchgang. Nicht lange und runde, braune Kugeln, teilweise in stacheligen Gehäusen, ziehen den Blick nach unten und laden zum Einsammeln ein. Doch nicht nur Kastanien gibt es in großen Mengen zu sammeln. Auch Eicheln und Bucheckern finden sich auf dem Weg.

Früher war der Greifenberg ein Park
Der Greifenberg war schon vor mehr als 100 Jahren ein beliebtes Naerholungsgebiet. Bereits seit 1900 wurde das Gelände dafür genutzt. Damals gab es hier einen gepflegten Park mit Einfriedungen und Aussichtspavillon. Vom frühen Park ist heute nur noch der Cahensly-Pavillon erhalten. Von dort reicht der Blick über den Campingplatz hinweg zum Limburger Dom und zu den beiden großen Brücken über die Lahn.
Der Pavillon wurden nach dem Limburger Peter Paul Cahensly (1838 – 1928) benannt, ein erfolgreicher Großkaufmann, Kommerzienrat und Sozialpolitiker. Durch eine großherzigen Spende an den Verschönerungsverein konnte 1911 der heute noch bestehende steinerne PAvillon gebaut werden.

Besonderer Blick auf den Limburger Dom
Vom Greifenberg gibt es einen der schönsten Blicke auf den Limburger Dom. Besonders ist dabei: Von hier aus sind alle sieben Türme des Doms zu sehen. Nach meinem Wissen ist der Greifenberg neben einem Punkt an der Lahn der einzige Ort in Limburg, von dem sich dieser besondere Blick eröffnet. Diesen besonderen Blick gibt es aufgrund der Vegetation nur im Frühjahr und im Herbst. Daher eignet sich der Herbst besonders für einen Ausflug auf den Greifenberg.

Waldlehrpfad auf dem Greifenberg
Weiter geht es den Waldlehrpfad entlang einen Anstieg hinauf und es öffnet sich eine Streuobstwiese mit Apfelbäumen. Achtsames Pflücken ist erlaubt und so wandern einige Äpfel, nachdem sie für gut befunden wurden, mit in den Korb zu den Eicheln und den Kastanien. Auch manch buntes Blatt hat sich in den Korb verirrt.

Über die große Fläche geht es langsam den Weg wieder hinunter. Ein riesiges Insektenhotel bietet zahlreichen Insekten ein Zuhause. Beim Genießen des Herbstes lässt sich noch so einiges auf diesem Areal erlernen.


Spuren aus der Steinzeit
Dass der Greifenberg schon vor vielen Jahrhunderten Menschen angezogen hat, zeigen archäologische Funde. Bei Ausgrabungen im JAhr 2011 wurden Reste einer jungsteinzeitlichen Siedlung der Michelsberger Kultur entdeckt. Die Funde wurden auf die Zeit zwischen 4400 und 3500 v. Chr. datiert. Auch Überreste bronzezeitlicher Grabhügel wurden gefunden.
Heute ist von diesen Spuren an der Oberfläche kaum noch etwas zu erkennen. Die landwirtschaftliche Nutzung hat die sichtbaren Hinweise auf die frühere Besiedlung verschwinden lassen.
Spaziergang auf dem Greifenberg
Der Greifenberg eignet sich gut für einen Spaziergang und lässt sich besonders im Herbst entdecken. Wer mit dem Auto kommt, kann im Tal Josaphat parken. Von dort führt der Weg in Richtung Waldlehrpfad und hinauf zum Greifenberg.
Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, denn je nach Wetter können die Wege durch Laub, Feuchtigkeit und die Steigung rutschig sein. Für Familien bietet sich außerdem der Spielplatz im Tal Josaphat als Abschluss des Spaziergangs an.
Vom Parkplatz könnt ihr euch rechts halten und durch die Unterführung gehen. Von dort könnt ihr wunderbar in die Altstadt gehen und diese erkunden sowie in eines der zahlreichen Cafés einkehren.
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Hinweis
Weil es immer wieder vorkommt – für Anfragen zu Events, Veranstaltungen, Museen oder anderen Ausflugstipps wenden Sie sich bitte direkt an die Betreiber, Organisatoren oder Einrichtungen. Alle Kontakte habe ich am Ende der Texte verlinkt. Ich schreibe nur darüber, kann aber keine spezifischen Auskünfte geben.





