Schloss Weilburg

Barocker Glanz und französischer Flair im Schloss Weilburg

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Hoch über der Lahn erhebt sich das Schloss Weilburg. Auf einen Bergsporn gelegen lädt es zu einem Besuch ein. Ist es die barocke Gartenanlage oder die reich ausgestatteten Innenräume – das ganze Jahr über gibt es etwas zu entdecken. Das Weilburger Schloss zählt mit zu den bedeutendsten barocken Schlossanlagen in Hessen.

Weilburger Schloss

Über verschiedene Seiten könnt ihr auf das Gelände des Schlosses gelangen. Auf dem König-Konrad-Platz vor dem Landtor befindet ihr euch zu Füßen des Stadtturmes sowie der Schlossgartenmauer. Linker Hand geht es eine Treppe hinauf und ihr gelangt in den Garten innerhalb der Schlossmauern. Neben dem Obst- und Gemüseanbau erwartet den Besucher ein fröhlich-buntes Areal aus farbenprächtigen Blüten. Der Stadtturm wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Im 18. Jahrhundert wurden große Teile der Stadtbefestigung abgerissen.

Landturm Weilburg

Mittelalterburg zum Barockschloss

Bereits im 10. Jahrhundert wurde eine mittelalterliche Burg auf dem Bergsporn errichtet. Im 16. Jahrhundert begann der Umbau zu einem repräsentativen Hochschloss der Renaissance. Die Hauptphase des barocken Ausbaus fand im 18. Jahrhundert statt und schloss die älteren Gebäudeteile so gut mit ein, dass das gesamte Schloss als einheitlicher Gebäudekomplex erscheint. Für den barocken Ausbau zeichnete sich Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg verantwortlich. Verwirklicht hat die Pläne sein Landesbaumeister Julius Ludwig Rothwell.

Weilburger Schloss

Untere Orangerie

Wer von der Seite des Stadtturms aus den Garten betritt, gelangt in die Untere Orangerie, welche den oberen und den unteren Garten voneinander trennt. Sie imitiert die Orangerie vom Schloss Versailles. Im Mittelpunkt der Anlage vor der Orangerie ziehen der Satyr und der Lurenbläser, zwei golden schimmernde Blei-Skulpturen den Blick auf sich.

Weilburger Schloss

Über zwei Freitreppen links und rechts an der Orangerie, welche aus Schupbacher Marmor gestaltet sind, gelangt der Besucher in den oberen Teil des Schlossgartens. Von hier aus bietet sich ein wunderschöner Blick über das Lahntal. Insgesamt ist der gesamte Schlossgarten nach französischem Vorbild angelegt. Bäumen in Reih und Glied zieren eine größere Fläche, welche im Sommer Schatten anbietet und zum Boule spielen einlädt.

Schloss Weilburg

Wenn die Besucher die Mauer entlanggehen, kommen sie durch einen Durchlass in den viereckigen Innenhof des Hochschlosses. Dort befindet sich auch der Eingang, wer eine Führung mitmachen möchte. Dieser Innenhof hat eine besondere Akustik, weshalb er beliebter Veranstaltungsort der Weilburger Schlosskonzerte ist. Das Hochschloss besteht aus vier Flügeln, welche in verschiedenen Abschnitten errichtet wurden. Der älteste Flügel ist der Ostflügel, der jüngste Flügel der Nordflügel. An jedem Flügel lassen sich Eigenheiten erkennen und es gibt viel zu entdecken. Ein imposanter Löwenbrunnen steht dort, der eine Turm mutet an wie aus Dornröschen entsprungen.

Löwenbrunnen Weilburger Schloss

Barocken Glanz in Führung erleben

Es empfiehlt sich, eine Führung mitzumachen, denn viele Gegenstände sowie Wandgestaltungen aus der Barockzeit sind noch im Original vorzufinden. So erhalten die Besucher einen Einblick in das höfische Leben und in die Unterbringung von Gästen. In vielen Dingen wurde geprotzt, um zu zeigen, was man hatte.

Schloss Weilburg

Die Führung endet in der Oberen Orangerie. Dort war eigentlich der Plan, die Wände mit Delfter Fliesen zu gestalten. Doch dies war zu teuer und so heuerte Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg ein Maler an, welcher nach dem Vorbild der Fliesen die Wände gestaltete und diese Wände sind ein wahrer Magnet. Die Obere Orangerie verbindet zudem das Hochschloss mit der Schlosskirche und dem Garten. Bis 1935 nutzte die luxemburgische Großherzogin Charlotte die Gebäude und verkaufte sie dann an Preußen. Die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten richtete daraufhin ein Museum in den Räumlichkeiten ein.

Weilburger Schloss

Nach dem Besuch im Schloss empfiehlt sich ein Weg auf dem Marktplatz, wo sich interessante Gebäude sowie Cafés zum Einkehren befinden. So lässt es sich bei einem Kaffee oder einem Eis noch ein wenig in historischer Kulisse verweilen.

Gemeinsam mit dem Schloss Weilburg kann auch das anschließende Bergbau- und Stadtmuseum besucht werden, wo die Besucher einiges über den Bergbau in der Region und zur Stadtgeschichte erfahren.

Mehr zum Weilburger Schloss erfahrt ihr auf der Homepage der Stadt sowie auf der Seite der Verwaltung Staatlicher Schlösser und Gärten

Schloss Weilburg

 

 

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