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Monat: Dezember 2023

Skulpturenpark Elz – Verbindung zu Musik und Kultur

Der Skulpturenpark in Elz wächst. Wer jetzt glaubt, dass es einen speziellen Park gibt, in dem sich die Skulpturen befinden, der wird enttäuscht. Vielmehr stehen die Figuren im Ortskern verteilt. 

Elz ist eine kulturelle und musikalische Gemeinde am Fuße des Westerwaldes. Bis heute ist das ganze Jahr durch verschiedene kulturelle Veranstaltungen geprägt. Im Skulpturenpark Elz ist dieses Thema aufgegriffen. Bei einem Spaziergang durch Elz lassen sich die einzelnen Skulpturen entdecken.

Skulpturenpark Elz

Die ersten Skulpturen entstanden in der Nähe des Backes und dem Kindergarten „Lollipop“. Josef Schmitt, der Vorsitzende des Museums- und Geschichtsvereins, stiftete die Bronzeskulptur „Das singende Mädchen“ und ergänzte diese später durch die Statue „Die winkenden Mädchen“. Beide Skulpturen stellen viele Facetten der Arbeit des Vereins symbolisch dar und schlagen eine Brücke zur musikalischen Tradition von Elz.
Der Museums- und Geschichtsverein schreibt auf seiner Homepage: „Das junge Mädchen steht für die Lebendigkeit der Elzer Traditionen und den Stolz auf dieses Erbe. Für die Pflege dieses traditionellen Brauchtums werden in unserer Dorfgemeinschaft immer neue Formen gefunden.“

Das Bild zeigt eine Bronzeskulptur von einem singenden Mädchen im Skulpturenpark Elz
Das singende Mädchen beim Kindergarten „Lollipop“

Mit den Jahren nahmen die Skulpturen zu und es entwickelte sich der sogenannte „Skulpturenpark“ im Ortskern der Gemeinde. Alle Skulpturen besitzen eine Verbindung zu Musik und Kultur. Das Motto Musik ist ein Hinweis auf die Geschichte der Elzer Musikanten, die bettelarm im 19. Jahrhundert durch die Lande zogen. In der frühindustriellen Massenarmut mussten sich die Menschen als Reisende Geld verdienen. Dabei waren die Elzer häufig als Musikanten unterwegs. Diese Tradition pflegen die Elzer bis heute. Musik und Kultur nimmt einen großen Stellenwert im Gemeindeleben dar.
Die einzelnen Figuren finden sich alle rund um den Rathausplatz. Weitere Figuren, die der Museums- und Geschichtsverein nicht anregte, ergänzen den bestehenden Park sehr gut von der Thematik her.

„Der Denker“ und mehr

Die neuste Figur ist eine Nachbildung von Rodins „Der Denker“ vor der Bücherei in Elz. Die 70 Zentimeter große Bronzeskulptur begrüßt nun grübelnd jeden Besucher der Bücherei. Diese Skulptur wurde mit 7.800 Euro vom Hessischen Justizminister Roman Poseck gefördert. Diese Skulptur soll die Bevölkerung an die Wichtigkeit einer geistigen Beschäftigung erinnern und trage damit zur kulturellen Vermittlungsarbeit in Elz bei. Zwei weitere Figuren sind noch geplant – im Lesehof des Rathauses „Der Leser“ von Joseph Krautwald und in der Nähe des Kindergartens „Der Flötenspieler“ von Manfred Welzel.

Auf dem Bild seht ihr die Figur "Der Denker" von Rodin

Die Elzer Kirmes ist das Ereignis im Dorf und weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. 1922 verfasste der Elzer Paul Blättel das Kirmeslied, welches von Generation zu Generation weitergegeben wird. Zum 100. Jahrestag des verfassten Elzer Kjärmeslied ergänzt das Kirmeslieddenkmal aus Bronze die Kulturinsel in Elz. Dieses Denkmal mit dem Lied, dessen Strophen in verschiedenen Farben dargestellt sind, wurde durch das EU-Förderprogramm LEADER gefördert.

Erste Elzer Musiker

Natürlich darf bei diesem Thema der erste bekannte Musiker aus Elz nicht fehlen. Dabei handelt es sich um Kuno von Elz, der erste Kantor (1298 – 1337) am Limburger Stift. Als Kantor war er für die Liturgie sowie für die Vermittlung des Gesangs und des Orgelspiels tätig. In seinem Auftrag wurde ein Epistolar und ein Evangeliar angefertigt- heute mit die wertvollsten mittelalterlichen Handschriften des Limburger Domschatzes. Er steht neben der katholischen Kirche St. Johannes der Täufer. Das bronzene Modell des historischen Ortskerns von Elz ergänzt das Ensemble.

Neben den hier gezeigten Skulpturen gibt es noch die Elzer Musikanten im Innenhof des Rathauses gestiftet vom Kulturkreis Elzer Bürgerhaus zum 25-jährigen Jubiläum, bestehend aus einem Mann und einem Kind, welche beide musizieren. In der Nähe des Backes beim „Singenden Mädchen“ finden sich noch die „Winkenden Mädchen“ und am Haus Löhr begrüßt euch ein Keltenkopf am Eingang.

 

 

 

 

Altstadt Limburg – 5 Cafés zum Einkehren

In der dunklen Jahreszeit durch die Limburger Altstadt zu gehen, lässt diese nochmal neu entdecken. Durch die verschiedenen Lichter erscheint sie in einem ganz anderen Gewand als in den warmen Sommermonaten. Wenn die Hände und Füße dann etwas kalt sind, ihr eine kleine Pause machen möchtet oder euch einfach mit Freunden treffen wollte, laden kleine Cafés zum Verweilen ein. Fünf Cafés, die ich gerne besuche, möchte ich hier vorstellen. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie klein und gemütlich sind. Und dennoch hat jedes seine ganz eigene Atmosphäre. Manchmal geht dies unter, wenn die Menschen im Sommer draußen sitzen und gar nicht nach drinnen gehen. Doch auch in der kalten Jahreszeit locken die Cafés in die Altstadt.

Für eine erste Orientierung findet ihr die Standorte im Modell der Altstadt markiert. Dieses befindet sich auf der Plötze und gibt eine gute Übersicht zur Limburger Altstadt.

Bronzemodell Altstadt Limburg

1 Café Will – das älteste Café

Wer Lust auf eine kleine Auszeit mit leckerem Kuchen hat, ist im Café Will herzlich willkommen. Seit 140 Jahren, in der nun fünften Generation, gibt es das Café Will in der Limburger Altstadt in der Salzgasse 23. Betritt man es, scheint es wie aus der Zeit gefallen. Es hat seinen ganz eigenen Flair. Von Frühstück über Hochzeitstorte, von kleinen Süßigkeiten bis hin zu leckeren Kuchen, gibt es vieles, was das süße Herz aufleuchten lässt. An den Wänden hängen Bilder zauberhafter Tortenkreationen und man bekommt Lust auf mehr.

Im Jahr 1364 wird das Haus in der Altstadt das erste Mal erwähnt. Die Geschichte des Café Will als Familienbetrieb beginnt im Jahr 1880. Gründer Josef Will erwarb das Haus und eröffnete ein Backhaus mit Café. Und auch die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern und möchte die Geschichte des Hauses weiterführen.

2 Italienische Café Bar

Das Magia Pavano in der Salzgasse 18 ist eine italienische Café Bar. Durch seinen gemütlichen, zusammengewürfelten Mix an Möbeln wirkt es sehr einladend. Ein Sofa in der Ecke, Hocker oder Stühle – man möchte sich einfach hinsetzen und die Atmosphäre in sich aufnehmen. Neben verschiedenen Kaffee-Spezialitäten gibt es auch Eis, Paninis oder Tapas. Auf kleinen Holzbrettchen werden die Getränke serviert. Ihr taucht ein in ein warmes und herzliches Ambiente. Mit Bildern an den Wänden, ein Blick für kleine Details, lässt sich sehr viel in dem Café entdecken, während man dort verweilt.

3 Café und Weinbar Nannini

In der Barfüßerstraße 5 in der Altstadt, die Straße zwischen Kornmarkt und Bischofsplatz, lädt das Café Nannini zum Verweilen ein. Egal, ob eine leckere Kaffee-Spezialität oder ein guter Kakao bis hin zu einem mundenden Wein, gibt es den ganzen Tag gute Gründe, dieses kleine Lokal zu besuchen. Dazu gibt es passend leckere Waffeln oder gerne auch Pizza, eine Käseplatte oder andere kleine Leckereien. Sehr helle Räumlichkeiten warten auf die Besucher, die Atmosphäre hat einen leicht edlen, aber dennoch gemütlichen Touch.

4 Fare tredici – Kaffeerösterei

Wer Lust auf einen original Limburger Kaffee hat, ist bei Fare tredici genau richtig. Seit 2002 bereichert die Kaffeerösterei die Limburger Innenstadt. Auf dem Neumarkt begann Nassim Schäfer und ist inzwischen im ehemaligen Fachwerkhaus Betten Siebert am Kornmarkt zu finden. Ein Highlight ist der historische Briefkasten außen am Gebäude.
Der Kaffeegenuß kommt nicht zu kurz, denn dieser ist aus der eigenen Röstung. Neben leckerem Kuchen gibt es zudem glutenfreie und vegane Alternativen.
Und wenn euch der Kaffee hier schmeckt, könnt ihr die Bohnen für euren Kaffee zu Hause* erwerben und dort die Limburger Röstung genießen.

5 Caffe Meloni – der place to be

Sehr zentral auf dem Kornmarkt befindet sich das Caffe Meloni, der Ort, von dem es heißt, es ist der Platz zum sehen und gesehen werden. Die Geschichte beginnt im Jahr 1976 als kleiner Lebensmittelladen mit italienischen Spezialitäten. Dieser entwickelte sich zu „La Bottega del Caffe Meloni“, eine echte italienische Espresso Bar. Heute ist es eine klassische Bar mit Cocktails und Weinkeller. Dem Betreiber Walter Meloni ist Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit wichtig. Sie arbeiten mit kleinen, inhabergeführten Traditionsunternehmen zusammen. Zu jeder Tageszeit gibt es etwas leckeres zu Essen, mit wechselnder Mittagskarte. Insgesamt ein gemütliches Plätzchen zum Einkehren.

Dies ist nur eine kleine Auswahl. Mir ist bewusst, dass es noch einige Möglichkeiten mehr gibt, einen Kaffee in Limburg zu genießen. So bleibt auch mir noch, in Zukunft auf Entdeckungstour durch die Altstadt zu streifen 😉 Schaut gerne mal, was man noch alles in Limburg machen kann. Dafür habe ich 101 Tipps zusammen gestellt.

*hier handelt es sich um einen Affiliate Link. Wenn ihr darüber etwas bestellt, kostet es euch nicht mehr, aber ich kann ein wenig damit verdienen