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Monat: Dezember 2021

Elz in alten und neuen Ansichten

Elz in alten und neuen Ansichten

Mit einem neuen Bildband von Elz gibt es mit Bildern aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute einen faszinierenden Blick, wie sich die Gemeinde im Wandel der Zeit entwickelt hat.

Verantwortlich für dieses fast 350-seitige Buch sind die drei Initiatoren Werner Geberzahn, Karl-Heinz Rörig und Otto Purtauf. Über zwei Jahre haben sie die verschiedenen Bilder und Dokumente zur Gemeinde gesichtet und sortiert. Am Ende kam ein beeindruckender Bildband heraus.

Bildband Elz

Alte Elzer können in Erinnerungen eintauchen. Aber auch für Zugezogene ist dies ein sehr interessantes Werk, denn es gibt nie gekannte Einblicke.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Jeder kennt den Ausspruch, dass ein Bild mehr sagt als 1.000 Worte. Daher ist dieses Buch hauptsächlich Bildband mit wenigen begleitenden Worten. Die Bilder wirken für sich in ihren Vergleichen von damals und heute. Ein Bild sagt sehr viel, wenn Häuser dicht an dicht auf einmal mit viel Raum dazwischen stehen. Oder jeder kann erkennen, dass der kleine, kurze Kirchturm aus dem 19. Jahrhundert inzwischen ein stattlicher Turm ist, der weit zu sehen ist.

Es ist wie eine kleine Zeitreise, wenn man über die Fachwerkhäuser und dem Aussehen der Pfortenstraße liest und das Bild der heutigen Pfortenstraße im Kopf hat. Da scheinen Welten dazwischen zu liegen. Über ehemalige Hausbesitzer gibt es genauso etwas zu erfahren wie über die Häuser und was sie heute beherbergen.

Dabei gibt es nicht nur Bilder der Häuser und Straßen zu sehen. Menschen auf den Bildern zeugen davon, wie sich die Menschen im Laufe der Zeit kleideten. Und das Buch ist sehr aktuell, denn das letzte Projekt, der Parkplatz in der Nähe vom Bürgerhaus findet sich bereits im Bildband wieder.

Elz in alten und neuen Ansichten

Für Jung und Alt ein absolut empfehlenswertes Buch, welches ein faszinierendes Eintauchen in die Elzer Geschichte ermöglicht.

Das Buch gibt es für 19,50 Euro bei Buch & Tee in Elz.

Elz in alten und neuen Ansichten

Unterwegs im Dom zu Limburg

Der Limburger Dom ist das Wahrzeichen der Region. Hoch thront er über der Lahn und ist von vielen Punkten aus wunderbar zu sehen. Mit einem besonderen Bildband haben sich jetzt die beiden Fotografen von One More Picture sich diesem Bauwerk genähert.

Das entstandene Werk „Unterwegs im Dom zu Limburg – Faszinierende Blickwinkel einer Kathedrale“ nimmt die Leser in Winkel des Domes mit, die nicht jeder zu sehen bekommt. De Texte zu den Fotos stammen aus der Feder von Dr. Bernd A. Weil.

Ein Besuch im Dom gehört wohl bei jedem Trip nach Limburg dazu. Mit seiner Farbpracht ist er eine imposante Erscheinung. Doch nicht jeder kommt nicht in alle Ecken, wie diese beiden Fotografen, so dass dieses Werk eine tolle Ergänzung nach einem Besuch ist. Zudem präsentiert sich die Kathedrale immer wieder neu, je nach dem, wie das Licht durch die Fenster hineinfällt. Diese verschiedenen Stimmungen haben Thorsten Wagner und Alexandra Michel auf wunderbare Weise eingefangen, so dass ihr Werk durchaus als Liebeserklärung an das Gebäude bezeichnet werden kann.

Fotoband mit neuen Einblicken

Nach den Bildbänden „Unterwegs in Limburg“ und „Unterwegs im Goldenen Grund“ ist dies der dritte Fotoband, den die beiden Künstler gestalteten. Dank dem Domküster Bruder Elmar Moosbrugger konnten sie das Bauwerk in seiner ganzen Schönheit entdecken.

Von Stiftkirche zum Dom

Der Limburger Dom wird nach seinem Schutzpatron St. Georg auch Georgsdom genannt. Ursprünglich Stiftskirche wurde die Kirche erst 1827 die Kathedralkirche des Bistums Limburg. Dies macht den Dom zu einen besonderen Kirchenbau. Ein Dom besitzt normalerweise kein Taufbecken. Doch der Limburger Dom besitzt eines, denn er war vorher Pfarrkirche. Zudem ist der Limburger Dom die einzige deutsche Kirche mit sieben Türmen.

Im 9.Jahrhundert begannen die Menschen mit dem Bau der Kirche auf dem Felsen hoch über der Lahn. Romanische und gotische Elemente sind in dem Bau vereinigt. Insgesamt gab es vier Bauphasen an diesem Kirchenbau. Die ältesten Elemente, welche heute noch zu sehen sind, sind die Fresken, die sich auf Original-Putz des 13. Jahrhunderts befinden. Und so nimmt das Buch mit seinen Fotografien den Betrachter auch auf eine geschichtliche Reise mit. Das älteste erhaltene Bauteil ist ein Bauholz im fünften Geschoss des Nordturms aus dem Jahr 1231. Und so ist das Buch nicht nur eine Liebeserklärung zu dem Gebäude, sondern auch eine kleine Geschichtsreise. Und es offenbart Details, die nicht jedem bekannt sind. Mit ein wenig Zeit lässt sich Neues entdecken.

Das Bildband zum Dom sowie die Bildbände aus der Region erhaltet ihr direkt auf der Seite der beiden Künstler – Wagner& Wagner.Art

Krippenausstellung im Diözesanmuseum Limburg

Das Diözesanmuseum lädt zum Jahresende zu seiner Krippenausstellung ein. Diese trägt den Titel „…weil in der Herberge kein Platz für sie war“ und schlägt einen Bogen vom 14. Jahrhundert bis heute. Damit zeigt sie den Wandel in der Kunst, in der Gesellschaft und schlägt einen Bogen von damals bis heute in der Flüchtlingsproblematik.

Krippenausstellung Diözesanmuseum

Damals wie heute

Die Weihnachtsgeschichte ist nicht nur Maria und Josef im Stall, in der Krippe das Jesus-Baby und Haustiere drumherum. Eine romantische Vorstellung, doch eigentlich nur der Mittelpunkt in einer Flüchtlingsgeschichte, welche die kleine heilige Familie durchläuft. Die kleine Familie mit der hochschwangeren Maria macht sich auf Befehl von Kaiser Augustus auf den Weg nach Bethlehem. Dort finden sie nirgendwo eine Herberge und können am Ende in einem Stall übernachten, in welchem auch Jesus zur Welt kommt. Nicht lange können sie dort bleiben, denn sie müssen nach Ägypten fliehen, weglaufen vor König Herodes.

Auch heute gibt es Flüchtlinge und das Thema dringt immer wieder in unser Bewusstsein. Menschen flüchten vor Krieg, auf der Suche nach einem besseren Leben. Und dies nimmt das Diözesanmuseum in seiner Ausstellung mit auf und schlägt einen großen Bogen über 2000 Jahre zurück. Im Vordergrund die heilige Familie, im Hintergrund Fotos aus den Flüchtlingslagern. Jedem ist Moria in Griechenland ein Begriff oder die aktuell menschenunwürdigen Zustände an der polnisch-belarussischen Grenze.

Glasfenster der Herzenbergkapelle Hadamar

Wandel der Gesellschaft

Doch die Ausstellung zeigt noch mehr. Die Darstellung der heiligen Familie im Wandel der Zeit zeigt auch einen Wandel in der Rolle der Figur Josef. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war die Herbergssuche in den Darstellungen nie Thema gewesen. Und Josef wandelte sich von einer Randfigur zum Macher und Gestalter. Am Anfang weniger Teil der Familie wurde er ab dem 18. Jahrhundert zur handelnden Figur.

Neben den geschichtlichen und gesellschaftlichen Aspekten der Ausstellung besticht sie auch durch ihre zahlreichen Einzelheiten und Schönheiten. Ein Blickfang ist immer wieder die Neapolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert, welche neben der Geburt Jesu auch viele Einzelheiten des alltäglichen Lebens zeigt.

Neapolitanische Krippe

Skulpturen, Holzschnitte und Zeichnungen nähern sich unterschiedlich der Thematik. Krippenfiguren waren häufig Gebrauchsgegenstände und wenn man sich diese Figuren genau betrachtet, erkennt man auch, dass Teile von ihnen mit der Zeit abgebrochen und nun wieder restauriert worden sind. Es ist eine Ausstellung, die sich um die Weihnachtszeit sehr lohnt und die ich sehr empfehlen kann.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bis zum 30.Dezember geöffnet. Danach schließt das Museum bis zum 1. April.

Das Museum ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

Dienstag bis Samstag 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
Sonn- und Feiertags  11 bis 17 Uhr

Am 24. und 25. Dezember ist das Museum geschlossen

Mehr findet ihr auf der Homepage des Museums.