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Monat: September 2022

Kürbiswelten Mensfelden

Herbststimmung bei den Kürbiswelten Mensfelden

Herbstliche Temperaturen, der Wandel in der Natur, überall Rottöne – diese Jahreszeit hat einen besonderen Zauber in sich und die Kürbiswelten in Mensfelden lassen dies besonders erleben. 

Vorankündigung 2025: Die Kürbiswelten öffnen dieses Jahr am 20.und 21. September, 27. und 28. Sept. sowie 03. Oktober bis 05. Oktober sowie am 11.+12. Oktober 2025 jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Jedes Jahr verwandelt sich das Alte Zollhaus in Hünfelden-Mensfelden in ein wunderbares Herbstparadies mit den Kürbiswelten im Landwirtschaftlichen Familienbetrieb von Familie Heckelmann. Kürbisse, wohin das Auge blickt. Große runde Kürbisse zum Schnitzen für Halloween, kleine Hokkaido-Kürbisse zum Ausprobieren in der Küche. Flaschenhalskürbisse, Kürbisse mit kleinen Kronen, Kürbisse mit Beulen. Grüne, rote, gelbe, weiße Kürbisse. In leuchtenden Farben oder in zarten Pastelltönen ohne groß aufzufallen.

Kürbisse hängen in den Bäumen, sind in Töpfen dekoriert oder schmücken die Fensterbank. Man kann sich gar nicht satt sehen an den über hundert Kürbissorten. Heckelmanns selbst sagen, es sei das größte Kürbisfest in Hessen und es ist weit über den Goldenen Grund hinaus bekannt. Liebevoll ist die gesamte Anlage dekoriert.

Im Hof warten verschiedene Sitzmöglichkeiten auf die Besucher und ihr könnt das herbstliche Ambiente bei einer Tasse Kaffee einfach auf euch wirken lassen. Durch das große Hoftor hindurch gelangt ihr auf eine große Freifläche, wo riesige Holzkisten mit zahlreichen Kürbissen warten.


Und wer nicht genug bekommen kann, der kann noch auf einem kleinen Handwerkermarkt stöbern und Nähsachen, Stricksachen, Holzarbeiten oder andere Dinge für den Gaumen entdecken. Hobbykünstler und Direktvermarkter ergänzen die Kürbiswelten wunderbar mit ihrem Angebot.

Es empfiehlt sich auf alle Fälle, etwas Zeit mitzubringen, um alle Eindrücke in sich aufzunehmen und die schöne Seite des Herbstes in sich aufzusaugen. Es ist ein Genuss für alle Sinne im Goldenen Grund.

Klassische Kürbissuppe

Wer Lust hat, kann vor Ort schon viele leckere Kürbisgerichte probieren. Von der Kürbisbratwurst mit Kürbisketchup über Kürbis-Quiche bis hin zu Kürbiswaffeln gibt es viele leckere Sachen.

Leckere Kürbiskuchen

Und wer nicht genug bekommen kann, kann sich Kürbisprodukte mit nach Hause mitnehmen oder auch eine Kürbissuppe nachkochen. Anbei ein Rezept für eine klassische Kürbissuppe.

Zutaten für eine Kürbissuppe
  • 1 kg Hokkaido-Kürbis
  • 2 mehligkochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1,2 Liter Gemüsebrüche
  • Petersilie
  • 100 ml Sahne
  • Pfeffer und Salz zum abschmecken

Kürbis waschen, halbieren und die Fasern mit den Kernen entfernen. Dann den Kürbis in Würfel schneiden. Kartoffeln und Zwiebel schälen und würfeln. Knoblauch schälen. Butterschmalz in einem Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch glasig anbraten. Kürbiswürfel und Kartoffeln dazugeben, 2 bis 3 Minuten andünsten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Suppe 30 Minuten köcheln lassen und gelegentlich umrühren. Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. Suppe pürieren, die Sahne zugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Mit Petersilie garnieren.

Wer möchte, kann aktuell auch noch das Maislabyrinth besuchen. Und das Alte Zollhaus ist zudem ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch auf dem Mensfelder Kopf, von wo aus ihr einen tollen Blick ins Limburger Becken habt.

Kürbiswelten Mensfelden

Elkerhausen – ein Schmuckstück am Weinbach

Abseits bekannter Wege lassen sich manchmal kleine Schmuckstücke finden. Ein solches Kleinod ist das Dorf Elkerhausen zwischen Weilburg und Villmar im Weinbachtal.

Elkerhausen ist ein Ortsteil von Weinbach mit rund 700 Einwohnern. Und auch, wenn es auf den ersten Blick etwas unscheinbar wirkt, hat es viel Potential, zu begeistern. Für eine halbstündige Pause ist es einen kleinen Abstecher von Wanderwegen hinab ins Weinbachtal wert. Im Vorfeld sei jedoch gesagt, dass es im Ort selbst keine Möglichkeit gibt, für eine Rast einzukehren.

Ehemaliges Wasserschloss

Der Burgring zeugt davon, wo sich die ehemalige Burganlage befand. Heute muss man schon genau schauen, wo sich das Schloss befindet, versteckt es sich hinter Bäumen und Büschen. Gibt es dann mal einen freien Blick auf das Gebäude, ist ein gut erhaltenes Fachwerk zu sehen.

Die Herren von Elkerhausen wurden 1191 das erste Mal erwähnt und gaben dem Ortsteil ihren Namen. Die Geschichte ist eng mit ihnen verbunden. Weitere Güte hatten sie im Taunus, Westerwald, in der Wetterau und bei Gießen. Das Rittergeschlecht starb im 18. Jahrhundert aus, heiratete jedoch im späten Mittelalter in das Adelsgeschlecht von Schlitz ein. Zu Beginn gab es eine Turmburg. Im 14. Jahrhundert galt die Burg Elkerhausen mit Vorburg uneinnehmbar und im 16. Jahrhundert fand eine Umgestaltung zu einem Wasserschloss mit fünftürmigem, polygonalen Bering und Wirtschaftshof statt. Heute fließt nur noch der Weinbach am Schlossgarten entlang. 1718 den Stammsitz Elkerhausen mit allem Zubehör und Rechten an die Grafen von Nassau-Weilburg. Seit 1979 befindet sich das Gebäude in Privatbesitz.

Schloss Elkerhausen

Spuren im Wappen

Nicht nur das Schloss ist eine Spur des ehemaligen Rittergeschlechtes. Im Wappen von Elkerhausen wie Weinbach haben sie ihre Spuren in Form eines Beils hinterlassen. Das Wappen von Elkerhausen beinhaltet drei weiße Beile auf rotem Grund.

Das Wappen von Weinbach ist zweigeteilt. Es enthält ein weißes Beil auf rotem Grund sowie ein Weinblatt, denn früher soll es in der Gegend Weinanbau gegeben haben. Die diagonale Wellenlinie steht für den Weinbach. Das Wappen hat der der Kunstmaler und Städelschulabsolvent Hermann Krupp (1926–2019) im Jahr 1981 entworfen. Führungen durch das Schloss gibt es leider nicht, es befindet sich in privater Hand.

Wappen Weinbach

Wer mit offenen Augen durch den Ort geht, kann überall noch Substanz der älteren Burgmauern sehen, auf die heute Wohnungen und Scheunen aufgebaut sind. Bis heute sind Teile der Ringmauer, des Wirtschaftshofs sowie die beiden Haupthäuser erhalten. Der ehemalige Dorfbrunnen ist erhalten und findet sich vor der ehemaligen Vorburg. Dieser diente zur Versorgung der Burgleute, aber auch der Einwohner von Elkerhausen.

Die Herren von Elkerhausen erhielten die Erlaubnis, auf ihrem Gebiet eine Kirche zu errichten. Wegen Baufälligkeiten musste dieser Kirchbau niedergelegt werden und 1911 entstand der bis heute erhaltene Kirchenbau. Dieser dient immer wieder auch für Kunstausstellungen. Weitere Schmuckstücke, Fachwerkbauten und Schnitzereien lassen sich entdecken, wenn ihr mit offenen Augen durch den Ort geht.

Kultur in Elkerhausen

Doch es sind nicht nur die Gebäude, welche nach Elkerhausen locken. Auch wenn der Ortsteil von Weinbach recht unscheinbar wirkt, hat es einiges zu bieten. In Elkerhausen steht die Scheune mit dem blauen Dach. Dies ist die Kulturscheune von Margit Bach, die immer wieder ihre Tore für interessante Veranstaltungen öffnet. Das blaue Dach schimmert im Sonnenlicht und daher heißt es auch mal, es sei „Ein Edelstein im Tal“. Als Margit Bach die Dachbedeckung aussuchte, wirkte diese im Prospekt nicht ganz so leuchtend, aber so ist die Location nicht zu übersehen.

Scheune mit dem blauen Dach

Seit neustem hat Elkerhausen auch etwas für Biker zu bieten. Am Festplatz ist ein Bikerparcour entstanden, auf dem sogar große Sprünge möglich sind. Ein 13 mal 45 Meter großes, eingefriedetes Gelände lockt Mountainbiker jeden Alters an.

Bikerparcour Elkerhausen
Bikerparcour für Groß und Klein

Wanderwege um Elkerhausen

Am Anfang erwähnte ich bereits, dass es sich lohnt, von den Wanderwegen einen Abstecher nach Elkerhausen zu machen. Elkerhausen liegt im Naturpark Hochtaunus, durch den verschiedene Wanderwege ziehen. Der Höhenlahnweg wie auch der Lahn-Camino führen hoch über Elkerhausen vorbei. Wer auf dem Schinderhannespfad wandelt, kommt ebenfalls an Elkerhausen vorbei.

Auf dem Wanderweg kommt ihr an der Eisernen Hand vorbei. Hierbei handelt es sich um einen rekonstruierten Wegweiser.

Der Kultur- und Geschichtsverein Elkerhausen setzte diese 2002 um. Die Finger zeigen die verschiedenen Wegrichtungen. Der Daumen zeigt nach Blessenbach, der Zeigefinger nach Weilburg, der Mittelfinger nach Runkel, der Ringfinger nach Bad Camberg und der kleine Finger nach Mainz. Diese Hand steht auf der ehemaligen Hohen Straße, eine wichtige Handelsverbindung zwischen Mainz und Bad Camberg.

Dies war ein kleiner Blick nach Elkerhausen. In Gesprächen mit Einwohnern gibt es noch einiges mehr zu erfahren. Wenn ihr Sonntags unterwegs seid, lohnt sich auch ein Abstecher nach Klein-Weinbach zur Pilzfarm Noll.