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Monat: August 2023

Auf den Spuren des Bergbaus in Weilburg

Vor 100 Jahren zeigte sich Weilburg und Umgebung ganz anders als heute. Der Bergbau prägte die Region. Auf diesen Spuren lädt regelmäßig der Kur- und Verkehrsverein Weilburg ein.

Los ging es mit der Tour beim Rollschiff in Weilburg. Seit dem 17. Jahrhundert ist dieses auf der Lahn unterwegs. Historisch wurde es für die Ochsen gebaut. Diese wurden in den Bauernhöfen in der heutigen Altstadt gehalten und mit dem Rollschiff auf die andere Lahnseite auf die Weiden gebracht. Heute ist das Rollschiff eine tolle, touristische Attraktion. Auf der anderen Lahnseite angekommen, hielten wir uns links Richtung Jugendzeltplatz.

Spuren des Bergbaus in der Region

Überall lassen sich Spuren der ehemaligen Bergbauregion finden. Der Schiffstunnel mit seiner eindrucksvollen Öffnung ist der älteste und auch längste heute noch befahrene Schiffstunnel in Deutschland. Durch den Tunnel wurde die Lahnschleife um Weilburg verkürzt. Zwischen 1844 und 1847 wurde der Tunnel errichtet, um Eisenerz Richtung Ruhrgebiet zu transportieren. Der Schiffstunnel war ein Teil des großen Projektes, Rhein und Elbe miteinander zu verbinden. An der Lahn wurde dieses jedoch nie realisiert. Ein Kanal entstand vor Ort nicht, weil die Nassauer die Rheinschiffe raushalten wollten. Dann kam die Eisenbahn und die Lahn verlor als Transportweg an Bedeutung.

Der Bergbau hinterließ seine Spuren in der Region, welche heute teilweise nur im sogenannten LIDAR-Scan zu sehen sind. Überall haben sich Hecken und Bäume ausgebreitet und man muss schon ganz genau hinschauen, um diese Spuren zu finden. Daher empfehle ich die Teilnahme an solchen Führungen, wo euch Naturführer auf die Rückbleibsel aufmerksam machen können.

Umgestaltung der Region

Mit verschiedenen Möglichkeiten wurde das abgebaute Eisenerz zur Lahn transportiert. Es gab Seilbahnen vom Bergwerk runter zur Lahn. Später durchzogen Schienen für die Loren die Landschaft für den Transport. Bis ins 20. Jahrhundert transportierten die Loren das Eisenerz zur Lahn, wo es mit den Lahnschiffen bis nach Lahnstein und dort auf die Rheinschiffe verladen wurde. Bis in die 50/60er Jahre gab es Bergbau in der Region. Dieser boomte immer, wenn Krieg war und Eisenerz nicht importiert werden konnte.

Anhand der Scans ließ sich zeigen, dass es auch Tagebau gab. Doch das Eisenerz war über Tage nicht so ergiebig, so dass es irgendwann immer unter Tage weiterging. Was als Abraum aus dem Berg geschafft wurde, lässt sich heute als Halde in den Scans noch sehen. So fand eine Umgestaltung der Region statt und neue Strukturen entstanden. Die letzte aktive in der Region war in Waldhausen. Doch dort wurde am Ende noch noch das Eisenerz aus der Grube Fortuna aufgearbeitet, jedoch nicht mehr abgebaut.

Es gab sogar mal Bestrebungen, an das Eisenerz unter der Stadt heranzukommen und dafür das Schloss abzureißen. Das ist noch gar nicht so lange her, sondern gerade mal 100 Jahre. Die Schürfrechte dafür gab es. Dank einer Bürgerinitiative kam es nicht dazu und das Schloss mit der Altstadt sitzt bis heute auf einem Eisenerz-Vorkommen.

Wichtig fürs Ökosystem

Heute geht keiner mehr unter Tage, um Eisenerz zu fördern. Dennoch sind die alten Stollen wichtig für das Ökosystem. Sie dienen als Unterschlupf für Fledermäuse sowie zur Überwinterung von Feuersalamandern und Fledermäusen. Daher werden diese Stollen auch erhalten und geschützt, um den Lebewesen diese Nischen anzubieten. In einigen Stollen fanden sich alte Schneckenfossilien.

Der Weg führt in Obershausen den Berg hinauf. Es gab dann noch einen kurzen Abstecher zum Tempelchen mit einem tollen Blick auf die Schlosskirche, bevor es den Hofberg wieder runter zur Lahn ging, um diese über die Kettenbrücke zu überqueren.

Während der Wanderung streiften wir viele Themen, wie die verschiedenen Gesteinsschichten rund um Weilburg, die Natur wie der Hang in Odersbach mit vielen Wildbienen oder auch ein Blick noch weiter zurück zu den Kelten. Weilburg ist so voller Geschichten zum entdecken, weshalb ich euch nur empfehlen kann, regelmäßig beim Kur- und Verkehrsverein Weilburg vorbeizuschauen und euch zu informieren, welche Führungen sie anbieten. Und wenn ihr noch mehr zum Bergbau wissen wollt, besucht gerne das Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg.

 

 

Minigolf Limburg-Weilburg

5 tolle Minigolf Anlagen in Limburg-Weilburg

Minigolf ist ein Spaß für die ganze Familie, für jedes Alter, für groß und klein. Es ist ein tolles Ausflugsziel für die ganze Familie. Im Landkreis Limburg-Weilburg gibt es fünf tolle Anlagen.

Minigolf in Bad Camberg

Die Minigolf Anlage in Bad Camberg befindet sich mitten im Kneipp-Kurpark und ergänzt die fünf Säulen der Gesundheit von Kneipp. Wer kein Minigolf spielen möchte, kann sich auch im Boule ausprobieren, denn die Boule Bahnen liegen direkt daneben.

Von April bis Oktober hat die Anlage von Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Bei schlechter Witterung bleibt die Anlage geschlossen.

Kontakt

Minigolfplatz im Kneipp-Kurpark
Bircher-Benner-Straße 10, 65520 Bad Camberg
Cornelia Wappler

Minigolf in Elz

Der Verschönerungsverein und die Mittwochsrentner pflegen ehrenamtlich die Minigolfanlage in Elz.

Die Anlage ist von Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Minigolf Limburg-Weilburg

Kontakt

Minigolfanlage Elz
In den Anlagen 12, 65604 Elz
Telefon: 06431 54766 oder 53123

Adventure Golf in Linter

Im Sport- und Freizeitpark Linter laden 18 trickreiche Bahnen zum Minigolf-Spielen ein. Eingebettet in eine schön gestaltete Außenanlage mit Anlehnung an die Piraten lassen ein Spiel mit dem Wasser zu, über hügelige Bahnen bis am Ende die Schatztruhe wartet.

Adventure Golf Linter

Kontakt

Sport- und Freizeitanlage Linter
Am Weiher 3, 65550 Limburg-Linter
Telefon: 06431 7799825

Homepage

Minigolfanlage Niedershausen

Nach einem Dornröschenschlaf ist die Minigolfanlage in Niedershausen wieder erwacht. Mit neuen Hindernissen, die einmalig in der Region sind, lädt die Anlage zu Spiel und Spaß ein.

Zunächst ist eine sonntägliche Öffnung von 14 bis 18 Uhr geplant. Genaue Infos gibt es unter der angegebenen Nummer.

Minigolf Niedershausen

Kontakt

Minigolfanlage Niedershausen
In den Brüchern, 35792 Löhnberg-Niedershausen
Telefon: 0171 6814972

Minigolf in Weyer

In Villmar-Weyer wartet eine 18-Loch-Anlage auf Naturrasen auf euren Besuch. Der Platz liegt mitten in der Natur und bietet somit ein wunderschönes Erlebnis an.

Kontakt

Minigolf Weyer
Wiesenstraße 3, 65606 Villmar-Weyer
Telefon: 06483 800 7765

Homepage

Minigolf im Landkreis Limburg-Weilburg