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Monat: März 2021

Glücksorte Bücher

Buchtipp – Glücksorte im Landkreis

Mit der Buchreihe „Glücksorte“ nimmt der Droste-Verlag die Leser mit in eine Region.

Gemeinsam können Orte entdeckt werden, welche dazu anregen, Kraft zu tanken und durchzuatmen. Welche dazu einladen, besonderen Menschen zu begegnen oder besondere Köstlichkeiten zu kosten. Inzwischen gibt es vier Bücher, in denen auch „Glücksorte“ im Landkreis Limburg-Weilburg vorgestellt werden.

Glücksorte Lahn und Westerwald

Mit den beiden Bänden „Glücksorte an der Lahn“ sowie „Glücksorte im Westerwald“ lassen sich einige schöne Stellen in unserem Landkreis entdecken. Sie sind eine Hommage an unsere schöne Region, an die vielen Orte, an die Gastronomie, die sich etwas abhebt. Und je nach Autor liegt der Schwerpunkt immer etwas anders, so dass es einen sehr vielfältigen Einblick in die Region gibt. Neu erschienen in der Reihe sind „Glücksorte in und um Limburg“ sowie „Blaue Glücksorte im Westerwald“.

Die Bücher sind alle gleich aufgegliedert. 80 Glücksorte nehmen den Leser auf eine kleine Reise durch die Region. Eine Seite ist dem Glücksort vorbehalten, ergänzt mit einem großen Foto sowie Daten zur Örtlichkeit und Erreichbarkeit. An ungemütlichen Tagen sind die Bücher genau das Richtige, um darin zu schmökern und neue Ausflüge zu planen.

Glücksorte an der Lahn

Die „Glücksorte an der Lahn“ hat die heimische Autorin Nicole Steffens gesammelt. Die Lahn lockt mit viel Natur, aber auch Kultur und Geschichte. 80 Glücksorte an der Lahn sind dabei zusammengekommen mit einer Altstadtführung in Limburg oder einem kulturellen Besuch im Rosenhang Museum in Weilburg. Tipps für Wander- und Radwege aber auch für die kulinarische Einkehr locken.

Glücksorte im Westerwald

Der Landkreis Limburg-Weilburg liegt am Rande des Westerwaldes und so gibt es in dem Buch „Glücksorte im Westerwald“ von Andreas Stahl auch einige Tipps in unserem Landkreis. Neben dem Kanuwandern auf der Lahn empfiehlt er einen Besuch im Rosengarten Hadamar oder eine Einkehr in der Obermühle am Fuße des Domfelsens in Limburg. Dazu gibt es kleine Geschichten.

Glücksorte in und um Limburg

In diesem Buch möchte die Autorin Nicole Steffens die Leser dazu ermutigen, neue Ecken in Limburg zu entdecken, aber auch die Augen im Umland aufzuhalten. Dabei geht ihr Blick recht weit um Limburg herum, so zum Beispiel nach Bad Camberg und sogar bis nach Sayn zum Schmetterlingshaus.

Blaue Glücksorte im Westerwald

In diesem Band dreht sich beim Autor Andreas Stahl alles um Orte, die mit dem Wasser verbunden sind. Das Wassermuseum in Löhnberg oder das Ewige Eis in Dornburg finden sich genauso in dem Buch wie eine Sauna am Fluss oder ein Lehrpfad am Bach. In seinen Glücksorten plätschert und sprudelt es oder lädt zur Ruhe ein.

Glücksorte Lahn und Westerwald

* wenn ihr das Buch über die Seite kauft, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass es euch mehr kostet 

Mordschau Elz

Sagenumwobene Mordschau im Elzer Wald

Unterwegs im Elzer Wald kann sich jeder auf ein Stück Spurensuche hinein in die Geschichte begeben. Neben einem Spaziergang durch den Wald lässt sich auch einiges entdecken. Ein Ort, der sich tief im Wald versteckt, ist die Mordschau. Geschichtlich etwas düster ist es ein besonderer Ort des Glaubens.

Richtung Niedererbach geht es beim ehemaligen Forsthaus rein in den Wald. An den Fischteichen vorbei hält sich der Spaziergänger links und geht den Berg hinauf. Auf linker Seite blickt man leicht nach unten ins Hasslerbachtal. Irgendwann weist ein hölzernes Schild den Weg zur Mordschau. Dort kann jeder einen Moment verweilen.

Sage zur Mordschau

Die Mordschau ist ein beliebter Ort für die Elzer. Karfreitag in der Früh gibt es jedes Jahr eine Prozession von der Pfarrkirche zur Mordschau, an der sich viele Elzer beteiligen. Eine Sage erzählt, dass die Elzer im 30-jährigen Krieg an diesen Ort vor den schwedischen Soldaten flohen. Sie besagt weiterhin, dass die Soldaten die Bürger dennoch fanden und alle töteten. Auch wenn es keinerlei Belege für diese geschichtliche Begebenheit gibt, ist diese Sage tief in Elz verankert. Der Heimatdichter Paul Blättel verfasste das Stück „D`Schwed im Land“, welches 1931 Uraufführung feierte und seitdem durch mehrere Theatergruppen wurde. Dieses Stück war auch die Inspiration dazu, das Kreuz in der Mordschau aufzustellen und diesen Gedenkplatz zu gestalten.

Mordschau Elz

Am Karfreitag 1933 errichtete die Katholische Jugend und der katholische Gesellenverein, die heutige Kolpingfamilie, das Kreuz im Gedenken an den Kreuztod Jesu im Elzer Wald. 1935 wurde das Kreuz komplettiert mit dem hölzernen Christuskörper, welcher vom Schlosser Josef Braun geschnitzt wurde. Seitdem erfuhr der Platz einige Umgestaltungen und das Kreuz einige Restaurierungen. Diese Gedenkstätte ist allen Kriegsopfern, Verfolgten und Vertriebenen gewidmet.

Mordschau Elz

Über den Hasslerbach geht es hoch zur Mordschau

Keltischer Ursprung des Namens

Doch weist der Name „Mordschau“ wirklich darauf hin, dass sich hier grausames ereignet hat? Bereits in einem Kaufvertrag im Mittelalter von einem Heinrich von Elße mit dem St. Georgstift Limburg vom 12. März 1439 wird dieses Stück erwähnt und somit bereits lange vor dem 30-Jährigen Krieg im 17. Jahrhundert. In dieser Urkunde ist von „einer Wiese in der mortßaue bei der Wiese des Pfarrers von Elz“ die Rede. Auch in einem Dokument von 1697 ist von den „Mortsauer Wiesen“ die Rede. Ein Beleg für das Blutbad durch die Schweden an den Elzer Bürgern gibt es nicht und dies, wo es für den 30-jährigen Krieg viele Belege aus der Region gibt.

Es wird vermutet, dass der Begriff „Mortsaue“ auf den keltischen Begriff „Mortsave“ zurückgeht, was soviel bedeutet wie Sumpfwasser oder Trübwasser. Der Begriff Mordschau wurde um 1870 das erste Mal erwähnt und wurde dann wohl durch das Theaterstück und die Auseinandersetzung mit selbigen geschliffen ,so dass der Ort heute nur noch als Mordschau bekannt ist.

Mordschau Elz

Das Kreuz in der Mordschau als Ort des Gedenkens

Niederungsburg mitten im Wald

Nach einer Rast an der Mordschau geht es weiter Richtung Niedererbach. Etwas unscheinbar und mit Bäumen bewachsen befindet sich dort das Überbleibsel einer Niederungsburg. Bekannt ist dieser kleine Hügel nördlich der Mordschau als Pfaffenkopf. Dieser Name leitet sich davon ab, dass rund um diesen Hügel sich Wiesen des „Pfaffen“ im 15. Jahrhundert befanden. Inzwischen ist bekannt, dass es sich hier nicht um einen natürlichen Hügel handelt, sondern um eine vom Menschen gestaltete Aufschüttung.

Pfaffenkopf Elz

Auch wenn es nie eine Grabung dort gab, ist man sich sicher, dass sich dort eine frühe Burg befunden hatte. Hüttenlehmfunde sowie Scherbenfunde aus 1993 weisen darauf hin. Solche Niederungsburgen hießen auch Motte, welche im 9. Jahrhundert über Frankreich bis Polen errichtet wurden und bis ins 14. Jahrhundert bestanden. Danach wurde sie aufgegeben, die Gründe sind nicht bekannt.

Solche Motten, französisch für Klumpen, bestanden aus aufgeschütteten und verdichteten Hügeln, wofür bis zu 10.000 Kubikmeter Erde aus der Umgebung herangeschafft wurde. Mittig befand sich häufig ein Turm und die ganze Burg wurde mit Palisaden abgesichert. Davon ist heute nichts mehr zu sehen und es gehört ein wenig Phantasie dazu, in diesem Hügel eine ehemalige Ansiedlung zu erkennen.

Ihr möchtet noch mehr über die Kelten in der Region erfahren? Sie haben weitere Spuren hinterlassen. Ihr könnt den Keltenweg in Dornburg wandern und mehr über sie entdecken.
Eine Spurensuche für den Landkreis habe ich hier zusammengefasst.

Elzer Kreuzweg

Elzer Kreuzweg – Besondere Impulsen in der Coronazeit

Im letzten Jahr beging die Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer, Elz mit neuen Impulsen die zweite Corona-Fastenzeit. Auch in diesem Jahr lädt sie wieder zu diesem besonderen Kreuzweg ein.

Kreuzweg durch die Gemeinde

Im ganzen Dorf hängen Plakate und alleine oder mit der Familie könnt ihr euch auf den Elzer Kreuzweg begeben. Die Inhalte der Stationen orientieren sich am Kreuzweg Jesu und wurden nur leicht verändert. Sie können eine gute Begleitung in der Fastenzeit sein, so das Vorbereitungsteam.

Kirche Elz

Acht Stationen ziehen sich durch die gesamte Gemeinde. Los geht es an der St. Johannes Kirche in der Ortsmitte. In der Kirche erhaltet ihr das Elzer-Kreuzweg-Heft. Zudem besitzen alle Stationen einen QR-Code, über welchen ihr die Impulse bekommt. Bilder und Texte geben Impulse zu den einzelnen Stationen.

Elzer Kreuzweg

Auf der Suche nach den einzelnen Stationen könnt ihr die Gemeinde nochmal mit völlig neuen Augen entdecken und die Stationen passen thematisch auch immer zum Impuls.

So wird am Bahnhof der Impuls gegeben, sich mit seinen Wegen auseinanderzusetzen. „An unserem Bahnhof kreuzen sich viele Wege, Menschen fahren zur Arbeit, zur Schule oder machen eine Reise. Der Weg beginnt hier und endet hier. Wir begegnen vielen Menschen, die vielleicht anders sind als wir. Gehen wir auf die zu oder gehen wir einfach weiter?

Weitere Stationen sind die Erlenbachschule, das Seniorenzentrum SWZ, die Marien-Kapelle in der Weberstaße. Die Erlenbachschule steht sinnbildlich für die vielen Kreuze, die jeder im Leben trägt und sich nicht immer selbst ausgesucht hat. Im Seniorenwohnzentrum sollen sich die Menschen mit der Frage beschäftigen, wer an was schuld ist.

Wer möchte, kann zur Mordschau laufen, die siebte Station auf dem Kreuzweg und das Ende ist auf dem Friedhof. „Wie soll es nur weitergehen?“ Diese Fragen haben sich bestimmt schon einige gestellt bei einer Beerdigung. Aber es zeigt sich, dass für diejenigen, die zurückbleiben, es immer irgendwie weitergeht.

Impulse, kleine Gebete sowie die Beschäftigung mit Jesus kann mit dem Elzer Kreuzweg in diesem Jahr auf neue Art und Weise geschehen. Wer den gesamten Weg läuft, ist gut zwei Stunden unterwegs. Bis zum Karsamstag bleibt der Weg bestehen und die Plakate hängen.

Über den Kreuzweg hinaus finden mittwochs in der St. Johannes Kirche um 18.30 Uhr Kreuzweg-Andachten statt.

Kreuzweg in der Fastenzeit

Eine Kreuzweg-Andacht betrachtet den Leidenweg Jesu von seiner Verurteilung durch Pontius Pilatus über den Tod am Kreuz bis hin zur Ruhe im Grab. In der Regel hat ein solcher Kreuzweg 14 Stationen. Man betet den Kreuzweg allein oder in einer Gruppe.

Die Gläubigen beten den Kreuzweg häufig in der Fastenzeit als Vorbereitung auf die Karwoche und das Osterfest. Ein besonderer Tag ist dabei der Karfreitag, weil dies der Zeit entspricht, als Jesus selbst den Weg gegangen ist. Sich in dieser Zeit in den Leidensweg von Jesus reinzuversetzen, führt manchmal zu der Erkenntnis, dass sie von Jesus in ihrem eigenen Weg begleitet werden und dadurch die eigene Last leichter wird.