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Monat: Juni 2023

Tage der Industriekultur

9 Tipps für die Tage der Industriekultur

Vom 30. Juni bis zum 09. Juli finden die 3. Tage der Industriekultur statt. Von Limburg bis Schlitz gibt es über 60 Veranstaltungen, die interessante Einblicke gewähren. Für den Landkreis Limburg-Weilburg geben wir 9 Tipps, was ihr besuchen könnt.

Industriekultur Mittelhessen

Doch was ist eigentlich diese Industriekultur? Industriekultur sind Ereignisse und Geschichten, die von Kreativität und Fortschritt geprägt sind. Sie sind ein Teil der Region wie sie heute ist und lassen eintauchen in die Zeit von früher. Die Industriekultur Mittelhessen fasst diese Erfolgsgeschichten aus den fünf Landkreisen Gießen, Lahn-Dill, Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf und Vogelsberg zusammen und verbindet sie miteinander. Erlebt den Erzabbau im 19. Jahrhundert bis hin aktuellen  Digitalisierung. Erkundet historische Stätten der Architektur, thematische Rad- und Wanderwege oder Museen. Erlebt Veranstaltungen an ungewöhnlichen Orten. Mit den 3. Tagen der Industriekultur sollen diese Stätten durch ein Programm Aufmerksamkeit erfahren.

Die Initiative zur Industriekultur Mittelhessen feiert sein zehnjähriges Bestehen, denn sie entstand im Jahr 2013, als Studierende in einem Seminar an der Marburger Philipps-Universität eine Wanderausstellung zum Thema „Industriekultur an Lahn und Dill” erarbeiteten. Damit wurde die Basis für eine regionale Bewegung gelegt. Das Projekt befindet sich in Trägerschaft vom Regionalmanagement Mittelhessen.

3. Tage der Industriekultur

Über 60 Veranstaltungen werden an den 3. Tagen der Industriekultur angeboten. Zehn Veranstaltungen finden im Landkreis Limburg-Weilburg statt. Es ist für jeden etwas dabei und zeigt die Vielfalt an Industriekultur in unserer Region. Teilweise gibt es sehr exklusive Angebote, die nur für dieses Thema kreiert worden und es öffnen sich Türen, die sonst verschlossen sind. Zum ersten Mal unterstützen neben den beiden Natur- und den nationalen Geoparks auch die Tourismus-Destinationen die Tage der Industriekultur: „Die Schleusen der Lahn, das einzigartige Tunnel-Ensemble in Weilburg, die Lahntalbahn, aber auch die Strecke des Vulkanradweges existieren, weil die Rohstoffe unserer Region auf dem Fluss und per Eisenbahn transportiert werden mussten. Davon profitieren bis heute die Touristinnen und Touristen, zu denen wir auch die Einwohner Mittelhessens zählen. Fühlen Sie sich in auch in Ihrer eigenen Region als Tourist!“ fordert Philipp Borchardt, der Geschäftsführer des Lahntal Tourismus Verbandes, die Mittelhessen auf.

10 Tipps in Limburg-Weilburg

Neun Veranstaltungen finden im Landkreis Limburg-Weilburg statt und laden dazu ein, Industriekultur in seiner Vielfalt zu entdecken.

1. Videovortrag „Marmor von der Lahn“

Hier seid ihr am 30. Juni um 18 Uhr zu einem Zoom-Vortrag über den Lahnmarmor, seine Entstehung, den Abbau und seine Verwendung von Rudolf Conrads eingeladen. Anmeldung erfolgt über stiftung@lahn-marmor-museum.de, danach erfolgt der Versand des Zoom-Links.

2. Kulinarische Wanderung Weilburg

„Auf den Spuren der Industriekultur: Bergbaugeschichte mit Rollschiff, Brockselsupp`und Eierkäs`“ – so lautet die Einladung zur geführten Wanderung mit dem Kur- und Verkehrsverein Weilburg am 30. Juni um 18 Uhr. Dabei wird die Kultur der Bergleute im Lahntal wieder lebendig: Naturpark-Wanderführer Christian Radkovsky zeigt die Spuren der historischen Bergbauregion. Dazu geht es zuerst mit der einmaligen Personenfähre „Rollschiff“ auf die Westerwaldseite der Lahn, wo es viel zu entdecken gibt. Alte Grubengebäude und Stollen, aber auch die Überreste eines riesigen Seilbahnnetzes und sogar Verlade- und Hafenanlagen. Mehr zur Veranstaltung findet ihr hier

3. Führung durch das Bohrkernlager Langhecke

Am 1. Juli können Besucher einmalige Einblicke in das Bohrkernlager bei Langenhecke in Villmar erhalten. Wichtige Bohrkerne aus ganz Hessen werden in der Bohrkern-Sammlung des HLNUG (Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie) aufbewahrt. Die Sammlung stellt einen Fundus primärer Daten dar. Es muss sich im Vorfeld angemeldet werden

4. „Schwarz, bunt, weltberühmt – Marmor aus Schupbach

Die Sonderausstellung im Lahn-Marmor-Museum geht vor allem auf den Marmor aus Schupbach ein. Lange war der schwarze, hochpolierte Stein das Synonym für Marmor, doch ihn gibt es vielen Farben mehr. Über den Abbau, den Transport und wo dieser Marmor weltweit zu finden ist, könnt ihr am 2. Juli bei einer Führung ab 14 Uhr im Museum erfahren.

5. Industriedenkmäler in Weilburg

In einem Stadtrundgang geht es am 2. Juli ab 15 Uhr um die Aufgaben der Weilburger Mühlen, die historische Wasserversorgung der Stadt vor 300 Jahren, der Bau und Nutzen des Weilburger Schiffstunnels oder das Rollschiff Weilburg. Anmeldung über den Kur- und Verkehrsverein Weilburg

6. Historische Brunnengebäude in Löhnberg

Löhnberg und Mineralwasser sind eng miteinander verbunden. Die blauen Seltersflaschen sind vielen ein Begriff. Im 19. Jahrhundert gab es verschiedene Brunnengebäude, welche anhand alter Baupläne und Postkarten auf besondere Weise visualisiert wurden. Hierzu gibt es eine Führung im Wassermuseum. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

7. Diskussionsveranstaltung 75 Jahre Bauindustriekultur

Im Rahmen der Tage der Industriekultur feiert die Albert Weil AG am 7. Juli 2023, ebenfalls eine Partner der Industriekultur, ihren 75. Geburtstag mit einem „Get Together“. die Diskussionsveranstaltung wird moderiert von Redakteur Mika Beuster. Es geht um den Bauwandel mit der Zeit sowie die Zukunft der Bauwirtschaft. Um Anmeldung für die bessere Planbarkeit wird gebeten.

8. Selters – ein Wasser mit gerühmter Heilkraft

Gleich zweimal gibt es eine Führung durch das Seltersmuseum in Niederselters. Zum ersten Mal wurde das Mineralwasser aus Niederselters um 1581 beschrieben. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde es zum deutschen Marktführer. Bei den beiden Führungen am 8. Juli gibt es Einblicke in die Geschichte des Selterswasser. Mehr zu den Führungen

9. Musikalische Kostprobe im Lahn-Marmor-Museum

Nach einer musikalischen Kostprobe des Chors Chanterelle am 9. Juli um 15 Uhr besteht die Möglichkeit zu einer Führung durch das Lahn-Marmor-Museum.

Eine Übersicht zu allen Veranstaltungen findet ihr auf der Homepage der Industriekultur Mittelhessen.

 

 

 

Hoingkautweg Barig-Selbenhausen

„Hoingkautweg“ – Attraktiver Rundweg in Merenberg

Der Hoingkautweg oder auch Hoing-Kaut-Weg ist ein Rundweg, der auf 11,5 Kilometern rund um Barig-Selbenhausen, einem Ortsteil von Merenberg, führt.

Seit 2023 existiert der „Hoingkautweg“ und lädt zu einer Wanderung rund um Barig-Selbenhausen ein. Einen Teil des Weges sind wir entlanggewandert und fanden ihn sehr idyllisch.

Auf den Spuren von Hoingkaut

Auf insgesamt 11,5 Kilometern führt der Weg durch den Ort und am Vöhlerbach entlang. Wer über den Namen rätselt – „Hoingkaut“ oder auch „Quetschehoing“ ist gekochtes Zwetschgenmus. Dieser „Quetschehoing“ konnte in Steintöpfen gefüllt lange gelagert werden. „Kaut“ steht für Tal. Barig-Selbenhausen lieht im Tal des Vöhlerbachs und die Zwetschgenzeit war eine Zeit, bei der man zusammenkommt und gemeinsam das Zwetschgenmus verarbeitet.

Startpunkt des Rundweges ist am Dorfgemeinschaftshaus. Dort könnt ihr euer Auto gut abstellen. Der Weg führt in östlicher Richtung am Backhaus vorbei aus dem Ort heraus. Es geht 364 Meter hoch auf den Almerskopf und zum Waldfriedhof. Bei Kreuzung der Straße haben Wanderer herrliche Ausblicke auf die Burgruine Merenberg, den Knoten, Dillhausen, Probbach sowie Winkels.

Immer wieder Burgenblick

Weiter geht es durch ein Waldstück, vorbei am Reichenborner Friedhof zum Ereigniswald. Aus verschiedenen Anlässen wurden im Ereigniswald verschiedene Obstbäume, aber auch Eschen, Ahorn und Eichen über die Jahre angepflanzt. Im Wald könnt ihr den Schatten genießen, den Vögeln lauschen und die Natur entdecken. An verschiedenen Punkten des Weges habt ihr immer wieder einen schönen Ausblick auf die Burg. Über den sogenannten „romantischen Pfad“ führt der Weg am Brunnen in Barig vorbei in das Waldstück „Roter Kopf“. Am Buttersteg kann man bei einer Rast die Seele baumeln lassen und an heißen Sommertagen die Füße im Vöhlerbach kühlen.

Houingkautweg Barig-Selbenhausen
Buttersteg über den Vöhlerbach

Die kleine Holzbrücke über den Bach diente den Menschen früher als Abkürzung nach Weilburg, um nicht den beschwerlichen Weg über den „Roten Kopf“ und Waldhausen zu gehen. Über diese kleine Handelsstraße brachten die Bauern Obst, Gemüse, Eier und sogar selbst hergestellte Butter zu Fuß nach Weilburg und boten diese Erzeugnisse dort zum Verkauf an. Butter war damals sehr begehrt. Von ihm ist es nicht mehr weit bis zum Ziel, dem Dorfgemeinschaftshaus.

Die Wege sind gut begehbar und eignen sich auch für Radfahrer. Ihr müsst ein wenig schauen nach den kleinen quadratischen Beschilderungen. Neben dem Schriftzug und dem richtungsweisenden roten Pfeil zeigen die Wanderschilder ebenfalls einen Pflaumenbaum und einen Topf Quetschehoing.

Einen Flyer zum Rundweg findet ihr auch auf der Homepage der Gemeinde Merenberg.

Hoingkautweg Barig-Selbenhausen Merenberg