Bergbau- und Stadtmuseum

Einblicke in Stadt- und Industriegeschichte

Mitten im Herzen der Stadt Weilburg befindet sich das Bergbau- und Stadtmuseum. Hier erfahrt ihr viel Wissenswertes zum Bergbau in der Region sowie zur Geschichte der Stadt. Im „Tiefen Stollen“ könnt ihr unter Berge abtauchen.

Bergbau- und Stadtmuseum

Erst 1972 wurden die letzten Gruben in der Region stillgelegt. Bis in die 50er Jahre hinein fand der Abbau von Eisenerz statt. Weilburg zählte mit zum wichtigen Zentrum im Lahn-Dill-Gebiet. Das Museum am jetzigen Standort besteht seit 2011. Davor gab es seit 1911 ein Museum im ehemaligen nassauischen Regierungsgebäude. Dieses wurde 1972 um das erste Bergbaumuseum in Hessen erweitert.

Bergbau- und Stadtmuseum

Als die Residenzstadt Weilburg 1906 ihr 1000-jähriges Bestehen feierte, führte die Idee eines Museums zur Gründung des Vereins „Heimatmuseum“. In der Satzung stand geschrieben, dass die Stadt Weilburg zukünftig Eigentümer des Museums wird. Sehr vielfältige Themen und Ausstellungsstücke laden zum erkunden und entdecken sein. Das Museum ist ein GeoPunkt im Geoparkt Westerwald-Lahn-Taunus.

Ab in die Tiefe

Für die Kinder ist der „Tiefe Stollen“ ein absolutes Highlight, während Erwachsene sich auch gerne in die Stadtgeschichte vertiefen. Hierbei handelt es sich um einen naturgetreuen Nachbau eines ehemaligen Bergwerkes.

Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg

Der „Tiefe Stollen“ führt in ein nachgebautes Bergwerk

Durch eine Tür geht es nach unten in die Tiefe. Die Besucher erfahren einiges zum Bergbau in der Region. Danach geht es noch tiefer in die Erde. Neue Räumlichkeiten sind dafür nicht entstanden. Platz fanden die Maschinen in ehemaligen unterirdischen Kellergewölben des Schlosses. Auf rund 200 Metern erfährt der Besucher etwas über den Abbau von Eisenerz, die Fördereinrichtungen sowie den Streckenbau. Neben dem naturgetrauen Bergwerk gibt es in den Museumsräumen auch noch einiges zum Bergbau in der Region zu erfahren. Das dies ein Nachbau ist, ist nicht zu spüren. Zu echt erscheinen die Gänge, die mit künstlichem Licht erhellt werden.

Geschichte der Stadt

Doch nicht nur die Industriegeschichte von Weilburg ist vom großen Interesse, sondern die Stadtgeschichte selbst auch. 906 wurde die Stadt das erste Mal urkundlich erwähnt. Aus einer Aufzeichnung geht hervor, dass Konrad der Ältere, Graf des Oberlahngaus am 27. Februar 906 bei der Schlacht bei Fritzlar fiel und in der Weilburger Konradinerburg neben seiner Mutter beigesetzt wurde. Die Nachfolge trat sein Sohn Konrad der Jüngere an, welcher später zum ersten deutschen König gewählt wurde.

Ab 2002 wurde in Vorbereitung auf den Hessentag 2005 die Stadtgeschichte von Weilburg aufgearbeitet. Da das Interesse an der Historie so groß war, entstand am Ende eine dauerhafte Ausstellung zur Stadtgeschichte. Von der ersten Erwähnung 906 bis heute entdeckt der Besucher die Weilburger Geschichte in Bildern, Schriften und Exponaten. Sehr schön ist die alte barocke Hausapotheke. Ebenfalls im Stadtmuseum gibt es den Familienstammbaum vom Großherzogtum Nassau zu sehen.

Bergbau- und Stadtmuseum

Die Alte Apotheke

Wenn ihr im Museum ward, dann schaut doch danach direkt im barocken Schloss mit seinem herrlichen Garten vorbei.



Anschrift

Schlossplatz 1
35781 Weilburg an der Lahn
Telefon: 06471 379447

Öffnungszeiten

April bis Oktober: täglich 10 bis 17 Uhr
November bis März: Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene 3,50 Euro
Kinder  2,50 Euro
Familienkarte 8 Euro

Weitere Informationen

Weitere Informationen findet zum Bergbau- und Stadtmuseum findet ihr auf der Homepage.

Das Museum befindet sich auf mehreren Etagen – zum einen geht es tief nach unten in den Stollen und das Stadtmuseum befindet sich im ersten Stock. Einen Aufzug habe ich nicht gesehen. Das Museum liegt ein wenig versteckt. Auf dem Marktplatz vor der Schlosskirche stehend, geht es links die Straße runter zum Museum.

Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg

 

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