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Kubacher Kristallhöhle – Deutschlands einzige Calcithöhle

Kubacher Kristallhölle ist einzigartig in Deutschland- Kühle Orte im Landkreis Limburg-Weilburg

Die Kubacher Kristallhöhle bei Weilburg ist einzigartig in Deutschland – es handelt sich hier um die einzige Calcithöhle und sie besitzt mit die höchste Halle aller Schauhöhlen. Ein Besuch der Höhle tief unter der Erde lohnt sich auf alle Fälle. Wer sich 70 Meter in die Tiefe wagt, erhält faszinierende Einblicke in 350 Millionen Jahre Erdgeschichte. 

Die Kristallhöhle Kubach bei Weilburg stellt eine Herausforderung für die Besucher dar. Um ihre Geheimnisse zu entdecken, müssen die Besucher über 347 Stufen in die Tiefe hinab steigen – und später 448 Stufen wieder hinauf. Doch es lohnt sich, denn es gibt faszinierende Einblicke in eine Kalksteinhöhle, die frei von jeglichen Lebewesen ist. Sie ist in sich geschlossen, da sie jeden Abend abgeschlossen wird. Die Besucher erhalten Einblicke in die erdgeschichtliche Entwicklung der Region.

Kubacher Kristallhöhle

Das Wichtigste auf einem Blick

📍 Ort: Kubach bei Weilburg

🪖 Besichtigung nur mit Führung

🥾 insgesamt 426 Stufen

🧥 Jacke mitnehmen

♿ Nicht barrierefrei

🪨 Deutschlands einzige Calcithöhle

Kubacher Kristallhöhle aus der Eiszeit

Die Kubacher Kristallhöhle entstand vor Millionen von Jahren im devonischen Kalkstein. Ihre heutige Form erhielt sie während der Eiszeiten, als Wasser nach und nach große Hohlräume aus dem Gestein auswusch. Wie groß sie wirklich ist, kann nicht genau gesagt werden. Nur ein kleiner Teil konnte bisher freigelegt werden. Der größte Hohlraum in dem bisher bekannten Höhlensystem ist etwa 170 Meter lang, 26 Meter breit und an der höchsten Stelle bis zu 30 Meter hoch. Von der Höhe ist dies vergleichbar mit der Westminster Abbey in London. Damit besitzt diese Höhle den größten, natürlichen untertägigen Einzelhohlraum, der in Deutschland besichtigt werden kann.

Zufällig entdeckt und fast wieder vergessen

Im 19. Jahrhundert wurde diese Tropfsteinhöhle beim Bergbau gefunden. Zur damaligen Zeit wurde Phosphorit als Düngemittel sowie Mangan und Brauneisen abgebaut. Es existierten Unterlagen über diese Höhle, doch die genaue Lage haben die damaligen Bergbauarbeiter nicht verzeichnet. Dennoch gab es Menschen, denen diese Höhle am Herzen lag und die diese finden wollten. Der Höhlenverein Kubach führte 1974 Suchbohrungen mit einer Kamera durch und entdeckten auf ungewöhnliche Weise diese Höhle wieder. Bei diesen Suchbohrungen stießen die Arbeiter auch zwei unbekannte Höhlen, darunter auch die Kristallhöhle. Diese Höhle wurde in den Folgejahren erschlossen und 1981 für Begehungen eröffnet.

Die Entdeckungstour beginnt

In die Tiefe der Höhle geht es nur mit einem kundigen Führer. Doch bevor es in den kühlen Schacht hinab geht, muss jeder Besucher einen Helm aufsetzen als Schutz. Und dieser ist auch dringend notwendig, denn zwischendurch gibt es Gänge, welche sehr niedrig und eng sind. Da kann dann jeder Besucher froh sein, einen Helm auf dem Kopf zu haben. Und dann heißt es Treppen steigen. Der Abstieg verlangt zwar etwas Kondition, doch die Eindrücke entschädigen schnell für die Mühe. Wer allerdings unter starken Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angina pectoris oder erheblichen körperlichen Einschränkungen leidet, sollte auf einen Besuch verzichten. Die 426 Stufen klingen zunächst abschreckend, doch der Abstieg lohnt sich. Gerade an heißen Sommertagen ist die angenehme Kühle unter Tage ein besonderes Erlebnis, und die glitzernden Calcitkristalle machen die Führung zu einem der außergewöhnlichsten Ausflugsziele im Landkreis Limburg-Weilburg.

426 Treppenstufen in die Tiefe

Tief geht es in den Berg hinein. Und auch wenn draußen warme Temperaturen herrschten, empfiehlt sich unten in der Höhle eine Jacke. 9 Grad sind es innerhalb der Höhle und mi jedem Schritt nach unten verändert sich die Atmosphäre. Während der Führung lenkt der Höhlenführer mit gezielten Lichtakzenten den Blick auf die beeindruckenden Gesteinsformationen und die glitzernden Calcitkristalle.

Unten in der Höhle angekommen, gibt es interessante Formationen zu entdecken. Ebenfalls ein glasklarer Teich erwartet die Besucher da unten. Dieser wurde künstlich angelegt und hilft mit dabei, in der Höhle die Luffeuchtigkeit zu regulieren. Ab und an findet sich ein wenig Moos. Der Bergführer erklärt, dass dies mit den Schuhen der Besucher eingetragen wird und optimale feuchte Bedingungen vorfindet. Wenn die Höhle dann im Winter verschlossen ist, geht auch das Moos wieder kaputt. Ansonsten finden sich keine Pflanzen oder Lebewesen in der Höhle. Eine Führung dauert 45 Minuten, in denen es so einiges zu entdecken gibt.

Geopark Westerwald-Lahn-Taunus

Die Kubacher Kristallhöhle ist ein bedeutender Geotop des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus. Neben der Höhlenführung lohnt sich auch ein Besuch des angeschlossenen Museums. Dort erfahren Besucher mehr über die Entstehung der Region, verschiedene Gesteinsarten sowie die spannende Geschichte der Wiederentdeckung der Höhle.

Direkt vor dem Eingang befindet sich außerdem ein Freilicht-Steinmuseum. Die bis zu zwölf Tonnen schweren Gesteinsblöcke stammen aus unterschiedlichen Erdzeitaltern und veranschaulichen eindrucksvoll die geologische Entwicklung der Region.

Mein Tipp

Wer sich für die Bergbaugeschichte der Region interessiert, kann den Ausflug wunderbar mit einem Besuch des Bergbau- und Stadtmuseums in Weilburg verbinden. Dort vermittelt ein naturgetreu nachgebauter Stollen einen anschaulichen Eindruck vom früheren Bergbau und ergänzt den Besuch der Kubacher Kristallhöhle ideal.

Informationen zur Kubacher Kristallhöhle

Anschrift

Auf dem Kalk 1
35781 Weilburg-Kubach
Telefon 06471 94000

Die Kubacher Kristallhöhle ist von Weilburg sowie von Freienfels kommend sehr gut ausgeschildert.

Öffnungszeiten

Die Kubacher Kristallhöhle ist vom 01.April bis 05. November 2023 geöffnet
Dienstag – Freitag von 15 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr
In den hessischen Schulferien Montag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr
Hessische Feier- und Brückentage von 10 bis 17 Uhr

Die Führungen finden im 30-Minuten-Takt statt. Für Abweichungen bitte auf der Homepage der Kubacher Kristallhöhle schauen.

Bei der Höhle befindet sich ein Parkplatz mit ausreichend Plätzen. Ebenfalls ist an die Höhle ein gastronomisches Angebot angeschlossen.

Eintrittspreise

Erwachsene 12 Euro
Ermäßigt 8 Euro

Eintritt nur im Höhlenmuseum 2 Euro

Weitere Informationen

Weitere Informationen findet ihr auf der Internetseite der Kubacher Kristallhöhle.

Häufige Fragen zur Kubacher Kristallhöhle

1. Wieviele Stufen führen in die Kubacher Kristallhöhle?
Es geht 347 Stufen nach unten sowie 448 Stufen wieder nach oben. Beim Aufstieg laden Bänke und Plattformen zum Verschnaufen ein.

2. Wie kalt ist es in der Höhle?
Im Sommer hat es in der Höhle angenehme 9 Grad Celcius.

3. Ist der Besuch für Kinder geeignet?
Ja, auch Kinder können die Kubacher Kristallhöhle besuchen, wenn sie die Treppen steigen können.

4. Wie lange dauert eine Führung?
Eine Führung dauert rund 45 Minuten.

5. Warum ist die Kubacher Kristallhöhle so besonders?
Sie ist die einzige öffentlich zugängliche Calcithöhle Deutschlands und besitzt mit den größten natürlichen unterirdischen Einzelhohlraum, der hierzulande als Schauhöhle besichtigt werden kann.

6. Ist die Höhle barrierefrei?
Nein. Es gibt nur die Möglichkeit, über die Stufen in die Höhle zu gelangen.

7. Was ist empfehlenswert für einen Besuch in der Höhle?
Besucher sollten eine Jacke mitnehmen.

 

 

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Hinweis

Weil es immer wieder vorkommt – für Anfragen zu Events, Veranstaltungen, Museen oder anderen Ausflugstipps wenden Sie sich bitte direkt an die Betreiber, Organisatoren oder Einrichtungen. Alle Kontakte habe ich am Ende der Texte verlinkt. Ich schreibe nur darüber, kann aber keine spezifischen Auskünfte geben.


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