In den Steilhängen der Lahn von Villmar nach Runkel

Wer gutes Schuhwerk hat und auch einige Höhenunterschiede nicht scheut, kann sich von Villmar aus auf den Lahnhöhenweg Richtung Runkel begeben.

Der Startpunkt für diese Wanderung ist der Bahnhof in Villmar. Von diesem geht es über die in Deutschland herausragende Marmorbrücke und dann nach rechts Richtung König-Konrad-Halle. Dort könnt ihr altes Werkzeug bestaunen, mit denen früher der Marmor geschnitten wurde.

Steilhänge Villmar Runkel

An dieser vorbei muss erstmal geschaut werden, wo es auf den Lahnhöhenweg geht, der an dieser Stelle nicht direkt ausgeschildert ist.  Dafür müsst ihr beim Info-Schild die Straße überqueren und den ausgetretenen Pfad bergauf folgen.

Dieser Weg geht links lahnabwärts durch die Steilhänge entlang. An manchen Stellen ist der Pfad sehr schmal, doch insgesamt ist er gut zu gehen. Durch den Wald und an Wiesen entlang führt er durch die Natur und gewährt immer wieder atemberaubende Blicke auf die Lahn hinunter.

Steilhänge Runkel Villmar

In den Lahnhängen passiert ihr als erstes das Friedenskreuz. Ursprünglich stellten Kriegsheimkehrer dieses Kreuz auf. Später beauftragten Villmarer Bürger den Bildhauer Walter Schmidt, um an gleicher Stelle ein Kreuz aus 60 Marmorsorten zu errichten. Sehr eindrucksvoll ist der aus Marmor gestaltete Jesus, der durch die verschiedenen Marmorfarben interessant wirkt. Von diesem Punkt aus gibt es einen wunderschönen Blick nach Villmar.

Steilhänge Villmar Runkel

Steilhänge Villmar Runkel

Steilhänge Runkel Villmar

Einen schmalen Weg geht es danach durch den Wald, welcher an der König-Konrad-Straße ändert. Wenn ihr die Straße überquert, gelangt ihr zum König-Konrad-Denkmal, welches hoch oben über die Lahn schaut.

König-Konrad-Denkmal

Von dort habt ihr einen herrlichen Ausblick auf die Lahn sowie nach Villmar und nach Runkel. Das Denkmal wurde 1894 errichtet und ist dem deutschen König Konrad gewidmet. Er starb im Dezember 918 in Weilburg, daher seine Verbindung zu der Gegend. Die 2,32 Meter hohe Sandstein-Figur steht auf einem Sockel aus Lahnmarmor. Das Denkmal zählt zu den Wahrzeichen des Landkreises.

König-Konrad-Denkmal

Vom Denkmal geht es ein Stück die Straße entlang, bevor in der Kurve die Straßenseite wieder gewechselt wird und es eine ganze Weile an Feldern entlang geht. Sehr gut ist der Weg ausgezeichnet mit einem schwarzen „L“ auf weißem Grund.

Lahnhöhenwanderweg Villmar Runkel

Etwas kühler wird es im Wald kurz vor Runkel in dem Gebiet, wo der Untere Ansbach fließt. Ein kleines Bächlein, welches die Schritte plätschernd begleitet.

Lahnhöhenweg Villmar Runkel

In Runkel lauft ihr zuerst an einem Kriegsopferfriedhof vorbei, welcher von 1966 bis 1968 angelegt wurde. Danach kommt ihr in einem Neubaugebiet heraus.

Kriegsopferfriedhof Runkel

Dort habt ihr die Möglichkeit, den Lahnhöhenweg weiter entlang zu gehen oder ihr beendet die Tour und geht nach Runkel hinein. In Runkel lockt die frühmittelalterliche Burg Runkel, die hoch über der Lahn thront. Es ist ein malerisches Städtchen, in dem einige Zeit verbracht werden kann.

Burg Runkel

Tipp: In Runkel könnt ihr die Brücke überqueren und über den Planetenlehrpfad, gleichzeitig der Radfernweg R7 zurück nach Villmar laufen. In Villmar selbst lohnt sich ein Besuch des Lahn-Marmor-Museums sowie des Naturdenkmals Unica-Bruch.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.