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Schlagwort: Hünfelden

Gnadenthal Goldener Grund

Gnadenthal – Wo sich Hessische Milchstraße und Goldener Grund begegnen

Mitten in einer Senke von Feldern und Wiesen umrandet liegt Gnadenthal. Die Siedlung gehört zur Gemeinde Hünfelden. Rundherum in die Natur eingebettet ist es ein Ort, wo man zur Ruhe kommen kann. Dabei liegt er nicht mal am Ende der Welt. Diese Idylle ist überraschend gut erreichbar. Nur wenige Minuten trennen den Ort von der Autobahn, doch davon ist hier nichts mehr zu spüren. Statt Verkehrslärm begleiten Vogelstimmen und das Rascheln der Bäume den Spaziergang. Gnadenthal ist einer jener Orte, an denen man automatisch langsamer wird.

Was ist Gnadenthal?

Manch einer fragt sich, was sich hinter dem Begriff Gnadenthal verbirgt. Das hessische Kloster Gnadenthal in Hünfelden im Taunus ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster aus dem 13. Jahrhundert. Der Name stammt auch von den Zisterziensern, welche ab 1235 das Kloster errichteten und diesen Platz zu einem Ort des Innehaltens und des Gebetes machten. Der Ort erlebte eine wechselvolle Geschichte. 1634 in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde das Kloster aufgegeben. Die Jesus-Bruderschaft erwackte es im 20. Jahrhundert zu neuem Leben. Seitdem gestaltet die ökumenische Lebensgemeinschaft von Brüdern, Schwestern und Familien hier das gemeinsame Leben im klösterlichen Rhythmus von Arbeit und Gebet.
An diesem Ort hat man das Gefühl, dass nichts mehr kommt und man völlig in die Idylle eintauchen kann. Mit einem Besuch in Gnadenthal erhalten ihr nur einen ersten Eindruck von der Region und warum sie den Namen „Goldener Grund“ trägt. Daher ist ein Besuch sehr zu empfehlen.

Gnadenthal Goldener Grund

Gnadenthal Goldener Grund

Naturgebiet im Taunus

Der Goldene Grund ist ein Naturgebiet mitten im Taunus gelegen. Von Idstein bis zum Limburger Becken dehnt sich dieses Gebiet aus. Im Landkreis umfasst es neben Hünfelden weiterhin Bad Camberg, Brechen und Selters (Taunus) sowie die Limburger Ortsteile Lindenholzhausen und Eschhofen. Der Goldene Grund zählt zu den fruchtbarsten Landschaften Hessens. Seinen Namen verdankt er den mächtigen Lössböden, die sich nach der letzten Eiszeit ablagerten. Schon die ersten Bauern erkannten den Wert dieser Erde. Bis heute prägen Getreidefelder, Streuobstwiesen und landwirtschaftliche Betriebe das Landschaftsbild. Besonders im Sommer, wenn die Ähren in der Sonne leuchten, wird verständlich, warum die Region seit Jahrhunderten „Goldener Grund“ genannt wird.

Kloster Gnadenthal

Im äußersten Norden zwischen Ober- sowie Niederselters befinden sich ebenfalls einige Mineralquellen. Beim heutigen Besuch geht es ins Gnadenthal, im Tal des Wörsbach, wo die Hessische Milch- und Käsestraße durch den Goldenen Grund zieht. Den Großteil des Ortes nimmt das Kloster Gnadenthal ein. Ein wunderschöner Ort mitten in der Natur gelegen lädt zum Wandern und Radfahren ein.

Goldener Grund Kloster Gnadenthal

Hessische Milch- und Käsestraße

Die Hessische Milch- und Käsestraße führt durch ganz Hessen zu Höfen, wo ihr neben den Menschen und den Tieren auch Molkerei-Produkte kennenlernen könnt. Im Kloster Gnadenthal befindet sich ein Bauernhof mit 40 Milchkühen. Der Stall ist offen zugänglich. Seit Juni 2019 ist das Kloster eine Etappe auf der Milch-Käsestraße Hessen. Selbstabholer können frische Rohmilch erwerben. Im Café gibt es weitere landwirtschaftliche Produkte.

Milch- und Käsestraße Hessen

Das Hofgut Gnadenthal betreibt ökologischen Landbau und ist Partnerbetrieb der Hessischen Initiative „Bauernhof als Klassenzimmer“. Einen kleinen Blick in den Stall sollte jeder werfen, der dort entlangkommt, denn die kleinen Kälbchen sind einfach nur niedlich anzusehen. Das Hofgut engagiert sich in der Umweltbildung und Landschaftspflege.

Kloster Gnadenthal Kälbchen

Rund um das Kloster Gnadenthal führt die 45 Kilometer lange Radrundtour durch das romantische Ems- und Wörsbachtal, welcher neben Bad Camberg, Selters, Brechen und Hünfelden auch aus dem Rheingau-Taunus-Kreis Idstein und Hünstetten mit einbezieht. Die Klosterkirche ist zudem offizielle Radwegekirche.

Goldener Grund Radrundweg Emsbach- und Wörsbachtal

Genießen im Gnadenthal

Vom Kloster weg geht es leicht einen Hügel hinauf, gesäumt von Obstbäumen. Holzbänke laden immer wieder zum Verweilen ein. Von oben gibt es einen herrlichen Blick über die Landschaft. Die Fachwerkhäuser des Klosters Gnadenthal leuchten inmitten der grünen Landschaft. Die Felder schimmern im Sommer golden vom Getreide. Am Horizont zieht der Wald entlang. Neben den optischen Sinnen duftet es nach Sommer und überall erklingt zirpen und Vogelzwitschern.

Goldener Grund Natur Erholung

Den Weg weiter entlang gelangt der Besucher zum Schwesterhaus und dem Haus der Stille. Diese zwei Häuser dienen als Gästeunterkünfte des Kloster Gnadenthal. Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges Zisterzienserinnen-Kloster und ist heute Zentrum der Ökumenischen Kommunität Jesus-Bruderschaft. Den Weg entlang geht es vorbei am Friedhof der Jesus-Bruderschaft, welcher sich in einer Senke befindet. Auf dem Grund der Senke steht ein großes Holzkreuz, um welches herum sich kreisförmig die Gräber anordnen. Daneben liegt eine Ackerfläche für Gemüseanbau. Alles scheint hier eins mit der Natur zu sein.

Informationen

Kloster Gnadenthal
Die Jesus-Bruderschaft ist eine kommunitäre Lebensgemeinschaft von Frauen, Männern und von Familien.
65597 Hünfelden

Homepage

 

 

 

Maislabyrinth Mensfelden

Outdoorspaß im Maislabyrinth Mensfelden

Ab dem 08. August 2025 geht es wieder los und das diesjährige Maislabyrinth lädt zum Entdecken ein. 

Von August bis Oktober gibt es einen herrlichen Outdoorspaß für die ganze Familie – dann lockt nämlich das Maislabyrinth bei Heckelmanns nach Mensfelden, einem Ortsteil von Hünfelden. Es ist das nördlichste Maislabyrinth im Taunus.

Maislabyrinth Mensfelden

Jedes Jahr bildet der Weg durchs Labyrinth neue Figuren, die auf Luftbildaufnahmen zu sehen sind. In den letzten Jahren gab es eine Entdeckung von Hessen mit dem Hessischen Löwen, ein riesen Fahrrad oder auch eine Ritterburg. Es ist immer wieder spannend, sich auf diese Reise in das Labyrinth zu begeben. Bereits nach kurzer Zeit verliert der eine oder andere die Orientierung in dem riesigen Feld.

Das diesjährige Motiv hat lehnt sich an 1250 Jahre Mensfelden an. Das verspricht Spaß.

Die Wege sind mit Stroh ausgelegt, so dass ein Abkommen vom Wege nicht geschieht. Diese sind sehr gut befestigt, so dass es sich auch nach einem Regenguss lohnt, das Feld zu besuchen, ohne mit zu dreckigen Schuhen wieder nach draußen zu kommen. In dem Labyrinth wartet eine Aussichtsplattform auf die Besucher, mit der man einen guten Blick über das Labyrinth hat und auf die Umgebung. Vor allem für Kinder ist es ein riesen Spaß. Maislabyrinth Mensfelden

Zwischendurch könnt ihr auch schon mal die Orientierung verlieren. Eine Empfehlung von mir – nehmt die Luftaufnahme zur Hand und mit ein wenig Kenntnis könnt ihr erkennen, an welcher Ecke der Burg ihr euch gerade befindet.

Maislabyrinth Mensfelden

Spass im Maislabyrinth Mensfelden

Aufgrund des Strohs auf den Wegen empfiehlt sich festes Schuhwerk, damit die Halme nicht in die Haut stechen. Für die Kinder ist es faszinierend,  nicht nur den Weg zu finden, sondern auch die Insekten zu entdecken, welche sich im Feld aufhalten. Ihr solltet 1,5 bis zwei Stunden für den Besuch einplanen.

Maislabyrinth Mensfelden

Das Maislabyrinth ist täglich von 9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr geöffnet, von Freitag bis Sonntag sowie Feiertags durchgehend ohne Mittagspause von 9 bis 18 Uhr geöffnet.  Gruppen können auch angemeldet werden. Eintritt kostet für Kinder 2,50 Euro, für Erwachsene 3,50 Euro. Eine Familienkarte (2 Erwachsene und Kinder) gibt es für 11 Euro. Kinder unter 5 Jahren sind frei. Für den Besuch solltet ihr mit 1,5 bis 2 Stunden rechnen, die ihr im Feld unterwegs seid.

Ich bin nicht das Maislabyrinth, ich schreibe nur darüber. Für nähere Informationen wendet Euch bitte an Heckelmanns direkt.



Nach dem Besuch im Maislabyrinth Mensfelden empfiehlt sich ein Besuch im Hofcafé von Heckelmanns mit was Kühlem zu trinken oder einem Stück Kuchen. Und wer dann noch Lust hat, kann auf den Mensfelder Kopf laufen und die Aussicht genießen. Auch im Weiltal gibt es seit 2024 ein Maislabyrinth, welches in Aulenhausen zum Entdecken einlädt.

Euch gefallen meine Tipps aus dem Landkreis? Dann freue ich mich, wenn ihr mir einen virtuellen Kaffee spendiert.

Maislabyrinth Mensfelden