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Autor: Heike Lachnit

Zeichen des christlichen Glaubens in Brechen

In der Gemeinde Brechen gibt es viele Bildstöcke, Heiligenhäuschen und Kapellen. Diese stehen zum Großteil unter Denkmalschutz. Sie sind ein Zeichen für den christlichen Glauben in der Gemeinde. All diesen Zeichen widmet sich jetzt ein Buch, welches kurz vor Weihnachten erschien.

„Sollen alle Knie sich beugen“ lautet der Titel des Bildbandes, welches die Gemeinde zusammen mit dem Gemeindearchiv herausgegeben hat. Die Realisierung erfolgte durch den Arbeitskreis Historisches Brechen, die Texte stammen von Ursula Königstein.

Buch Brechen

Zeichen des christlichen Glaubens

Der Bildband gibt einen Überblick über die Kapellen, Bildstöcke und Kreuze in der Gemeinde. Es sind verschiedene Beweggründe, die die Bürger bis heute dazu veranlassen, ihren Glauben in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Bildstöcke, Gedenksteine oder auch Kapellen stehen für die Frömmigkeit. Sie dienten dazu, ein Gelübde zu erfüllen, Verstorbener zu gedenken oder auch Gott nach Krankheit oder schlimmen Zeiten zu danken.  Sie laden bis heute zu einem stillen Gebet ein, zur Erinnerung oder zum Gedenken. Und neben dem Zeichen des Glaubens besitzen sie oftmals auch einen hohen künstlerischen Wert.

Bereits in einem Zeitungsartikel in den 1950er Jahren waren die Kapellen ein Thema. So wird in den Buch zitiert: „Oberbrechen, das große Dorf im Goldenen Grund, hat viele Wahrzeichen und Denkmäler christlichen Glaubens. Vier alte Kapellen stehen auf seinen Höhen, zahlreiche Bildstöcke, Stationen und Kreuze an seinen Straßen und Wegen.“ Die ersten Zeugnisse für den christlichen Glauben gehen auf das Jahr 1590 zurück. Doch bis in die Neuzeit haben sie Bedeutung für die Bürger.

Eintauchen in die Geschichte

Dieses Buch gibt nicht nur einen umfassenden Überblick zu den vorhandenen Werken in der Gemeinde. Zahlreiche Geschichten zu den Kunstwerken, zu ihrer Entstehung und ihren Hintergründen geben nicht nur einen Blick auf den christlichen Glauben, sondern sie gewähren auch einen Blick in die Geschichte der Gemeinde.

Diese Engelsfigur steht am Aufgang zur Berger Kirche. Früher stand er auf dem Eingangstor und hieß die Besucher der Kirche sowie des Friedhofes willkommen. Vor einigen Jahren versetzten ihn der Freundkreis Berger Kirche und gestaltete eine kleine Anlage um ihn herum. Doch er war nicht als Figur am Eingang gedacht. Wie alte Fotoaufnahmen zeigten, wurde er als Figur auf einem Grab geschaffen. Als dieses geräumt wurde, kam er erst in die Kirche, dann auf das Eingangstor bis er an seinen heutigen Platz gelangte.

Rundweg Berger Kirche

Engagement der Bürger

Obwohl die meisten Werke auf öffentlichem Grund stehen und die Pflege der Gemeinde obliegt, zeugen sie auch von dem großen Engagement der Brechener Bürger. Sie sorgen sich um die Pflege der Kapellen, Figuren und Kreuze – sei es die Bepflanzung, sei es die Entfernung von Moos. Sie reparieren Schäden. Und sie sammeln Geld, um kaputte Teile zu sanieren oder die Zeichen zu renovieren. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag, diese Zeichen der Vergangenheit für die Zukunft zu bewahren.

Der 80-seitige Bildband ist eine reiche Sammlung der öffentlichen Zeichen des christlichen Glaubens in der Gemeinde. Für die Brechener selbst, aber auch für die Menschen in der Region ist dies ein interessanter Bildband, der einiges Wissen vermittelt und den Leser auf eine faszinierende Reise mitnimmt.

Bei Ullrich Jung in Werschau und im Bürgerbüro im Rathaus gibt es das Buch zu erwerben.

Elz in alten und neuen Ansichten

Elz in alten und neuen Ansichten

Mit einem neuen Bildband von Elz gibt es mit Bildern aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute einen faszinierenden Blick, wie sich die Gemeinde im Wandel der Zeit entwickelt hat.

Verantwortlich für dieses fast 350-seitige Buch sind die drei Initiatoren Werner Geberzahn, Karl-Heinz Rörig und Otto Purtauf. Über zwei Jahre haben sie die verschiedenen Bilder und Dokumente zur Gemeinde gesichtet und sortiert. Am Ende kam ein beeindruckender Bildband heraus.

Bildband Elz

Alte Elzer können in Erinnerungen eintauchen. Aber auch für Zugezogene ist dies ein sehr interessantes Werk, denn es gibt nie gekannte Einblicke.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Jeder kennt den Ausspruch, dass ein Bild mehr sagt als 1.000 Worte. Daher ist dieses Buch hauptsächlich Bildband mit wenigen begleitenden Worten. Die Bilder wirken für sich in ihren Vergleichen von damals und heute. Ein Bild sagt sehr viel, wenn Häuser dicht an dicht auf einmal mit viel Raum dazwischen stehen. Oder jeder kann erkennen, dass der kleine, kurze Kirchturm aus dem 19. Jahrhundert inzwischen ein stattlicher Turm ist, der weit zu sehen ist.

Es ist wie eine kleine Zeitreise, wenn man über die Fachwerkhäuser und dem Aussehen der Pfortenstraße liest und das Bild der heutigen Pfortenstraße im Kopf hat. Da scheinen Welten dazwischen zu liegen. Über ehemalige Hausbesitzer gibt es genauso etwas zu erfahren wie über die Häuser und was sie heute beherbergen.

Dabei gibt es nicht nur Bilder der Häuser und Straßen zu sehen. Menschen auf den Bildern zeugen davon, wie sich die Menschen im Laufe der Zeit kleideten. Und das Buch ist sehr aktuell, denn das letzte Projekt, der Parkplatz in der Nähe vom Bürgerhaus findet sich bereits im Bildband wieder.

Elz in alten und neuen Ansichten

Für Jung und Alt ein absolut empfehlenswertes Buch, welches ein faszinierendes Eintauchen in die Elzer Geschichte ermöglicht.

Das Buch gibt es für 19,50 Euro bei Buch & Tee in Elz.

Elz in alten und neuen Ansichten

Unterwegs im Dom zu Limburg

Der Limburger Dom ist das Wahrzeichen der Region. Hoch thront er über der Lahn und ist von vielen Punkten aus wunderbar zu sehen. Mit einem besonderen Bildband haben sich jetzt die beiden Fotografen von One More Picture sich diesem Bauwerk genähert.

Das entstandene Werk „Unterwegs im Dom zu Limburg – Faszinierende Blickwinkel einer Kathedrale“ nimmt die Leser in Winkel des Domes mit, die nicht jeder zu sehen bekommt. De Texte zu den Fotos stammen aus der Feder von Dr. Bernd A. Weil.

Ein Besuch im Dom gehört wohl bei jedem Trip nach Limburg dazu. Mit seiner Farbpracht ist er eine imposante Erscheinung. Doch nicht jeder kommt nicht in alle Ecken, wie diese beiden Fotografen, so dass dieses Werk eine tolle Ergänzung nach einem Besuch ist. Zudem präsentiert sich die Kathedrale immer wieder neu, je nach dem, wie das Licht durch die Fenster hineinfällt. Diese verschiedenen Stimmungen haben Thorsten Wagner und Alexandra Michel auf wunderbare Weise eingefangen, so dass ihr Werk durchaus als Liebeserklärung an das Gebäude bezeichnet werden kann.

Fotoband mit neuen Einblicken

Nach den Bildbänden „Unterwegs in Limburg“ und „Unterwegs im Goldenen Grund“ ist dies der dritte Fotoband, den die beiden Künstler gestalteten. Dank dem Domküster Bruder Elmar Moosbrugger konnten sie das Bauwerk in seiner ganzen Schönheit entdecken.

Von Stiftkirche zum Dom

Der Limburger Dom wird nach seinem Schutzpatron St. Georg auch Georgsdom genannt. Ursprünglich Stiftskirche wurde die Kirche erst 1827 die Kathedralkirche des Bistums Limburg. Dies macht den Dom zu einen besonderen Kirchenbau. Ein Dom besitzt normalerweise kein Taufbecken. Doch der Limburger Dom besitzt eines, denn er war vorher Pfarrkirche. Zudem ist der Limburger Dom die einzige deutsche Kirche mit sieben Türmen.

Im 9.Jahrhundert begannen die Menschen mit dem Bau der Kirche auf dem Felsen hoch über der Lahn. Romanische und gotische Elemente sind in dem Bau vereinigt. Insgesamt gab es vier Bauphasen an diesem Kirchenbau. Die ältesten Elemente, welche heute noch zu sehen sind, sind die Fresken, die sich auf Original-Putz des 13. Jahrhunderts befinden. Und so nimmt das Buch mit seinen Fotografien den Betrachter auch auf eine geschichtliche Reise mit. Das älteste erhaltene Bauteil ist ein Bauholz im fünften Geschoss des Nordturms aus dem Jahr 1231. Und so ist das Buch nicht nur eine Liebeserklärung zu dem Gebäude, sondern auch eine kleine Geschichtsreise. Und es offenbart Details, die nicht jedem bekannt sind. Mit ein wenig Zeit lässt sich Neues entdecken.

Das Bildband zum Dom sowie die Bildbände aus der Region erhaltet ihr direkt auf der Seite der beiden Künstler – Wagner& Wagner.Art

Krippenausstellung im Diözesanmuseum Limburg

Das Diözesanmuseum lädt zum Jahresende zu seiner Krippenausstellung ein. Diese trägt den Titel „…weil in der Herberge kein Platz für sie war“ und schlägt einen Bogen vom 14. Jahrhundert bis heute. Damit zeigt sie den Wandel in der Kunst, in der Gesellschaft und schlägt einen Bogen von damals bis heute in der Flüchtlingsproblematik.

Krippenausstellung Diözesanmuseum

Damals wie heute

Die Weihnachtsgeschichte ist nicht nur Maria und Josef im Stall, in der Krippe das Jesus-Baby und Haustiere drumherum. Eine romantische Vorstellung, doch eigentlich nur der Mittelpunkt in einer Flüchtlingsgeschichte, welche die kleine heilige Familie durchläuft. Die kleine Familie mit der hochschwangeren Maria macht sich auf Befehl von Kaiser Augustus auf den Weg nach Bethlehem. Dort finden sie nirgendwo eine Herberge und können am Ende in einem Stall übernachten, in welchem auch Jesus zur Welt kommt. Nicht lange können sie dort bleiben, denn sie müssen nach Ägypten fliehen, weglaufen vor König Herodes.

Auch heute gibt es Flüchtlinge und das Thema dringt immer wieder in unser Bewusstsein. Menschen flüchten vor Krieg, auf der Suche nach einem besseren Leben. Und dies nimmt das Diözesanmuseum in seiner Ausstellung mit auf und schlägt einen großen Bogen über 2000 Jahre zurück. Im Vordergrund die heilige Familie, im Hintergrund Fotos aus den Flüchtlingslagern. Jedem ist Moria in Griechenland ein Begriff oder die aktuell menschenunwürdigen Zustände an der polnisch-belarussischen Grenze.

Glasfenster der Herzenbergkapelle Hadamar

Wandel der Gesellschaft

Doch die Ausstellung zeigt noch mehr. Die Darstellung der heiligen Familie im Wandel der Zeit zeigt auch einen Wandel in der Rolle der Figur Josef. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war die Herbergssuche in den Darstellungen nie Thema gewesen. Und Josef wandelte sich von einer Randfigur zum Macher und Gestalter. Am Anfang weniger Teil der Familie wurde er ab dem 18. Jahrhundert zur handelnden Figur.

Neben den geschichtlichen und gesellschaftlichen Aspekten der Ausstellung besticht sie auch durch ihre zahlreichen Einzelheiten und Schönheiten. Ein Blickfang ist immer wieder die Neapolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert, welche neben der Geburt Jesu auch viele Einzelheiten des alltäglichen Lebens zeigt.

Neapolitanische Krippe

Skulpturen, Holzschnitte und Zeichnungen nähern sich unterschiedlich der Thematik. Krippenfiguren waren häufig Gebrauchsgegenstände und wenn man sich diese Figuren genau betrachtet, erkennt man auch, dass Teile von ihnen mit der Zeit abgebrochen und nun wieder restauriert worden sind. Es ist eine Ausstellung, die sich um die Weihnachtszeit sehr lohnt und die ich sehr empfehlen kann.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bis zum 30.Dezember geöffnet. Danach schließt das Museum bis zum 1. April.

Das Museum ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

Dienstag bis Samstag 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
Sonn- und Feiertags  11 bis 17 Uhr

Am 24. und 25. Dezember ist das Museum geschlossen

Mehr findet ihr auf der Homepage des Museums.

regional einkaufen

Regional einkaufen in Limburg-Weilburg

Frisches Obst und Gemüse, gute Haltungsbedingungen von Tieren – zu wissen, wo die Lebensmittel herkommen, spielt bei den Verbrauchern eine immer größere Rolle. Auch in Limburg-Weilburg gibt es zahlreiche Landwirte, welche ihre Produkte direkt vermarkten. Die regionale Wirtschaft im ländlichen Raum wird damit gestärkt, lange Transportwege reduziert und das Bewusstsein für unser Lebensumfeld gestärkt. Zudem ist es ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Anbei eine kleine Übersicht zu den Direktvermarktern.

Was ich sehr schön finde bei einem Einkauf direkt vor Ort, dass ich mit den Landwirten und Erzeugern ins Gespräch kommen kann. Fragen werden direkt beantwortet. Sie bieten Führungen an, um Einblicke zu gewähren. Jeder hat die Möglichkeit zu erfahren, wo die Produkte herkommen.

Limburger Schafsbergimkerei

Im Lahntal rund um Limburg herum stehen die Bienenvölker der Limburger Schafsbergimkerei von Stefan Becker. Es handelt sich um eine Freizeit-Imkerei, die regionalen Honig produziert. Und so lautet ihr Slogan auch: „Das schmeckt nach Heimat.“

Homepage

Biolandhof Faulbach

Im Hadamarer Ortsteil Faulbach befindet sich der Biolandhof von Eckard Egenolf. Seit 1984 hat Egenolf einen Bioland-Betrieb und in seinem Laden gibt es Fleisch- und Wurstwaren, Getreide, Kartoffeln, Kürbisse und Zwiebeln aus eigener Produktion, ergänzt durch ein vollwertiges Bioladensortiment.

Sehr zu empfehlen ist auch ein Besuch im Scheunen-Café.

Homepage

Harvesterhof Linter

Wer selbst nicht vor Ort einkaufen kann, jedoch von Regionalität profitieren möchte, ist beim Harvesterhof in Linter richtig. Dieser bietet „Die frische Erntekiste“ an – entweder Obst oder Gemüse oder gemischt. Diese wird direkt an die Haustüre geliefert.

Eigene Erzeugnisse werden durch regionale Produkte ergänzt, so dass der Harvesterhof eine breite Palette anbieten kann.

Homepage

Straußenfarm Thalheim

Etwas außergewöhnliches gibt es auf der Straußenfarm Sabel in Thalheim – neben der Haltung von Straußen werden auch ihre Produkte angeboten. Dazu gehören neben dem Fleisch und den Eiern auch Leder- sowie Dekoartikel.

Im Sommer können die 50 bis 70 Tiere ebenfalls besucht werden und es gibt viel Wissenswertes über diese Laufvögel zu erfahren.

Homepage

Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof

Die Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof ist ein Lehr- und Versuchsbetrieb für ökologischen Landbau der Justus-Liebig-Universität Gießen. Zudem bildet er in verschiedenen landwirtschaftlichen Bereichen aus.

Zahlreiche landwirtschaftliche Produkte wie Getreide, Kartoffeln, Eier, Apfelsaft und Wurst gibt es im Gladbacher Hofladen zu erwerben.

Internet

Ägidiushof Dernbach

Der landwirtschaftliche Familienbetrieb Ägidiushof Dernbach befindet sich in Beselich-Obertiefenbach. Es handelt sich um einen Familienbetrieb, der seine Tiere artgerecht und naturnah hält. Dazu gehören Schwein, Schafe und Geflügel.

Auf Vorbestellung gibt es frisches Bio-Geflügel. Täglich gibt es frische Eier und auch Nudeln und Fruchtaufstriche erhaltet ihr dort.

Homepage

Meat by Nature

Auf Hof Birkeneck in Hadamar-Steinbach gibt es Fleisch „Meat by Nature“. Mit Freilandhaltung geht der ausgezeichnete Betrieb neue Wege und bietet seine Fleischerzeugnisse direkte vom Hof an.

Zudem gibt es die Produkte auch in der ersten digitalen Metzgerei „May Metzger“ in Weilburg.

Homepage

Meat by nature

Kornbrennereien

Unsere Region ist für ihren guten Schnaps bekannt und es gibt einige Kornbrennereien, die ihre Produkte aus eigenem Getreideanbau erzeugen. Vor allem in Hünfelden-Dauborn finden sich viele Brennereien.

Die Kornbrennerei Heimann erzeugt seit 1733 in der neunten Generation ihre Produkte. Ebenfalls in Dauborn sitzt die Kornbrennerei Jäger, welche zusätzlich durch Mutterkuhhaltung auch Fleisch produziert. Im eigenen Kupferbrenner brennt die Kornbrennerei Kilian seit vielen Generationen ihren Korn.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in die Vielfalt der Region. Die ganze Broschüre für das Nassauer Land, welche neben dem Landkreis Limburg-Weilburg auch Wiesbaden und den Rheingau-Taunus beinhaltet, findet ihr hier.

Pilzfarm Noll

Wer auf leckere Pilze steht, dem kann ich ein Besuch der Pilzstube in der Pilzfarm Noll empfehlen. Jeden Sonntag vom 1. Mai bis Ende Oktober öffnet sie ihre Türen und es gibt leckere Pilzgericht. Auch ein Stöbern im Hofladen kann ich sehr empfehlen. Die Pilzfarm habe ich besucht, mehr darüber erfahrt ihr hier.

Mehr zu der Ökomodell-Region Nassauer Land findet ihr hier.

Römer 2-4-6 – Das älteste freistehende Fachwerkhaus

Ein ganz besonderes Gebäude findet sich in der Limburger Altstadt – der Römer 2-4-6. Noch ist er für Besucher nicht zugänglich, doch dies kann sich bald ändern.

Bei einem Besuch in Limburg führt kein Weg am Römer 2-4-6 vorbei. Über die Alte Lahnbrücke geht es in die Altstadt hinein. In der Erbach geht es rechter Hand Richtung Dom und in der Kurve befindet sich das wohl älteste, freistehende Fachwerkhaus in Deutschland. Lange Zeit in Fremdnutzung macht sich die Stadt gerade auf den Weg, dieses Gebäude, was bereits von außen die Neugierde weckt, für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es reiht sich ein in das wunderbar erhaltene Fachwerkensemble der Altstadt.

Älteste freistehende Fachwerkhaus

Mit dem Baujahr 1289 zählt der Römer 2-4-6 zum ältesten freistehenden Fachwerkhaus in Deutschland und damit hat das Gebäude eine große nationale Bedeutung. Jahrelang befand sich in dem Gebäude das Zentrum der Deutschen Chormusik. Doch die Papiere der Noten wurden zu schwer für das Gebäude und entzogen zudem dem Fachwerk die Feuchtigkeit. Derzeit steht das Gebäude leer, doch in Zukunft soll es für alle zugänglich sein. In den Räumen soll eine Ausstellung zur Geschichte des Hauses, zum Fachwerk allgemein und zum Fachwerk aus Limburg im speziellen verwirklicht werden.

Seit 1986 gilt das Gebäude als Objekt mit besonderer nationaler und kultureller Bedeutung. Alleine durch seine Größe wirkt es sehr imposant, gehört es doch mit zu den größten Häusern in der Altstadt.

Römer 2-4-6
Eingang zum Römer 2-4-6

Geschichte vom Römer 2-4-6

Das Gebäude ist ein gotisches Fachwerkhaus, dessen älteste Teile auf das Jahr 1289 datiert werden können. Somit zählt es mit zu den ältesten, freistehenden Fachwerkhäusern in Deutschland und auch das älteste Fachwerkhaus in Limburg.

Die Nummer 2-4-6 bezieht sich darauf, dass es früher drei Wohnabschnitte gab. Nur über eine Treppe gelangt der Besucher vor die Eingangstür. Öffnet sich diese, gelangt man in eine große Eingangshalle, welche sich über zwei Stockwerke erstreckt. In der Ecke steht derzeit noch die Originalskulptur von Georg, dem Drachentöter, welche vom Brunnen auf dem Neumarkt bekannt ist.

Im Römer 2-4-6

Bereits vorher befand sich an dieser Stelle ein Haus, welches jedoch 1289 einem Stadtbrand zum Opfer fiel. Auf dem Kellersockel wurde im gleichen Jahr ein zeittypischer Ständerbau errichtet. Auch wenn die genauen Besitzverhältnisse unklar sind, lassen Funde jüdischer Kultstätten sowie ein der Schacht eines jüdischen Kultbades (Mikwe) im Keller darauf schließen, dass es ein jüdischer Bauherr war.

Darstellung des Gebäudeensembles im 13. Jahrhundert

Von reich zu arm

Um 1349 wurden die Juden aus Limburg vertrieben und das Gebäude gelangte in den Besitz wohlhabender Patrizierfamilien. Darauf lassen aufwändige Renovierungen zwischen 1581-1583 schließen. Um 1660 fand eine erste Teilung in zwei Wohnabschnitte statt und im 18. Jahrhundert eine weitere Teilung in nun drei Wohnabschnitte. Jeder Wohnabschnitt hatte ein eigenes Treppenhaus. Es fand ein sozialer Niedergang in der Nutzung statt und ab 1872 wurde die nördliche Haushälfte als Armenhaus genutzt.

Dazwischen gab es immer wieder Umbauten und Sanierungen ohne Konzept, welche die Statik stark gefährdeten. Erst in der zeit von 1986 bis 1989 fand eine umfassende Sanierung nach archäologischen und bauhistorischen Untersuchungen statt.

Römer 2-4-6

Heute ist der Römer 2-4-6 ein großformatiges, dreigeschossiges Fachwerkhaus. Die Giebelseite mit Eingang besticht durch ein aufwendiges Fachwerk. Auf der Südseite gibt es teilweise eine zweigeschossige Bruchsteinmauer. Die Nordseite zeigt bis heute unverfälscht ihr Anlitz aus dem 13. Jahrhundert. Laut dem Landesamt für Denkmalpflege ist der Römer 2-4-6 ein „Denkmal profaner Baukunst von nationaler Bedeutung“.

Neben dem bauwerklichen Einblick steht dieses Gebäude auch für die wechselvolle städtische wirtschaftliche und soziale Geschichte. Und diese soll jetzt, wenn es nach der Stadt geht, in einer Ausstellung für jeden zugänglich gemacht werden.

Geplante Ausstellung im Römer 2-4-6

Seit vielen Jahren begleitet das Freie Institut für Bauforschung und Dokumentation in Marburg (IBD) die Arbeiten an den Fachwerkhäusern in Limburg. Das Institut hat jetzt auch ein erstes Konzept für den Römer 2-4-6 erarbeitet. An dieser Stelle sollen gebündelt Informationen zum Thema Fachwerk entstehen. Damit soll das Denkmal nach vielen Jahren Fremdnutzung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Große Eingangshalle im Römer 2-4-6

Durch die umfangreichen Untersuchungen weiß man inzwischen, dass Limburg neben Esslingen am Neckar die Stadt mit den meisten Fachwerkbauten des 13. Jahrhunderts ist. Dies sei ein Alleinstellungsmerkmal, was bisher immer ein wenig zu kurz kam. Neben dem Keller und dem Dach gibt es drei weitere Ebenen. Alle Ebenen sind in das Ausstellungskonzept mit einbezogen.

Geschichte des Fachwerks

Der Keller für sich alleine ist bereits absolut sehenswert. Über einige Stufen geht es nach unten und man gelangt in ein riesiges Gewölbe, in dessen Mitte sich ein Mikwen Schacht befindet. Eine Mikwe ist ein jüdisches Tauchbad für die rituelle Reinigung.

Das Erdgeschoss soll die Geschichte des Gebäudes selbst aufzeigen. Im ersten Obergeschoss soll es um Fachwerkbauten in Limburg gehen. Im zweiten Obergeschoss soll das Limburger Fachwerk im Vergleich zu anderen Fachwerkbauten eine Rolle spielen. Hier sind Wechselausstellungen vorgesehen. Und unterm Dach geht es dann um die Dachkonstruktion. Im Dachgeschoss können sich maximal zehn Personen gleichzeitig aufhalten.

Mit einer solchen Ausstellung erhält die Stadt einen weiteren Baustein für seinen Tourismus und zudem erhält das Fachwerkhaus dadurch eine gute Würdigung. Wann es soweit ist, ist derzeit noch nicht absehbar.

Ihr möchtet noch mehr in Limburg erleben? Ich habe 101 Dinge aufgeführt, die man in Limburg gemacht haben muss. Mehr zum Tourismus in Limburg erfahrt ihr auf der Homepage der Stadt.

Römer 2-4-6

 

 

Radeln und Picknick an der Lahn

Nachdem der Sommer nicht sehr einladend war, gibt der September nochmal alles und lockt nach draußen. Passend zum Start des Stadtradelns im Landkreis möchte man bei den sommerliche Temperaturen etwas in der Natur erleben. Wir haben am Wochenende einen Fahrradausflug mit einem Picknick an der Lahn verbunden.

Das Stadtradeln geht zum 14. Mal an den Start. Mit am Start sind in diesem Jahr der Landkreis Limburg-Weilburg sowie einige Kommunen. Die nächsten drei Wochen könnt ihr kräftig in die Pedalen treten und etwas für die Umwelt sowie eure Gesundheit tun.

Stadtradeln und Picknicken

Wir nutzten das schöne Wetter am Wochenende für einen Ausflug entlang der Lahn. Von Elz nach Limburg ging es auf dem Fernradweg R8 und in Limburg gelangten wir über die erste Fahrradstraße der Region an die Lahn. Erst im Juli wurde der Schleusenweg als Fahrradstraße eingeweiht. Dies bedeutet, auf dieser Straße haben Fahrradfahrer Vorfahrt, dürfen nicht überholt werden und dürfen auch nebeneinander herfahren. Sie genießen einen besonderen Schutz.

Von der Einmündung zur Westerwaldstraße bis hin zum Campingplatz ist ein sehr angenehmes Fahren möglich und wir kamen uns mit den Fußgängern nicht auf dem schmalen Leinpfad nicht ins Gehege. Die klare Beschilderung sowie die großen Zeichen auf der Straße unterstützen eine gute Orientierung. Nur schade, dass es noch immer Radfahrer gibt, die auf den Leinpfad abbiegen, obwohl dieser den Fußgängern vorbehalten ist.

Weiter ging es am Campingplatz vorbei und unter der ICE-Brücke durch. Unsere Tour führte uns bis nach Dietkirchen. Leider hatten wir nicht bedacht, dass an dem Wochenende die Ruderregatta war, so dass viel Betrieb an der Lahn war. In Dietkirchen fuhren wir über die Kurt-van-der-Burg-Brücke und fanden auf der anderen Lahnseite ein ruhiges Plätzchen zum picknicken. Im Schatten einiger Bäume breiteten wir unsere Picknickdecken aus und genossen den Tag.

Mit herrlichen Blick auf die Lahn und das rege Treiben der Ruderer sowie auf die Lubentius-Kirche ließ sich ruhig die Zeit vertreiben.

Lubentius Kirche

Am Vortag besuchten wir den Wochenmarkt in Limburg und deckten uns mit Köstlichkeiten ein, welche wir uns in diesem herrlichen Ambiente schmecken ließen. Keine Hektik, den Tag an einem vorbeiziehen lassen, das ist wie ein kleiner Urlaub, direkt vor der Haustür. In den Pausen der Regatta kamen die Kanuten an uns vorbei und es ergab sich manch kleiner Plausch.

Auf dem Weg zurück machten wir noch eine kleine Pause im Camping Resort Limburg. Der Biergarten lädt zum Verweilen ein und ist für jeden, der dort entlang kommt, geöffnet.

Stadtradeln für die Umwelt

Für unser Konto zum Stadtradeln konnten wir an diesem Tag rund 19 Kilometer mit dem Fahrrad verbuchen. Dies entspricht einer CO2-Vermeidung von rund drei Kilogramm.

An der bundesweiten Aktion Stadtradeln nehmen in diesem Jahr über das ganze Jahr 2.172 Kommunen mit 682.171 Radelnden teil. Man kann alleine oder im Team sich für seine Kommune registrieren und genau sehen, was man selber fährt und was die anderen fahren. Im Landkreis sind 342 Personen aktiv mit dem Rad unterwegs in 105 Teams.

Ursprünglich war das Stadtradeln 2008 für Kommunalpolitiker angedacht. Indem sie sich in den Sattel schwingen, nehmen sie einen neuen Blickwinkel für das Thema Radfahren ein. Im Landkreis nehmen derzeit 19 Kommunalpolitiker an der Klimaaktion teil. Zudem können mit der App der Kommune und dem Landkreis auch direkt Störstellen auf der Radstrecke wie Schlaglöcher oder riskante Verkehrsführungen gemeldet werden. Insgesamt kann dadurch auch die Rad-Infrastruktur vor der eigenen Haustür verbessert werden.

Tierpark Weilburg

Wildpark Tiergarten Weilburg

Der Wildpark Tiergarten Weilburg ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Mitten in der Natur gelegen, gibt es neben den Tieren auch vieles über die Natur und das Ökosystem zu lernen.

Tierpark Weilburg

Possierliche Fischotter, Braunbären und freche Ziegen gibt es in der Anlage zu entdecken. Es ist sehr interessant, die vielen verschiedenen Tiere beim Schlafen, Putzen oder Fressen zu beobachten.

Der Wildpark Tiergarten Weilburg hat eine lange Geschichte. Er entstand als herzoglicher Tiergarten und wird heute vom Forstamt Weilburg betrieben. Es ist ein naturnaher Ort, welcher zum Schauen, Lernen und Entspannen einlädt.

Tierpark Weilburg

Der herzogliche Tiergarten

Alles begann 1590, als Graf Albrecht von Nassau und Saarbrücken östlich von Weilburg sein eigenes Damwild hielt. Ab 1685 ließ Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg dieses Gelände sowie zusätzliche Flächen durch einen Holzzaun einfrieden und der Tiergarten war geboren. Später wurde der Holzzaun durch eine Bruchsteinmauer ersetzt, die bis heute die 92 Hektar Tiergarten umfasst. Lange Zeit wurde dieser Tiergarten zu jagdlichen Zwecken genutzt.

Wildpark Weilburg

Ab 1732 setzte Fürst Karl August, Sohn des Grafen Johann Ernst den Ausbau weiter fort. Anstelle eines Tiergärtnerhauses baute er einen großen Gutshof, neue Wirtschaftsgebäude kamen hinzu. Ab 1860 fand erstmal nur eine reine forstwirtschaftliche Nutzung statt, bis sich die hessische Forstverwaltung 1969 dazu entschloss, einen Tiergarten anzulegen. Dieser wurde 1970 für die Öffentlichkeit eröffnet.

Tier- und Landschaftserlebnis

Viele Tiere locken in den Tierpark Weilburg. Stundenlang möchte man die Fischotter beobachten, welche Rückwärtssprünge ins Wasser machen oder sich auf der Wiese aalen. Die gemütlichen Braunbären sind recht posierlich, wenn sie auf ihrem Po sitzen und die Sonne genießen.

Wildpark Weilburg

Mit offenen Augen geht es durch das Dam- und Sikawild-Gehege, um diese Tiere aufzuspüren, welche dann plötzlich vor einem stehen. Faszinierend ist der Nachwuchs der Auerochsen, wenn er ausgelassen über die Wiese springt. Viele Tierarten haben unsere Ahnen noch in Deutschland erlebt wie die Wildkatze oder den Luchs. Manchmal muss man sich ein wenig Zeit vor den Gehegen nehmen, um die Tiere zu entdecken, weil sie gerade in einer Kuhle liegen und ihr Fell die perfekte Tarnung bietet. Insgesamt 20 verschiedene Tierarten warten auf die Besucher.


Doch neben den Tieren gibt es noch viel mehr zu entdecken. Auf dem Gelände befinden sich Eichen, die noch aus der Zeit stammen, als der Garten angelegt wurde. Die pittoresken Wälder wechseln sich mit glitzernden Wasserflächen und grünen Wiesen ab. Die Besucher erfahren etwas über die Wichtigkeit von Totholz für das Ökosystem, über die Vielfalt an Pilzen oder auch einiges zu den Bäumen auf einem Baumlehrpfad.

Dabei geht es nicht nur darum, die Tiere vorzuzeigen. Der Wildpark beteiligt sich auch an Artenschutzprojekten wie die Wiederansiedlung von Wildkatzen im Bayerischen Wald. Auch unterstützt der Wildpark Erhaltungszuchtprogramme für vom Aussterben bedrohte Tierarten.

Im ganzen Park laden Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein. Bei einem Picknick können die Tiere beobachtet werden und es gibt viel in der malerischen Umgebung zu entdecken. Selbst ausgehöhlte Baumstümpfe mit Moos bewachsen ziehen die Augen an.

Informationen zum Tiergarten Weilburg

Anschrift

Tiergartenstraße
35781 Weilburg
Telefon 06471 626284

Öffnungszeiten

Der Tierpark Weilburg ist das ganzen Jahr geöffnet.

Montag bis Sonntag
März bis Oktober 9 bis 18 Uhr
November bis Februar 9 bis 16.30 Uhr

Nach Kassenschluss ist der Park jeweils noch eine Stunde lang geöffnet! 

Eintrittspreise

Erwachsene 7 Euro
Kinder 4-14 sowie Schüler, Studenten 3,50 Euro
Tageskarte Familien (Eltern mit Kindern) 19 Euro

Weitere Informationen

Weitere Informationen findet ihr auf der Internetseite vom Wildpark. Der Rundweg durch den Wildpark ist drei Kilometer lang. Am Eingang und beim Bauernhof wartet ein Kinderspielplatz sowie die Möglichkeit, etwas zu essen und zu trinken.

Die breiten Naturwege sind gut befestigt und sind gut befahrbar. Jedoch müssen Besucher einige Höhenmeter überwinden, so dass es manche Wege steil nach oben und wieder nach unten gehen. Im Tiergarten selbst beim Kinderbauernhof sowie vor dem Eingang gibt es die Möglichkeit, bei einem kleinen Imbiss, Kaffee und Kuchen zu verweilen.

Tierpark Weilburg

 

Weilburger Modellbaupark

Weilburger Modellbaupark – Leben in Miniatur

Direkt an der Lahn findet sich eine andere Welt. Diese in Miniatur zu erleben – dies ist möglich im Weilburger Modellbaupark.

Der Modellbaupark in Weilburg öffnet nur an einigen Wochenenden im Jahr. Dann sind neben Gastfahrern auch Besucher herzlich willkommen. Jeder kann die kleine, feine Miniaturwelt live erleben.

Die Saisoneröffnung im Jahr 2026 ist am Wochenende 09./ 10. Mai 2026 und es findet die erste Nachtfahrt statt. Ein Besuch des Modellparks ist sehr zu empfehlen.

Weilburger Modellbaupark

Seit Mai 2003 ist der Modellbaupark für Besucher geöffnet. Die Erfolgsgeschichte begann schon sechs Jahre früher. Bereits seit 1997 haben sich begeisterte Modelbauer zu einem Team zusammengeschlossen. Was als Hobby begann, ist inzwischen eine touristische Attraktion direkt an der Lahn. Auf 2.500 Quadratmetern präsentiert sich eine kleine Welt maßstabgetreu im Format 1:8. Wie Gulliver unter Liliputanern fühlt sich der Besucher, wenn er den Rundweg um die Miniaturwelt herumgeht. Sie können auf Dächer schauen, Figuren erscheinen wie Ameisen und LKWs, welche im wahren Leben riesig sind, fahren einen durch die Beine hindurch.

Liebe zum Detail

Die Häuser und Fahrzeuge im Weilburger Modellbaupark sind in liebevoller Kleinarbeit nachgebaut wurden und wirken wie echt, nur eben in klein. Alle Wege, welche sich im inneren des Rundweges befinden, werden von den Mitgliedern mit ihren Miniaturfahrzeugen selbst gebaut. Erdarbeiten führen die Baggerfahrer mit ihren Baggern durch. Sie transportieren den Erdaushub, kleine Baumstämme sowie weitere Baustoffe über das gesamte Areal. Dabei haben sie eine komplexe Fernbedienung in der Hand. Ihre Finger bewegen sie dabei nur ganz leicht, um eine größere Bewegung des Modellfahrzeuges zu bewirken.

Jedes Jahr erweitern die sie die vorhandene Miniaturwelt um weitere Attraktionen. Und die Zuschauer können an den offenen Wochenenden live dabei sein, wenn etwas Neues entsteht. In liebevoller Kleinarbeit bauen die Modelfreunde Straßen, Wege und Brücken auf dem Gelände auf. Gerne geben sie Einblicke in ihre Arbeit, beantworten jede Frage, die man hat. Wer dem gleichen Hobby verfallen ist, kann als Gastfahrer vorbeischauen und mit seinen eigenen Fahrzeugen im Park unterwegs sein.

Auf dem Gelände gibt es ebenfalls eine mit Benzin betriebene Diesellok, die zu einer Rundfahrt einlädt. Mit ihr geht es über Bahnübergänge, an Seen entlang. Ein kleines Dorf rauscht an der Bahn vorbei, die Lok passiert die Feuerwehr, eine Tankstelle sowie eine Polizeistation. In dieser kleiner Welt in der Hainallee nahe der Lahn gibt es einen faszinierenden Einblick in das Hobby „Modellbau“ und mit den Modellfahrern kann man recht schnell ins Gespräch kommen.

Der Besuch im Weilburger Modellbaupark lässt sich sehr gut mit einer Fahrt mit dem historischen Rollschiff über die Lahn verbinden sowie einem Spaziergang um die Hauseley-Felsen.

Informationen Weilburger Modellbaupark

Öffnungszeiten

09.05.2026 13 – 22 Uhr mit Nachfahrt
10.05.2026 10 – 17 Uhr

Fahrbetrieb

06.06.2026 10 – 17 Uhr
07.06.2026 10 – 17 Uhr

04.07.2026 10 – 17 Uhr Sommertreffen

05.07.2026  10 – 17 Uhr

01.08.2026 10 – 17 Uhr
02.08.2026 10 – 17 Uhr

30.08.2026 10 – 17 Uhr mit Kindertag

05.09.2026 13 – 22 Uhr mit Nachtfahrt
06.09.2026  10 – 17 Uhr

03.10.2026 10 – 17 Uhr
04.10.2026 10 – 17 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene 4 Euro
Kinder 3-14 Jahre 2,50 Euro
Familien 12 Euro
Gastfahrer 13 Euro/ Tag

Weitere Informationen auf der Homepage

Euch gefallen meine Tipps aus dem Landkreis? Dann freue ich mich, wenn ihr mir einen virtuellen Kaffee spendiert.

Weilburger Modellbaupark

Hauseley-Felsen Weilburg

Spaziergang um die Hauseley-Felsen in Weilburg

Die Hauseley-Felsen in Weilburg sind eine interessante Felsformation an der Lahn. Auf der einen Seite lockt gerade noch die Altstadt mit dem barocken Schloss. Wenige 100 Meter weiter schlängelt sich die Lahn entlang und es lockt ein Spaziergang durch die Natur.

Von der Altstadt kommend sind wir den Weg zur Hainallee runtergelaufen. Der Weg führt direkt zu einer Brücke über die Lahn. Diese Brücke wurde 1708/10 als Träger für Wasserleitungsrohre erbaut. 1784 stürzte die ursprüngliche Brücke ein und wurde danach als Kettenbrücke wieder aufgebaut. 1934 fand eine Umgestaltung der Brücke statt. Dieser Wanderweg ist ein Teil des Naturpark Taunus.

Hauseley Felsen Brückenkopf Lahn

Brücke über die Lahn
Brücke über die Lahn bei der Hainallee

Gerade noch in der Stadt befindet ihr euch mit der Überquerung der Brücke in der Natur. Direkt am Wasser führt ein Weg entlang, den ihr auf eigene Gefahr gehen könnt. Dieser ist jedoch sehr gut zu laufen. 700 Meter Lahn abwärts kommt ihr zum historischen Rollschiff Weilburg, mit dem ihr auf einzigartige Weise die Lahn wieder überqueren könnt. Nicht direkt an der Lahn entlang, sondern etwas weiter oben führt der Lahnwanderweg entlang, der diesen Weg am Ufer bei der Anlegestelle des Rollschiffes wieder quert.

Lahnblick

Wanderweg Lahn

Wenn ihr den Weg am Ufer nutzt, kommt ihr an den Hauseley-Felsen vorbei und könnt über eine Rundbrücke zwischen Felsen und Lahn entlang gehen. Und obwohl die Stadt ganz nahe ist, ist von einem städtischen Leben dort nichts zu spüren.

Felsformation Hauseley-Felsen

Bei dem Hauseley-Felsen oder auch Hauslei-Felsen handelt es sich um das saure Vulkangestein Keratophyr, auch Lahnporphyr genannt. Teilweise wird dieses Gestein von Roteisenstein, Tonen und kalkigem Material durchzogen. Beim genauen Hinschauen sieht der Felsen aus wie ein Gemisch aus Basalt und Schiefer. Besonders Flechten lieben diese Gesteinsart.

Hauseley-Felsen Weilburg

Der Name setzt sich aus „Haus“ wie Wohnen und „ley“ wie Felsen zusammen und bedeutete ein sicherer Ort zum Wohnen. Es ist ein spektakulärer Abschnitt an der Lahn mit der Einladung zum Fotografieren. Dieser Bereich wirkt teilweise wild und unberührt. Jedoch sollte sich im Vorfeld informiert werden, ob der Weg frei ist.

Hauseley-Felsen Weilburg

Hauseley-Felsen Weilburg

An der Anlegestelle für das Rollschiff müsst ihr auf euch aufmerksam machen und winken. Dann holt euch der Kapitän am Wochenende über die Lahn. Ihr könnt aber auch den Lahnwanderweg weiter gehen bis nach Odersbach.

Rollschiff Weilburg
Für die Überfahrt wartet das Rollschiff Weilburg

„Im Bangert“ stehen Parkplätze zur Verfügung. Von dort könnt ihr in die Altstadt laufen – erstmal den Berg hinauf und dann wieder zur Lahn Richtung Hainallee hinunter. In der Hainallee befindet sich ebenfalls der Weilburger Modellbaupark, der mehrmals im Jahr seine Pforten öffnet.



Mehr zu den Sehenswürdigkeiten in und um Weilburg findet ihr auf der Homepage der Stadt.

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