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Autor: Heike Lachnit

Hoingkautweg Barig-Selbenhausen

„Hoingkautweg“ – Attraktiver Rundweg in Merenberg

Der Hoingkautweg oder auch Hoing-Kaut-Weg ist ein Rundweg, der auf 11,5 Kilometern rund um Barig-Selbenhausen, einem Ortsteil von Merenberg, führt.

Seit 2023 existiert der „Hoingkautweg“ und lädt zu einer Wanderung rund um Barig-Selbenhausen ein. Einen Teil des Weges sind wir entlanggewandert und fanden ihn sehr idyllisch.

Auf den Spuren von Hoingkaut

Auf insgesamt 11,5 Kilometern führt der Weg durch den Ort und am Vöhlerbach entlang. Wer über den Namen rätselt – „Hoingkaut“ oder auch „Quetschehoing“ ist gekochtes Zwetschgenmus. Dieser „Quetschehoing“ konnte in Steintöpfen gefüllt lange gelagert werden. „Kaut“ steht für Tal. Barig-Selbenhausen lieht im Tal des Vöhlerbachs und die Zwetschgenzeit war eine Zeit, bei der man zusammenkommt und gemeinsam das Zwetschgenmus verarbeitet.

Startpunkt des Rundweges ist am Dorfgemeinschaftshaus. Dort könnt ihr euer Auto gut abstellen. Der Weg führt in östlicher Richtung am Backhaus vorbei aus dem Ort heraus. Es geht 364 Meter hoch auf den Almerskopf und zum Waldfriedhof. Bei Kreuzung der Straße haben Wanderer herrliche Ausblicke auf die Burgruine Merenberg, den Knoten, Dillhausen, Probbach sowie Winkels.

Immer wieder Burgenblick

Weiter geht es durch ein Waldstück, vorbei am Reichenborner Friedhof zum Ereigniswald. Aus verschiedenen Anlässen wurden im Ereigniswald verschiedene Obstbäume, aber auch Eschen, Ahorn und Eichen über die Jahre angepflanzt. Im Wald könnt ihr den Schatten genießen, den Vögeln lauschen und die Natur entdecken. An verschiedenen Punkten des Weges habt ihr immer wieder einen schönen Ausblick auf die Burg. Über den sogenannten „romantischen Pfad“ führt der Weg am Brunnen in Barig vorbei in das Waldstück „Roter Kopf“. Am Buttersteg kann man bei einer Rast die Seele baumeln lassen und an heißen Sommertagen die Füße im Vöhlerbach kühlen.

Houingkautweg Barig-Selbenhausen
Buttersteg über den Vöhlerbach

Die kleine Holzbrücke über den Bach diente den Menschen früher als Abkürzung nach Weilburg, um nicht den beschwerlichen Weg über den „Roten Kopf“ und Waldhausen zu gehen. Über diese kleine Handelsstraße brachten die Bauern Obst, Gemüse, Eier und sogar selbst hergestellte Butter zu Fuß nach Weilburg und boten diese Erzeugnisse dort zum Verkauf an. Butter war damals sehr begehrt. Von ihm ist es nicht mehr weit bis zum Ziel, dem Dorfgemeinschaftshaus.

Die Wege sind gut begehbar und eignen sich auch für Radfahrer. Ihr müsst ein wenig schauen nach den kleinen quadratischen Beschilderungen. Neben dem Schriftzug und dem richtungsweisenden roten Pfeil zeigen die Wanderschilder ebenfalls einen Pflaumenbaum und einen Topf Quetschehoing.

Einen Flyer zum Rundweg findet ihr auch auf der Homepage der Gemeinde Merenberg.

Hoingkautweg Barig-Selbenhausen Merenberg

 

Erlebnisführung Bad Camberg

Erlebnisführung Bad Camberg – Lebendige Stadtgeschichte

Die Erlebnisführung Bad Camberg lässt die Geschichte der Kurstadt auf völlig neue Weise lebendig werden. Dafür sorgen die Darsteller des Vereins Bad Camberger Festspiele e.V., in dem sie auf ganz besondere Weise die Stadtgeschichte zum Leben erwecken.

Bad Camberg erhält die Stadtrechte

Erlebnisführung Bad Camberg

Vor 742 Jahren erhielt Bad Camberg die Stadtrechte und aus dem Dorf wurde im Jahr 1281 die erste Stadt im Goldenen Grund. Viele Gebäude, Reste von der Stadtmauer und markante Orte erzählen die Geschichte der Stadt. Um diese greifbarer zu machen, haben sich die Akteure historisch verkleidet. Der Nachtwächter und der Stadtschreiber nehmen die Menschen mit, um ihnen verschiedene historische Begebenheiten darzustellen. Da kämpfen die Ritter zur Verteidigung der Stadt, der Stadtschreiber nimmt die Zuhörer mit beim Zählen der Tiere und Menschen im Amt Bad Camberg und der Nachtwächter zeigt auf, dass er über viele Jahrhunderte die Menschen beschützte und die Zeit ansagte.

Zählung der Menschen und Tiere im Amt

Wie denn die Bad Camberger so seien im Amt? Besserwisserisch und Hochzeiten sowie Taufen würden sie mit viel gutem Essen und Sauferei feiern. Doch gegenüber ihren Nachbarn hätten sie ein sehr gutes Benehmen. Zudem stelle das Amt Camberg eine gesunde Lebensumgebung dar.

Ritter verteidigen die Stadt

Vom Kurhaus über den Amthof, vorbei am zweitältesten Haus, der Amtsapotheke, ging es zum Marktplatz. Dank der Darsteller wurden die Zuhörer auch auf kleine Gebäude aufmerksam wie die Alte Jüdische Schule. Das kleine Haus wurde 1740 im ärmeren Viertel von Bad Camberg erbaut, um dann 40 Jahre später Schule und Synagoge zu werden. Das Haus wurde 2009 durch ein Bürgerprojekt des Vereins Historisches Camberg e.V. übernommen und saniert. Heute befindet sich in dem Haus ein kleines Museum, welches an das jüdische Leben in Bad Camberg erinnert.

Die Alte Jüdische Schule
Die Alte Jüdische Schule

Dunkle Geschichte

Manchmal sind es auch Orte, die nicht mehr da sind. So gab es an der Stadtmauer, in der Nähe der Kirche, den Hexenturm, welcher für die dunkle Geschichte in Bad Camberg steht. Von 1630 an gab es leider auch in der Kurstadt Hexenprozesse, die mit dem Verbrennen von sieben Frauen endeten.

An der Kirche gab es eine Szene zum Schinderhannes, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts sein Unwesen in der Region trieb und 1803 in Mainz hingerichtet wurde.

Schinderhannes treibt mit seinen Mannen sein Unwesen

An dieser Stelle sei nicht zu viel verraten, denn in der Altstadt von Bad Camberg gibt es zahlreiche Häuser wie das Tiefenbachhaus, das St. Josefshaus oder der Gutenberg-Hof, die so manches zu erzählen haben.

Folgt dem Verein gerne auf Facebook und ihr erfahrt, wann wieder eine besondere Stadtführung stattfindet.

Nach der Stadtführung könnt ihr gerne noch einen Abstecher in den Kurpark machen und die fünf Säulen der Gesundheit nachspüren.

 

Hoch hinaus auf dem Baumwipfelpfad Bad Camberg

31 Meter hoch hinaus auf dem Baumwipfelweg Bad Camberg

Der Baumwipfelweg Bad Camberg lädt zu einem außergewöhnlichen Erlebnis in die Baumkronen des Taunus ein und ermöglicht völlig neue Perspektiven. 

Fünf Jahre dauerte der Ausbau. Mitte Mai 2023 eröffnete die ersten 600 Meter des lang ersehnten Baumwipfelpfades in Bad Camberg. Inzwischen ist der Weg vollständig und feierte die offizielle Einweihung. Der Weg lädt zu einem Spaziergang auf dem 800 Meter langen Rundweg hoch in die Baumkronen ein. Bis zu 31 Meter hoch über dem Boden führen die Wege durch das dichte Blätterdach und geben einem das Gefühl, in einer völlig neuen Welt unterwegs zu sein. Erlebt den Taunus von einer völlig neuen Seite.

Baumwipfelweg Bad Camberg

Nach fünf Jahren Bauphase entführt der Baumwipfelpfad Bad Camberg durch die verschiedenen Baumschichten des Waldes. Forest Adventures hat dieses Projekt mitten im Wald mit so wenig Eingriffen in die Umgebung wie möglich realisiert. Durch eine spezielle Bautechnik ist man ganz dicht in der Natur, direkt in den Baumkronen drin. Nicht nur die Höhe des Weges ist spannend, sondern auch die Beobachtungen, die möglich sind. Gefühlt mitten in den Bäumen unterwegs lassen sich verschiedene Vögel nicht nur hören, sondern auch sehen.

Natur entdecken

Erlebt einen Mischwald mit Nadelgehölzen sowie Eichen und Buchen. Wer bereits früh am Morgen unterwegs ist, hat den Pfad fast für sich und entdeckt Buchfinken, Kleiber und Amseln und vieles mehr. Somit dürfte der Weg auch für Vogelkundler von Interesse sein. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten eröffnen sich immer wieder wechselnde Naturräume, der Wandel der Natur ist zu erleben und es gibt immer wieder Neues zu entdecken.

Neben dem Weg, der sich langsam nach oben windet, gibt es noch Türme dazwischen, die noch weiter nach oben hin einladen. Die gesamte Konstruktion ist aus Holz erbaut und fügt sich somit vom Gesamtbild sehr gut in den Wald ein. Insgesamt gibt einen 800 Meter langen Rundweg mit über 200 Treppenstufen, die es den Besuchern ermöglichen, bis auf 31 Metern nach oben zu steigen.



Es geht durch alle Etagen des Waldes. Beginnt der Weg auf Höhe der Stämme, befindet man sich recht bald in den Baumkronen um am Ende über die Bäume hinwegzuschauen. Auf dem höchsten Turm auf der Plattform stehend gibt es einen spektakulären 360-Grad-Blick über den Taunus. Bei klarem Wetter erhaltet ihr einen fantastischen Blick über den Goldenen Grund bis hin zum Großen Feldberg.

Je nachdem, wieviel Zeit ihr euch nehmt, dauert der Besuch des Baumwipfelweges ein bis zwei Stunden. Ein Tipp – geht an schönen Tagen recht früh, sonst ist der Weg überfüllt.

Blick auf den Baumwipfelweg

Leider gibt es trotz der schönen Anlage auch Kritik. Die komplette Anlage ist nicht barrierefrei, sondern mit zahlreichen Treppen versehen. Wie andere Baumwipfelpfade z.B. im Schwarzwald zeigen, ist eine barrierefreie Umsetzung möglich. Hier schließt eine tolle Attraktion zahlreiche Menschen leider aus.

Anfahrt

Der Parkplatz „Vorderwald“ liegt mitten an der Landstraße 3031, in der Nähe vom Hotel Waldschloss. Ein Holzschild weist auf den Baumwipfelpfad hin, zudem ist der Weg sehr gut ausgeschildert. Von Bad Camberg her kommend biegt ihr von der B8 auf die L3031 Richtung Usingen ab und der Parkplatz befindet sich hinter dem Hotel auf der rechten Seite. Von dort aus geht es schon ein Stück des Weges hinauf, bis der Baumwipfelweg sichtbar wird.

Baumwipfelweg Bad Camberg

Wer den Baumwipfelweg Bad Camberg besucht, kann danach einen Abstecher in die Altstadt der Kurstadt machen und ein wenig im Kurpark verweilen. Oder ihr macht euch direkt vom Kurpark aus zu Fuß auf dem „Wipfelwanderweg“ auf den Weg. Eigens dafür wird ein Rucksack angeboten, der eine Wanderkarte und „Leckereien“ aus der Region beinhaltet. Den kann man bei der Tourist-Info in Bad Camberg käuflich erwerben.

Baumwipfelpfad

Wenn ihr weitere Möglichkeiten in der Region sucht, um hoch hinaus zu gehen, dann kann ich eine Wanderung in Löhnberg empfehlen. Dort lädt der 18 Meter hohe Aussichtsturm zu einem weiten Blick ins Löhnberger Becken ein.

Informationen

Öffnungszeiten

Der Baumwipfelweg ist fast täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Erkundigt euch auch auf der Homepage, da es immer wieder Tage gibt an denen der Baumwipfelpfad geschlossen ist. Ab und an gibt es zudem Termine für den Sonnenuntergang bis 22 Uhr.

Eintrittspreise

Erwachsene 9,90 Euro/ Samstag 10,90 Euro/ Sonn- und Feiertage 12,90 Euro
6 bis 17 Jahre 6,90 Euro an allen Tagen
Familienkarte (Eltern mit eigenen Kindern) 29,90 Euro/ Samstag 31,90 Euro/ Sonn- und Feiertage 34,90 Euro

Informationen zum Baumwipfelweg Bad Camberg findet ihr zudem auf der Homepage.

Euch gefallen meine Tipps. Dann freue ich mich, wenn ihr mir einen virtuellen Kaffee spendiert.

Baumwipfelweg Bad Camberg

 

 

Löwenwichtel im Tiergarten Weilburg

Löwenwichtel im Tiergarten Weilburg

Der Wildpark Tiergarten Weilburg ist zu jeder Jahreszeit ein Besuch wert. Nun locken die kleinen Löwenwichtel die Kinder in den Tiergarten. 

Den Tiergarten Weilburg kann man immer wieder besuchen und es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Auch Wilba und Wilbu, die zwei kleinen Löwenwichtel sind im Tiergarten angekommen und haben dort die Baumstämme und Asthöhlen bezogen. Wenn du ganz genau hinschaust, dann kannst du ihre farbigen Türen im Tiergarten entdecken.

Löwenwichtel Weilburger Tierpark Möchtest du wissen, wie sich ein Löwenwichtel in der Menschenwelt fühlt? Dann besuche das Freigehege des Damwilds. Dort steht eine riesige Bank, von der aus ihr einen schönen Blick auf das Gehege der Elche habt. Die Bank ist so riesig, dass ihr ein Gefühl dafür bekommt, wie klein sich ein Löwenwichtel fühlt.

Löwenwichtel im Tiergarten Weilburg

Kinderbuch um die Löwenwichtel

Wilba und Wilbu, die beiden Löwenwichtel, sind eine Erfindung der Autorin Lena-Christin Grzelachowski. Die Idee zu den Figuren und ihren Abenteuern hatte sie schon länger. Zusammen mit der Künstlerin Anke Mohr hat sie diese Ideen aus ihrem Kopf jetzt zum Leben erweckt und die Abenteuer und Geschichten in einem Buch festgehalten. Das erste Buch führt die beiden Löwenwichtel in den Tiergarten Weilburg, wo sie erste Abenteuer erleben, wie ein wilder Ritt auf dem Bärenrücken. Ein zweites Buch ist in Arbeit.

Begebt euch auf die Spuren der Löwenwichtel. Überall im Tiergarten gibt es ihre bunten, wunderschönen Wichteltüren zu entdecken. Es macht Spaß, sich auf die Suche nach den Türen zu begeben und sich vielleicht vorzustellen, wie es hinter diesen Türen im Inneren eines Baumstumpfes aussehen könnte.

Mal ganz nah am Boden, mal über Augenhöhe haben sich die Löwenwichtel eingenistet. Und wenn ihr am Ende Lust habt, dann lasst den beiden doch Post da. Das Buch mit den Abenteuern der Löwenwichtel gibt es am Eingang des Tiergartens. Dann können die kleinen Besucher die Abenteuer hautnah miterleben.

Mehr zu den beiden erfahrt ihr auf ihrer Homepage sowie auf Instagram.

Informationen zum Tiergarten Weilburg

Anschrift

Tiergartenstraße
35781 Weilburg
Telefon 06471 626284

Öffnungszeiten

Der Tierpark Weilburg ist das ganzen Jahr geöffnet.

Montag bis Sonntag
März bis Oktober 9 bis 18 Uhr
November bis Februar 9 bis 16.30 Uhr

Nach Kassenschluss ist der Park jeweils noch eine Stunde lang geöffnet! 

Eintrittspreise

Erwachsene 7 Euro
Kinder 4-14 sowie Schüler, Studenten 3,50 Euro
Tageskarte Familien (Eltern mit Kindern) 19 Euro

Weitere Informationen findet ihr auf der Internetseite vom Wildpark.

Kürbiswelten Mensfelden

Herbststimmung bei den Kürbiswelten Mensfelden

Herbstliche Temperaturen, der Wandel in der Natur, überall Rottöne – diese Jahreszeit hat einen besonderen Zauber in sich und die Kürbiswelten in Mensfelden lassen dies besonders erleben. 

Vorankündigung 2026: Die Kürbiswelten öffnen dieses Jahr am 12. September und dauern bis zum 11. Oktober 2026 an.

Jedes Jahr verwandelt sich das Alte Zollhaus in Hünfelden-Mensfelden in ein wunderbares Herbstparadies mit den Kürbiswelten im Landwirtschaftlichen Familienbetrieb von Familie Heckelmann. Kürbisse, wohin das Auge blickt. Große runde Kürbisse zum Schnitzen für Halloween, kleine Hokkaido-Kürbisse zum Ausprobieren in der Küche. Flaschenhalskürbisse, Kürbisse mit kleinen Kronen, Kürbisse mit Beulen. Grüne, rote, gelbe, weiße Kürbisse. In leuchtenden Farben oder in zarten Pastelltönen ohne groß aufzufallen.

Kürbisse hängen in den Bäumen, sind in Töpfen dekoriert oder schmücken die Fensterbank. Man kann sich gar nicht satt sehen an den über hundert Kürbissorten. Heckelmanns selbst sagen, es sei das größte Kürbisfest in Hessen und es ist weit über den Goldenen Grund hinaus bekannt. Liebevoll ist die gesamte Anlage dekoriert.

Im Hof warten verschiedene Sitzmöglichkeiten auf die Besucher und ihr könnt das herbstliche Ambiente bei einer Tasse Kaffee einfach auf euch wirken lassen. Durch das große Hoftor hindurch gelangt ihr auf eine große Freifläche, wo riesige Holzkisten mit zahlreichen Kürbissen warten.


Und wer nicht genug bekommen kann, der kann noch auf einem kleinen Handwerkermarkt stöbern und Nähsachen, Stricksachen, Holzarbeiten oder andere Dinge für den Gaumen entdecken. Hobbykünstler und Direktvermarkter ergänzen die Kürbiswelten wunderbar mit ihrem Angebot.

Es empfiehlt sich auf alle Fälle, etwas Zeit mitzubringen, um alle Eindrücke in sich aufzunehmen und die schöne Seite des Herbstes in sich aufzusaugen. Es ist ein Genuss für alle Sinne im Goldenen Grund.

Klassische Kürbissuppe

Wer Lust hat, kann vor Ort schon viele leckere Kürbisgerichte probieren. Von der Kürbisbratwurst mit Kürbisketchup über Kürbis-Quiche bis hin zu Kürbiswaffeln gibt es viele leckere Sachen.

Leckere Kürbiskuchen

Und wer nicht genug bekommen kann, kann sich Kürbisprodukte mit nach Hause mitnehmen oder auch eine Kürbissuppe nachkochen. Anbei ein Rezept für eine klassische Kürbissuppe.

Zutaten für eine Kürbissuppe
  • 1 kg Hokkaido-Kürbis
  • 2 mehligkochende Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1,2 Liter Gemüsebrüche
  • Petersilie
  • 100 ml Sahne
  • Pfeffer und Salz zum abschmecken

Kürbis waschen, halbieren und die Fasern mit den Kernen entfernen. Dann den Kürbis in Würfel schneiden. Kartoffeln und Zwiebel schälen und würfeln. Knoblauch schälen. Butterschmalz in einem Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch glasig anbraten. Kürbiswürfel und Kartoffeln dazugeben, 2 bis 3 Minuten andünsten und mit Gemüsebrühe ablöschen. Suppe 30 Minuten köcheln lassen und gelegentlich umrühren. Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken. Suppe pürieren, die Sahne zugeben und mit Pfeffer und Salz abschmecken. Mit Petersilie garnieren.

Wer möchte, kann aktuell auch noch das Maislabyrinth besuchen. Und das Alte Zollhaus ist zudem ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch auf dem Mensfelder Kopf, von wo aus ihr einen tollen Blick ins Limburger Becken habt.

Kürbiswelten Mensfelden

Elkerhausen – ein Schmuckstück am Weinbach

Abseits bekannter Wege lassen sich manchmal kleine Schmuckstücke finden. Ein solches Kleinod ist das Dorf Elkerhausen zwischen Weilburg und Villmar im Weinbachtal.

Elkerhausen ist ein Ortsteil von Weinbach mit rund 700 Einwohnern. Und auch, wenn es auf den ersten Blick etwas unscheinbar wirkt, hat es viel Potential, zu begeistern. Für eine halbstündige Pause ist es einen kleinen Abstecher von Wanderwegen hinab ins Weinbachtal wert. Im Vorfeld sei jedoch gesagt, dass es im Ort selbst keine Möglichkeit gibt, für eine Rast einzukehren.

Ehemaliges Wasserschloss

Der Burgring zeugt davon, wo sich die ehemalige Burganlage befand. Heute muss man schon genau schauen, wo sich das Schloss befindet, versteckt es sich hinter Bäumen und Büschen. Gibt es dann mal einen freien Blick auf das Gebäude, ist ein gut erhaltenes Fachwerk zu sehen.

Die Herren von Elkerhausen wurden 1191 das erste Mal erwähnt und gaben dem Ortsteil ihren Namen. Die Geschichte ist eng mit ihnen verbunden. Weitere Güte hatten sie im Taunus, Westerwald, in der Wetterau und bei Gießen. Das Rittergeschlecht starb im 18. Jahrhundert aus, heiratete jedoch im späten Mittelalter in das Adelsgeschlecht von Schlitz ein. Zu Beginn gab es eine Turmburg. Im 14. Jahrhundert galt die Burg Elkerhausen mit Vorburg uneinnehmbar und im 16. Jahrhundert fand eine Umgestaltung zu einem Wasserschloss mit fünftürmigem, polygonalen Bering und Wirtschaftshof statt. Heute fließt nur noch der Weinbach am Schlossgarten entlang. 1718 den Stammsitz Elkerhausen mit allem Zubehör und Rechten an die Grafen von Nassau-Weilburg. Seit 1979 befindet sich das Gebäude in Privatbesitz.

Schloss Elkerhausen

Spuren im Wappen

Nicht nur das Schloss ist eine Spur des ehemaligen Rittergeschlechtes. Im Wappen von Elkerhausen wie Weinbach haben sie ihre Spuren in Form eines Beils hinterlassen. Das Wappen von Elkerhausen beinhaltet drei weiße Beile auf rotem Grund.

Das Wappen von Weinbach ist zweigeteilt. Es enthält ein weißes Beil auf rotem Grund sowie ein Weinblatt, denn früher soll es in der Gegend Weinanbau gegeben haben. Die diagonale Wellenlinie steht für den Weinbach. Das Wappen hat der der Kunstmaler und Städelschulabsolvent Hermann Krupp (1926–2019) im Jahr 1981 entworfen. Führungen durch das Schloss gibt es leider nicht, es befindet sich in privater Hand.

Wappen Weinbach

Wer mit offenen Augen durch den Ort geht, kann überall noch Substanz der älteren Burgmauern sehen, auf die heute Wohnungen und Scheunen aufgebaut sind. Bis heute sind Teile der Ringmauer, des Wirtschaftshofs sowie die beiden Haupthäuser erhalten. Der ehemalige Dorfbrunnen ist erhalten und findet sich vor der ehemaligen Vorburg. Dieser diente zur Versorgung der Burgleute, aber auch der Einwohner von Elkerhausen.

Die Herren von Elkerhausen erhielten die Erlaubnis, auf ihrem Gebiet eine Kirche zu errichten. Wegen Baufälligkeiten musste dieser Kirchbau niedergelegt werden und 1911 entstand der bis heute erhaltene Kirchenbau. Dieser dient immer wieder auch für Kunstausstellungen. Weitere Schmuckstücke, Fachwerkbauten und Schnitzereien lassen sich entdecken, wenn ihr mit offenen Augen durch den Ort geht.

Kultur in Elkerhausen

Doch es sind nicht nur die Gebäude, welche nach Elkerhausen locken. Auch wenn der Ortsteil von Weinbach recht unscheinbar wirkt, hat es einiges zu bieten. In Elkerhausen steht die Scheune mit dem blauen Dach. Dies ist die Kulturscheune von Margit Bach, die immer wieder ihre Tore für interessante Veranstaltungen öffnet. Das blaue Dach schimmert im Sonnenlicht und daher heißt es auch mal, es sei „Ein Edelstein im Tal“. Als Margit Bach die Dachbedeckung aussuchte, wirkte diese im Prospekt nicht ganz so leuchtend, aber so ist die Location nicht zu übersehen.

Scheune mit dem blauen Dach

Seit neustem hat Elkerhausen auch etwas für Biker zu bieten. Am Festplatz ist ein Bikerparcour entstanden, auf dem sogar große Sprünge möglich sind. Ein 13 mal 45 Meter großes, eingefriedetes Gelände lockt Mountainbiker jeden Alters an.

Bikerparcour Elkerhausen
Bikerparcour für Groß und Klein

Wanderwege um Elkerhausen

Am Anfang erwähnte ich bereits, dass es sich lohnt, von den Wanderwegen einen Abstecher nach Elkerhausen zu machen. Elkerhausen liegt im Naturpark Hochtaunus, durch den verschiedene Wanderwege ziehen. Der Höhenlahnweg wie auch der Lahn-Camino führen hoch über Elkerhausen vorbei. Wer auf dem Schinderhannespfad wandelt, kommt ebenfalls an Elkerhausen vorbei.

Auf dem Wanderweg kommt ihr an der Eisernen Hand vorbei. Hierbei handelt es sich um einen rekonstruierten Wegweiser.

Der Kultur- und Geschichtsverein Elkerhausen setzte diese 2002 um. Die Finger zeigen die verschiedenen Wegrichtungen. Der Daumen zeigt nach Blessenbach, der Zeigefinger nach Weilburg, der Mittelfinger nach Runkel, der Ringfinger nach Bad Camberg und der kleine Finger nach Mainz. Diese Hand steht auf der ehemaligen Hohen Straße, eine wichtige Handelsverbindung zwischen Mainz und Bad Camberg.

Dies war ein kleiner Blick nach Elkerhausen. In Gesprächen mit Einwohnern gibt es noch einiges mehr zu erfahren. Wenn ihr Sonntags unterwegs seid, lohnt sich auch ein Abstecher nach Klein-Weinbach zur Pilzfarm Noll.

 

Kelten im Landkreis Limburg-Weilburg Keltenweg Dornburg

Keltenweg Dornburg – Auf Entdeckungsreise gehen

Der Keltenweg Dornburg gibt Einblicke in die Spuren, welche die Kelten vor mehr als 2000 Jahren in der Region hinterlassen haben. 

Zahlreiche keltische Spuren finden sich in der Region. Rund um das Heidenhäuschen oder auch im Elzer Wald können sich die Besucher auf Entdeckungsreise begeben. Und ganz neu ist nun der Keltenweg Dornburg, welcher vom Kultur- und Geschichtsverein Frickhofen e.V. gestaltet wurde. Dieser nimmt euch mit auf eine vier Kilometer lange Wanderung rund um die Dornburg und den Blasiusberg.

Keltenweg Dornburg
Übersicht Wanderweg

Keltenweg Dornburg

Der Weg an sich ist nicht neu. Die Wanderwege rund um die Dornburg existieren und sind bekannt. Dennoch wurden sie jetzt durch den Verein aufgewertet, indem ihr auf eurem Weg neue interessante Fakte zur Kultur, Geschichte und Archäologie sowie zu geographischen Besonderheiten erfahrt. Teilweise überlappt der Weg den beliebten Blasiussteig.

Vor dem Basaltabbau in Dornburg zählte die Dornburg mit ihren 34 bis 37 Hektar zu den größeren Höhensiedlungen der Kelten. Heute ist nur noch etwas mehr als die Hälfte der ursprünglichen Fläche übrig. Frühe Funde gab es im 18. und 19. Jahrhundert, dennoch gab es nie größere Untersuchungen. Erst in den letzten Jahren gab es da Änderungen. Mit den archäologischen Funden am Glauberg entflammte ein neues wissenschaftliches Interesse an den Kelten auch hier in der Region.

Durch den Keltenweg gibt es nun die Möglichkeit, neue Funde und Ergebnisse auch den interessierten Besucher näherzubringen.

Keltenweg Dornburg

Start am Ewigen Eis

Ein guter Einstieg ist am Ewigen Eis. Von Frickhofen nach Wilsenroth fahrend befindet sich auf der rechten Seite ein Parkplatz, von dem aus es losgeht. Der Weg führt direkt am Ewigen Eis entlang, den kühlsten Ort der Region. Dann geht es immer schön den Berg hoch – festes Schuhwerk ist zu empfehlen, um am Hildegardisfelsen bei einer kleinen Pause den Blick über das Elbbachtal zu genießen.

Keltenweg Dornburg

Der Hildegardisfelsen liegt unterhalb des Randwalls der Domburg. Teile des ehemaligen Ringwalls sind bis heute zu erkennen, wenn ihr den Blick aus dem Tal nach oben gleiten lasst. Hierbei handelt es sich um einen niedrigeren Rest als beim Abschnittswall im Westen, der eher eine Ahnung der ursprünglichen Dimensionen der Anlage gibt.

Keltenweg Dornburg

Neben den baulichen Überresten hab es bei den Steinbrucharbeiten auch immer wieder Funde von Werkzeugen aus der Eisenzeit. So fanden Steinbrucharbeiter 1926 auf Sensen, Axt, Pflugschar und Beil, die eine Ansiedlung belegen. Mit dem heutigen weiten Blick auf die Umgebung erhaltet ihr auch eine Idee dafür, warum die Kelten sich damals für den Standort entschieden. Durch den weiten Blick waren Feinde sehr früh auszumachen.

Weitere Stationen des Rundwegs sind die Hildegardiskapelle, das Dornburgplateau, der Abschnitsswall „Rödches Mauer“ im Westen, der Totenweg mit Basaltabbau sowie der Blasiusberg mit Kapelle.

Barrierefreiheit Keltenweg Dornburg

Zwei Abschnitte auf dem Keltenweg sind nicht barrierefrei. Dies ist der Abschnitt vom Ewigen Eis bis aufs Domplateau hoch sowie auch ein Abschnitt von der Blasiuskapelle nach unten. Es handelt sich oben in der Karten um die blau markierten Abschnitte.

Der Keltenweg entstand in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen aus der Umgebung und fand zudem Unterstützung von der Hessenarchäologie, dem Land Hessen, dem Landkreis Limburg-Weilburg, der Gemeinde Dornburg sowie dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Dornburg und Blasiusberg sind zwei Naturschutzgebiete. Daher bietet der Verein ausdrücklich darum, die Wege nicht zu verlassen sowie sich an Regeln für Naturschutzgebiete zu halten. Dazu gehört auch, nichts zu pflücken, die Tierwelt nicht zu stören und Hunde anzuleinen sowie den Kot aufzusammeln.

Mehr zum Keltenweg erfahrt ihr auch auf der Homepage des Kultur- und Geschichtsverein Frickhofen.

Keltenweg Dornburg

Gedenkstätte Hadamar

Gedenkstätte Hadamar – Geschichte Entdecken

Wer geschichtlich interessiert ist, dem empfehle ich einen Besuch in der Gedenkstätte Hadamar. Diese befasst sich mit einem dunklen Teil der Geschichte.

Die Gedenkstätte Hadamar auf dem Mönchberg ist internationaler Ort des Gedenkens. Sie erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie. Von 1941 bis 1945 wurden fast 15.000 Menschen in der damaligen Tötungsanstalt ermordet.

Heute ist der Ort ein Ort des Gedenkens, des Forschens und des Bildens. Der Ort ist eine Einladung an die Besucher, sich zu informieren und sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Mit diesem Erbe erfüllt die Gedenkstätte heute eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und arbeitet die Geschichte auf. Erinnern und daraus Lehren für die Zukunft ziehen, ist wichtiger Kern der Arbeit.

Eingang Gedenkstätte Hadamar

Gedenkstätte Hadamar besuchen

Die Gebäude auf dem Mönchberg wurden 1883 als „Corrigendenanstalt“ errichtet. Zu dem Komplex gehört ebenfalls das benachbarte Franziskanerkomplex. Ein anderer Begriff ist Arbeitshaus. In diese Anstalt wurden Menschen eingewiesen, welche gesellschaftlich ausgegrenzt waren wie Bettler oder Landstreicher. 1906 wurde dieser Gebäudekomplex zur Heil- und Pflegeanstalt Hadamar, eine psychiatrische Klinik.

Von Januar bis August 1941 wurden im Rahmen der T4-Aktion überwiegend psychisch kranke und behinderte Menschen mit Gas ermordet. Zwischen 1942 und 1945 wurden die Patienten im Rahmen der dezentralen Euthanasie mit Medikamenten ermordet.

Im Hauptgebäude der ehemaligen Tötungsanstalt befindet sich heute die Gedenkstätte. Diese gibt Einblicke in die Abläufe des Systems der Nationalsozialisten, zeigt Opfergeschichten und Täterbiografien. Hinter dem Gebäude befindet sich die Busgarage. Mit Bussen wurden die Patienten aus den ganzen Zwischenanstalten nach Hadamar gebracht. Von der Busgarage ging es direkt in den Keller, wo sie mit Kohlenmonoxid vergast und danach im Krematorium eingeäschert wurden.

Ehemalige Busgarage in der Gedenkstätte Hadamar

Gedenklandschaft

Bis heute weiß man nicht, wo die Asche der Menschen aus der ersten Tötungsphase hingebracht wurde. Die Menschen aus der zweiten Tötungsphase wurden auf dem Friedhof hinter der Anstalt in Massengräbern beerdigt. Diese Fläche wurden ab 1964 zur Gedenklandschaft gestaltet. Über 160 Stufen geht es den Berg hoch und die Besucher erreichen die Gedenklandschaft. Auf dem Weg nach oben gibt es über Schautafeln geschichtliche Einblicke zum Friedhof.

Oben angekommen sind mehrere Grabsteine zu sehen mit den verschiedenen Glaubenssymbolen für die Christen, die Juden und die Muslime. Am Ende steht eine Stele mit der Inschrift „Mensch achte den Menschen“. Von dort oben gibt es einen weiten Blich über die Stadt Hadamar.

Gedenkstätte Hadamar
Gedenklandschaft Gedenkstätte Hadamar

Der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) ist Träger der Gedenkstätte. Dieser gründete sich 1953 und übernahm alle Einrichtungen, die von den Nationalsozialisten für die Ermordung von kranken und behinderten Menschen missbraucht worden waren. Die Gedenkstätte in Hadamar ist der zentrale Ort in Hessen für die Gedenk- und Erinnerungsarbeit.

Aktuell arbeitet die Gedenkstätte Hadamar an einer Neukonzeption der Ausstellung und kann zukünftig beide Gebäudeflügel der ehemaligen Heilanstalt nutzen. Das Land Hessen unterstützt die Neukonzeption der Gedenkstätte Hadamar mit vier Millionen Euro bis zum Jahr 2025. Der Bund beteiligt sich mit weiteren rund fünf Millionen Euro für die Jahre 2021 und 2022 sowie der Landeswohlfahrtsverband mit rund vier Millionen Euro.

Informationen

Die Gedenkstätte ist in weiten Teilen barrierefrei zugänglich. Über eine Rampe gelangt ihr ins Gebäude. Im Gebäude selbst sind Aufzüge, um alle Bereiche der Ausstellung zu erreichen. Die Gedenklandschaft ist bedingt barrierefrei.

Zur kommunikativen Barrierefreiheit gibt es erste Angebote in leichter Sprache. In der Neuausrichtung der Ausstellung möchte die Gedenkstätte weitere Maßnahmen umsetzen, um eine barrierefreie Kommunikation zu ermöglichen.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag 9 bis 16 Uhr

Freitag 9 bis 13 Uhr

Erster und dritter Sonntag im Monat 14 bis 17 Uhr mit öffentlichen Führungen

Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei

Alle Informationen findet ihr ebenfalls auf der Interseite der Gedenkstätte.

Ein zweiter Erinnerungsort befindet sich in Weilmünster und zeigt in einer Daueraustellung, was in der NS-Zeit dort vor Ort geschah.

Nach dem Besuch der Gedenkstätte empfehle ich als Ausgleich und zur Ruhe einen Besuch im Rosengarten Hadamar.

Sauerborn Löhnberg

Perlendes Wasser im Sauerborn Löhnberg

Löhnberg blickt auf eine lange Tradition der Mineralwassergewinnung zurück. Ein Brunnen mit „perlendem Wasser“ ist dabei der Sauerborn Löhnberg.

Der „Suerborn“ fand seine erste Erwähnung im Jahr 1475 in einer Urkunde des Klosters Pfannenstiel in Weilburg. Doch er ist viel älter und besteht seit 1353. Damit ist der Sauerborn einer der ältesten Brunnen der Region. Heute ist die Quelle frisch saniert und lädt zum Verweilen ein. Zudem ist er ein GeoTop im Geopark Westerwald-Lahn-Taunus.

Sauerborn Löhnberg

Der Brunnen ist immer im Eigentum der Gemeinde. Seit dem 16.Jahrhundert nutzten die Löhnberger Bürger die Quelle zur Trinkwassernutzung. Es folgen immer wieder Arbeiten am Brunnen, um ihn zu einem Aufenthaltsort für die Bürger zu machen. Und auch heute können sich die Bürger und Touristen an dem Wasser erfrischen. Das Wasser perle wie Champagner, sagen die Löhnberger gerne. Das Mineralwasser ist so gut, dass es ab dem 19.Jahrhundert abgefüllt und versendet wurde. Bis heute ist das Selterswasser aus Löhnberg weltweit bekannt. Seit 1905 ist Löhnberg der Mineralwasserstandort in Deutschland.

Im neuen Glanz nach der Sanierung

Eine erste Renovierung erfuhr die Quelle 2004 und wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vor kurzem fand die Einweihung nach der erneuten Sanierung statt. Insgesamt 140.000 Euro hat die Gemeinde in den Standort investiert, wovon 80.000 Euro Zuschüsse aus dem Leader Förderprogramm gab. Nun steht der Sauerborn Löhnberg unter einem Pavillon. Über eine Handschwengelpumpe fließt nach einmaligem Pumpen das kühle Nass in die Nachbildung eines Schöpfbrunnens.

In das Becken sprudelt das kühlende Nass

Der Sauerborn Löhnberg liegt am Fernradweg R7 sowie an der Geopark Marmorroute. Mineralwasser kommt dort vor, wo es vulkanhaltiges Gestein gibt. Die Quelle sei ein Geschenk der Natur, so der Bürgermeister Dr. Frank Schmidt. Die Brunnentiefe ist rund sechs Meter. Das Wasser ist reich an Natrium mit 607 mg/l und Calcium mit 181 mg/l. Es enthält ebenfalls Kalium, Magnesium und Eisen. Ein gesundes Tröpfchen, wie die Löhnberger sagen.

Insgesamt gibt es in der Gemeinde über 20 Mineralbrunnen, so dass Löhnberg zum größten Mineralwassergebiet in Deutschland zählt. Entlang des Kallenbachradweges könnt ihr weitere Brunnen der Gemeinde anfahren und in jedem Brunnen soll die Zusammensetzung des Wassers anders sein.

Wenn ihr einmal in Löhnberg seid, empfehle ich euch einen Besuch des Aussichtsturmes, mit dem ihr einen schönen Blick über Löhnberg habt.

Über die Geschichte des Selterswasser in Löhnberg gibt es ein Buch, mehr dazu findet ihr hier. Und auf der Seite der Gemeinde erfahrt ihr weitere wissenswerte Dinge.

Sauerborn Löhnberg

Auf 13 Routen Limburg zu Fuß entdecken

„Limburg zu Fuß“ ist ein Buch, mit dem ihr die Kreisstadt auf neuen und bekannten Wegen entdecken könnt. 

Limburg ist ein Kleinod. Auf Schritt und Tritt entdecken Besucher der mittelalterlichen kleinen Fachwerkstadt immer wieder neue einzigartige und lebendige Geschichten. Sehenswürdigkeiten liegen nahe beieinander und lassen sich alle zu Fuß erkunden.

Autorin Anette in Concas kennt jede Ecke und jeden Winkel der Domstadt und führt die Leser von „Limburg zu Fuß“ zielsicher an besondere Plätze zum Erleben, Erholen, Einkaufen und Einkehren. Ortsansässige wie auch Besucher können mit diesem Buch die Stadt nochmal neu erkunden.

Limburg zu Fuß

Wer die Domstadt Limburg zu Fuß erkundet, entdeckt überall den Charme der mittelalterlichen kleinen Fachwerkstadt. Hier trifft man immer wieder Menschen und Orte, die diese Stadt einzigartig und lebendig gemacht haben oder heute noch machen.

Ein wunderbarer Wegbegleiter ist dabei der Stadtführer „Limburg zu Fuß“ von Anette in Concas. Die Autorin ist im Limburg aufgewachsen und hat schon als junger Mensch einen Stadtführerkurs besucht. Auf insgesamt 13 Spaziergängen taucht sie ein in die Lebensfreude der Stadt, ihre Kultur, das rege und moderne Geschäftsleben, beschreibt etliche Sehenswürdigkeiten und Events und führt in zauberhafte Grünanlagen und andere Freizeiteinrichtungen. Auf immer neuen Routen betrachtet sie die Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln.

Limburg zu Fuß für alle

„Limburg zu Fuß“ spricht Touristen wie auch „Säcker“ – wie die Limburger liebevoll genannt werden – und ihre Nachbarschaft an. Dabei können die Entdeckungstouren mit der Familie, mit Freunden oder auch mit dem Hund gemacht werden.

Neben der Klassiker-Route „Bergauf, treppauf: Alle Wege führen zum Dom“ spaziert Anette in Concas beispielsweise auch ins „Tal Josaphat“, einem kleinen Paradies für Kinder und Hunde mit Trampelpfad am Bach, romantischem kleinen Weiher und großen Spielplätzen. Oder sie geht von Brunnen zu Brunnen durch die Stadt auf den Spuren des kühlenden Nass. Oder sie nimmt die Leser mit raus aus der Innenstadt und besucht den Greifenberg oder besteigt den Schafsberg, einen erloschenen Vulkan. Viele bekannte Orte lassen sich mit ihrem Buch neu entdecken.

Anette in Concas kennt Limburg von A bis Z, samt seinen Ecken und Winkeln. Die gelernte Fotografin, Journalistin und PR-Redakteurin arbeitet nach Auslandsjahren in Sardinien seit über 30 Jahren für Zeitungen und Magazine. Sie ist in der Domstadt aufgewachsen und hat schon als junger Mensch einen Stadtführerkurs besucht. Ihr warmherziges Interesse an Menschen, alten Mauern und und Geschichte ist nach wie vor unersättlich.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Limburg zu entdecken. Neben dem Buch gibt es auch die Möglichkeit einer digitalen Stadtführung.

Limburg zu Fuß entdecken