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Autor: Heike Lachnit

Bergbau- und Stadtmuseum

Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg – Einblicke in Stadt- und Industriegeschichte

Mitten im Herzen der Stadt Weilburg befindet sich das Bergbau- und Stadtmuseum. Hier erfahrt ihr viel Wissenswertes zum Bergbau in der Region sowie zur Geschichte der Stadt. Im „Tiefen Stollen“ könnt ihr unter Berge abtauchen.

Bergbau- und Stadtmuseum

Erst 1972 wurden die letzten Gruben in der Region stillgelegt. Bis in die 50er Jahre hinein fand der Abbau von Eisenerz statt. Weilburg zählte mit zum wichtigen Zentrum im Lahn-Dill-Gebiet. Das Bergbau- und Stadtmuseum am jetzigen Standort besteht seit 2011. Davor gab es seit 1911 ein Museum im ehemaligen nassauischen Regierungsgebäude. Dieses wurde 1972 um das erste Bergbaumuseum in Hessen erweitert.

Bergbau- und Stadtmuseum

Als die Residenzstadt Weilburg 1906 ihr 1000-jähriges Bestehen feierte, führte die Idee eines Museums zur Gründung des Vereins „Heimatmuseum“. In der Satzung stand geschrieben, dass die Stadt Weilburg zukünftig Eigentümer des Museums wird. Sehr vielfältige Themen und Ausstellungsstücke laden zum erkunden und entdecken sein. Das Museum ist ein GeoPunkt im Geoparkt Westerwald-Lahn-Taunus.

Im Tiefen Stollen die Geschichte des Bergbaus erleben

Für die Kinder ist der „Tiefe Stollen“ in Weilburg ein absolutes Highlight, während Erwachsene sich auch gerne in die Stadtgeschichte vertiefen. Hierbei handelt es sich um einen naturgetreuen Nachbau eines ehemaligen Bergwerkes.

Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg
Der „Tiefe Stollen“ führt in ein nachgebautes Bergwerk

Durch eine Tür geht es nach unten in die Tiefe. Die Besucher erfahren einiges zum Bergbau in der Region. Danach geht es noch tiefer in die Erde. Neue Räumlichkeiten sind dafür nicht entstanden. Platz fanden die Maschinen in ehemaligen unterirdischen Kellergewölben des Schlosses. Auf rund 200 Metern erfährt der Besucher etwas über den Abbau von Eisenerz, die Fördereinrichtungen sowie den Streckenbau. Neben dem naturgetrauen Bergwerk gibt es in den Museumsräumen auch noch einiges zum Bergbau in der Region zu erfahren. Das dies ein Nachbau ist, ist nicht zu spüren. Zu echt erscheinen die Gänge, die mit künstlichem Licht erhellt werden.

Geschichte der Stadt

Doch nicht nur die Industriegeschichte von Weilburg ist vom großen Interesse, sondern die Stadtgeschichte selbst auch. 906 wurde die Stadt das erste Mal urkundlich erwähnt. Aus einer Aufzeichnung geht hervor, dass Konrad der Ältere, Graf des Oberlahngaus am 27. Februar 906 bei der Schlacht bei Fritzlar fiel und in der Weilburger Konradinerburg neben seiner Mutter beigesetzt wurde. Die Nachfolge trat sein Sohn Konrad der Jüngere an, welcher später zum ersten deutschen König gewählt wurde.

Ab 2002 wurde in Vorbereitung auf den Hessentag 2005 die Stadtgeschichte von Weilburg aufgearbeitet. Da das Interesse an der Historie so groß war, entstand am Ende eine dauerhafte Ausstellung zur Stadtgeschichte. Von der ersten Erwähnung 906 bis heute entdeckt der Besucher die Weilburger Geschichte in Bildern, Schriften und Exponaten. Sehr schön ist die alte barocke Hausapotheke. Ebenfalls im Stadtmuseum gibt es den Familienstammbaum vom Großherzogtum Nassau zu sehen.

Die Alte Apotheke

Wenn ihr im Museum ward, dann schaut doch danach direkt im barocken Schloss mit seinem herrlichen Garten vorbei.

Informationen Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg

Anschrift

Schlossplatz 1
35781 Weilburg an der Lahn
Telefon: 06471 379447

Öffnungszeiten

April bis Oktober: täglich 10 bis 17 Uhr
November bis März: Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene 6 Euro
Kinder  4 Euro
Familienkarte 12 Euro

Weitere Informationen findet zum Bergbau- und Stadtmuseum findet ihr auf der Homepage.

Das Museum befindet sich auf mehreren Etagen – zum einen geht es tief nach unten in den Stollen und das Stadtmuseum befindet sich im ersten Stock. Einen Aufzug habe ich nicht gesehen. Das Museum liegt ein wenig versteckt. Auf dem Marktplatz vor der Schlosskirche stehend, geht es links die Straße runter zum Museum.

 

 

Herzenbergkapelle Hadamar

Wallfahrtsort Herzenbergkapelle

Nicht nur der Rosengarten lockt auf den Herzenberg, sondern auch die Wallfahrtskapelle findet sich hoch über die Fürstenstadt.

Die Herzenbergkapelle ist eine Marien-Wallfahrtskapelle, welche bis heute die Menschen anzieht. Auf dem Herzenberg selbst gibt es zudem einen herrlichen Blick über Hadamar und das Fürstenschloss.

Herzenberg Fürsetnschloss Hadamar

Zu Fuß könnt ihr vom Neumarkt den steilen Berg auf den Herzenberg laufen oder auch mit dem Auto hinauf fahren. Direkt am Friedhof gibt es genügend Parkplätze. Von dort sind es nur wenige Meter zur kleinen Kapelle. Von den Parkplätzen kommend liegt linker Hand der Rosengarten, welcher das ganze Jahr geöffnet ist.

 

Wenn ihr zu Fuß den Kreuzweg zur Kapelle lauft, kommt ihr direkt an einem Brunnen heraus. Dieser steht mit dem Rücken zur Stadt und wurde 1986 erbaut. Mitten auf dem Platz steht die Kapelle. Vor der Kapelle stehen Bänke zum Verweilen, wo auch die Gläubigen Platz nehmen bei Gottesdiensten. Gegenüber dem Eingang zur Kapelle befindet sich eine Kreuzigungsdarstellung in einem Schrein.

Ein Weg führt auch über das Plateau, so dass ihr wenige Meter um die Kapelle herumlaufen könnt. Es ist ein schöner Ort zum Verweilen und Gedanken sammeln.

Geschichte der Kapelle

Ursprüngliche gab es auf dem Berg ein Wildgehege des Grafen und späteren Fürstenhauses Nassau-Hadamar. Der Ort hieß „Hirschberg“. Nachdem die Herzen der Fürstenfamilie dort beerdigt wurden, bürgerte sich die Bezeichnung Herzenberg ein.

Herzenbergkapelle Hadamar

1675 wurde die erste Kapelle auf dem Herzenberg errichtet. Maßgeblich für den Bau waren Jesuiten verantwortlich. Der heutige Chor ist ein Überbleibsel dieses Baus. Die ursprüngliche Kapelle war achteckig, mit einem Durchmesser von 4,50 Meter. Die Dachkonstruktion wurde als Haube und Laterne bezeichnet. Bereits 1691 kam das Längsschiff hinzu und auch das Haubendach erfuhr eine Verlängerung. Jedoch gibt es auch die Aussagen, dass beide Bestandteile der Kapelle gemeinsam entstanden. Später kam noch eine Vorhalle hinzu, die der Kapelle ihr heutiges Aussehen gibt.

Im Inneren erwartet die Besucher ein barocker Hochaltar aus dem Jahr 1693. Als Marien-Wallfahrtort ist im Mittelpunkt des Altars Maria mit dem Jesuskind. Rechts von der Gottesmutter steht der Heilige Bernhard von Clairvaux und links Franz von Assisi. Sie sollen auf Prinzregent Franz Bernhard verweisen, der der entscheidende Förderer für die Errichtung der Kapelle war.

Herzenbergkapelle Hadamar

Die Herzen vierer Mitglieder der Fürstenfamilie sind in den Epitaphen neben dem Altar beigesetzt. Hierbei soll es sich um eines der in Europa am weitesten nördlich gelegene Beispiel einer Herzbestattung handeln (Quelle Wikipedia)

Im Vorraum befinden sich zahlreiche Dankestafel an die Mutter Gottes, die hauptsächlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. In den letzten Jahren fanden immer wieder Restaurationen statt, um den ursprünglichen Zustand und die ursprünglichen Malereien wieder herzustellen.

Herzenberg Kapelle Hadamar

 

 

Rosengarten Hadamar

Rosengarten Hadamar – Ausflugsort das ganze Jahr

Oben auf dem Herzenberg in der Nähe der Herzenbergkapelle gelegen, befindet sich ein kleines Idyll – der Rosengarten Hadamar. Das ganze Jahr lädt spricht er eine Einladung an die Besucher ein. Mit den Jahreszeiten gibt es immer wieder Neues zu entdecken.

Rosengarten Hadamar

 

Der Rosengarten Hadamar ist einmalig im Westerwald. Der Verein Rosengarten Hadamar e.V. betreibt diesen Garten nach englischem Vorbild. Der Verein hat den Garten 1998 angelegt und widmet sich in einzigartiger Weise der Gartenkultur. Vor allem, wenn es im Frühjahr anfängt zu blühen, präsentiert sich der Garten wöchentlich in einem anderen Gewand. Frühjahrsblüher ergänzen die langsam, zart aufwachenden Knospen der Rosen. Im Frühjahr noch sehr übersichtlich, erwartet den Besucher im Sommer eine grün-bunte Oase.

Geheimtipp für Gartenliebhaber

Der Rosengarten ist im Landkreis bei manch einem noch immer ein echter Geheimtipp, während seine Fans ihn mehrmals im Jahr besuchen. Auf rund 3.800 Quadratmetern wachsen über 2.000 verschiedene Rosen in allen Formen und Farben. Wenn die Rosen in voller Blüte stehen, regen die  zahlreichen Farben und Düfte die Sinne der Besucher an. Es gibt große, solitär wachsende Rosen, kleine Blüten, die in einer engen Knospe stehen. Gefüllte Blüten stehen neben offenen Blüten. Gemeinsam erzeugen eine Symphonie an Farben. Weitere Pflanzen bilden einen passenden Rahmen für die Schönheiten. Lila blühender Lavendel säumt die Wege. Im Bauerngarten warten zahlreiche Kräuter. Sie alle ergeben ein malerisches Ambiente.

In den unterschiedlichen Bereichen greift der Verein verschiedene Gestaltungselemente auf. Der chinesische Gartenbereich lehnt sich ans Feng Shui an. Das Plätschern eines kleinen Teiches lockt in Ecken, die auf den ersten Blick gar nicht so ersichtlich sind. Der französische Bereich wird von der Geometrie dominiert – Kreise, Dreiecke und Vierecke bilden die einzelnen Beete.

Die Wege bilden klare Achsen im Garten, die durch Rosenspaliere überspannt sind. Das Verspielte, Romantische, Malerische stammt aus dem englischen Gartenbau. Da dürfen Pflanzen auch mal ungezügelt wachsen, ohne dass sie in ihrem Drang eingeschränkt werden. Und trotz der vielen verschiedenen Elemente erscheinen sie nicht als Chaos, sondern verschmelzen zu einer Einheit und Harmonie.

Lesenswert „Fünf Gründe für einen Besuch im Rosengarten Hadamar“

Entspannung und Inspiration

Die Sinne werden angeregt, vieles gibt es zu entdecken und der Garten ist eine einzigartige Ruheoase. Die Besucher können die Seele baumeln und den Gedanken freien Lauf lassen. Auf einer Gartenbank sitzend, erfreuen die vielen Farben die Augen, summen die zahlreichen Insekten im Ohr. Und die vielen Ideen können inspirierend sein für den eigenen Garten.

Rosengarten Hadamar

 

Geschichte

1995 entstand die Idee, diese Gartenanlage zu schaffen, um vor allem Pflanzen wie auch Rosen zu züchten.  Es gründete sich der „Verein der Rosenfreunde Hadamar“. Die Katholische Kirchengemeinde Hadamar pachtete das Gelände. Inzwischen heißt der Verein „Rosengarten Hadamar e.V.“  und finanziert sich größtenteils durch Spenden. Zudem erhält er Unterstützung von der Stadt Hadamar. Die meiste Arbeit, welche im Laufe der Jahreszeiten anfällt, wird ehrenamtlich geleistet.

Rosengarten Hadamar

Beim ersten Spatenstich 1996 mussten die Mitglieder feststellen, dass der Mutterboden nur als ganz dünne Schicht vorhanden war. Der darunterliegende Faulfels wurde aufgebaggert, damit die Beete angelegt werden konnten. Infrastruktur für Wasser und Strom war notwendig. Das Grundstück liegt am Hang. Mit über 200 Tonnen Trockensteinen fand eine Terrassierung statt. Der erste Gartenteil wurde im Juli 1998 feierlich eröffnet.

 

In den Jahren darauf folgten weitere Ausbauten wie der französische Bauerngarten, der Duftkräutergarten oder der chinesische Gartenbereich.

Informationen zum Rosengarten Hadamar

Anschrift

Auf dem Herzenberg 2
65589 Hadamar
Telefon 06433 6604

Öffnungszeiten

Der Rosengarten ist das ganze Jahr über geöffnet und steht ganztags offen. Der Eintritt ist frei. Der Verein Rosengarten Hadamar e.V. freut sich über Spenden.

Weitere Informationen

Mehr zum Rosengarten findet ihr auf der Homepage. Der Rosengarten kann auch für Feierlichkeiten gebucht werden.

Hunde sind in dem Garten nicht erlaubt. In der Nähe des Rosengartens gibt es Parkmöglichkeiten. Der Garten ist nicht in allen Bereichen barrierefrei, da einzelne Segmente durch Stufen herabgesetzt sind.

Rosengarten Hadamar

 

Berger Kirche

Rundweg Berger Kirche St. Georg

Auf der A3 von Frankfurt nach Köln fahrend ist sie sehr gut zu sehen – die Berger Kirche im Brechener Ortsteil Werschau. Sie ist ein Kleinod im Goldenen Grund, Wallfahrtskirche und Ausflugsort mit mehr als 1250 Jahre alter Geschichte.

Von der B8 sind es nur wenige 100 Meter zu ihr hinauf. Die älteste erhaltene Kirche der Region sitzt auf einem Felssporn westlich von Niederbrechen. Der Rundweg B1b lädt zu einem halbstündigen Rundweg um die Berger Kirche ein.

Berger Kirche

Die kleine romanische Kirche ist dem heiligen Georg geweiht. Ein altes Wandbild lässt noch Georg, den Drachentöter erahnen und auch eine Holzfigur weist auf ihn hin. Bereits 910 wurde sie das erste Mal erwähnt. Um sie herum existierte der Ort Bergen. Der ist jedoch wüst gefallen. Dies bedeutet, dass die Siedlung aufgegeben wurde und heute nicht mehr besteht. Der Ort Bergen fand erstmals Erwähnung um 1129 als Fronhof des Mainzer Erzbischofs. Im 14. Jahrhundert fiel Bergen wüst.

Berger Kirche
Georg, der Drachentöter – ihm ist die Berger Kirche geweiht

Direkt unter der Berger Kirche befindet sich ein Parkplatz. Die Berger Kirche steht auf dem Friedhof Werschau. Der Kirchhof wird bis heute genutzt und ist von einer Mauer eingefriedet. Ein riesiger Baum vor dem Kircheneingang wirkt imposant und wirft Schatten.

Geschichte der Berger Kirche

Graf Konrad Kurzbold erhielt die Kirche 910 zusammen mit dem Königshof Oberbrechen zur Errichtung des Georgsstift, dem heutigen Limburger Dom, geschenkt. Es wird davon ausgegangen, dass die Berger Kirche zusammen mit der Blasiuskapelle in Frickhofen, dem Lubentiusstift in Dietkirchen sowie dem Stift St. Severus in Gemünden ein Zentrum der Christianisierung in der Niederlahnregion war. In Einzugsgebiet reichte bis zum 12 Kilometer entfernten Villmar. Mit dem Wüstfallen von Bergen wurde die Kirche Pfarrkirche von Werschau. Mehr zum Kirchenbau findet ihr hier.

Berger Kirche

Berger Kirche
Bänke laden zum Verweilen ein

Der kleine Bau besteht aus einem Hauptschiff sowie auf der Nordseite einem angebauten Seitenschiff. Der gotische Spitzhelm der Kirche ragt über das Blätterdach der umgebenden Bäume hinaus.

Schilder weisen auf den Rundweg hin. Wer ihnen folgt, hat einen schönen Blick ins Limburger Becken sowie über Niederbrechen hinweg. Auf den Feldern lassen sich Feldhasen und verschiedene Vögel entdecken. Mit offenen Augen lohnt es sich, den Rundweg zu gehen.

Rundweg Berger Kirche

Rundweg Berger Kirche

Am Ende des Rundweges geht es zu Fuß einen alten Weg hoch zur Kapelle. 79 alte Holzstufen warten auf euch. Dabei kommt ihr an einer Wiese vorbei, auf der ein alter Obstbaum steht. Oben angekommen wartet auch eine Bank zum kurzen Verschnaufen. Das Ziel ist der Parkplatz, an dem der Rundweg begann.

Rundweg Berger Kirche

Stufen hoch zur Berger Kirche

Rundweg Berger Kirche

Die Kirche steht unter Denkmalschutz. Der „Freundeskreis Berger Kirche“ kümmert sich um Pflege und Unterhalt des kirchlichen Gebäudes.

Wenn ihr nach dem Rundweg noch ein wenig Lust habt, etwas mehr zu entdecken, empfehle ich einen Rundgang durch Niederbrechen mit seinen wunderbar restaurierten Fachwerkhäusern.

Rundweg Berger Kirche

Mariengarten Limburg

Ruhe und Verweilen im Mariengarten

Der Mariengarten auf dem Domberg neben dem Diözesanmuseum ist umstritten, aufgrund seiner Geschichte. Jedoch ist es auch ein sehr schöner Ort zum Verweilen und Ruhe finden.

Diözesanmuseum Limburg

Auf dem Weg zum Dom kommt ihr an einem wunderschönen alten Fachwerkgebäude vorbei. Hierbei handelt es sich um einen alten alten Adelshof, dem „Leyenschen Hof“ mit angeschlossenen Wirtschaftsgebäuden und großem Garten aus dem Jahr 1544.

Lange Geschichte

Der große Garten, inzwischen Mariengarten genannt, auf dem Domberg hat schon einige Umgestaltungen erfahren. Er befindet sich an der Westseite der Nonnenmauer. Das alte Gemäuer um den Garten herum ist zurückzuführen auf die karolingische Burgmauer, welche die Burg und den Stiftsbering befestigte.

Die letzte Umgestaltung, welche bis heute auch recht umstritten ist, war die durch Bischof Tebartz van Elst. Vor rund zehn Jahren ließ er den Garten zwischen Nonnenmauer, Domstraße und Diözesanmuseum für 790.000 Euro nach seinen Vorstellungen gestalten. Er plante diesen als Garten für sich selbst und seine Gäste. Inzwischen ist er für alle zugänglich. Dieser Garten mit seinen klaren Strukturen lädt zum Verweilen ein. Auf einer der Bänke sitzen, kann jeder die Ruhe in sich aufsaugen und einen Moment für sich finden.

Mariengarten Limburg

Schwieriges Erbe

2014 wurde Bischof Tebartz van Elst abberufen und das Domkapitel verfügte, dass der vom Kölner Landschaftsarchitekten „Club L94“ geschaffene Garten für alle zugänglich sein soll. Heute bezeichnen Mitarbeiter des Diözesanmuseums den Garten als schönes Erbe, welches aber auch erklärungs- und pflegeintensiv ist.

Mariengarten Limburg

Viele Menschen, welche mit dem klaren Linien und der nüchternen Gestaltung konfrontiert wurden, schüttelten ihren Kopf und äußerten ihr Unverständnis zu den entstandenen Kosten. Diese kamen zum einen durch die Verwendung hochwertiger Materialien wie die Steinblöcke aus Jurakalk zustande, aber auch durch die schwere Zugänglichkeit des Gartens und die dadurch mehr notwendige Manpower. Dennoch handelt es sich um eine Umgestaltung mit Konzept, um eine hochwertige Arbeit, welche langfristig nutzbar ist. Eventuell könnte dies mit der Zeit in eine sachliche Auseinandersetzung münden.

Lange Geschichte

Der Mariengarten ist der letzte große Garten, welcher auf dem Domberg übrig geblieben ist. Mit 20 mal 35 Metern zeugt er noch von einer Zeit, als die Adligen im Mittelalter ihre Häuser auf den Domberg bauten und Rückzug in ihren Gärten suchten. Im 15. Jahrhundert verschwanden die Gärten und die Bebauung nahm zu. Nur der Mariengarten blieb. Und mit ihm auch das Teehaus am Rande des Gartens, welches bis heute steht. Auf Höhe des Teehauses gab es eine Tür, durch welche man früher zur Stadt gelangte.

Mariengarten Limburg

Bis 2008 bestand der Garten aus einer wild bewachsenen Fläche, Steinen und Skulpturen. Damals beschloss man, diese Fläche aufzuwerten und schrieb einen Ideenwettbewerb aus. 2009 wurde ein Konzept umgesetzt und es entstand ein Labyrinth nach Vorbildern aus der Renaissance. Das Labyrinth stand dafür, dass das irdische Leben manchmal verschlungene Pfade geht, doch mit dem Glauben an Gotten findet man am Ende immer den richtigen Weg. Doch bereits nach einem Jahr fand eine erneute Umgestaltung statt, diesmal durch Bischof Tebartz van Elst. Seit 2015 nutzt das Diözesanmuseum den Garten mit.

Klare Linien erinnern an Kreuzgang

Die vier mit Jurakalksteinen eingefassten Flächen in der Mitte des Gartens symbolisieren einen Kreuzgang oder auch die vier Evangelisten. Wenn die Besucher vom Hof des Diözesanmuseums kommen, führt eine Treppe in den Garten hinunter. Am Ende des Kreuzgangs steht eine Marienstatue von der Frankfurter Künstlerin Franziska Lenz-Gerhart. Diese Elemente stehen für die Ruhe und dienen der Einkehr. Weiterhin symbolisiert die Marienstatue auch die Marienverehrung im Bistum Limburg. Im Gegensatz zu diesen klaren Strukturen stehen die alten Natursteinmauern um den Garten sowie die Bepflanzung am Rande des Gartens. Dort finden sich zahlreiche Kastanien sowie Obstbäume und Teufer freute sich, dass es in diesem Jahr die erste eigene Kirschernte gab. Klare geometrische Strukturen treffen auf wildere Elemente. Der Garten besteht aus einer strikten Trennung von Innen und Außen. Er symbolisiert, dass sich die Besucher von der Außenwelt distanzieren und zur Ruhe kommen sollen.

Mariengarten Limburg

An der Natursteinmauer befinden sich 15 Platten, welche den Kreuzgang symbolisieren. Zudem befinden sich an beiden Seiten des Gartens Brunnen mit Wasser. Beim Teehaus der Brunnen besticht durch seine klaren Linien und der Inschrift „hervorsprudelndes Wasser ist ein stets rauschender Bach der Wahrheit.“ Der andere Brunnen besteht aus einem Löwenkopf und fügt sich fast versteckt in die Bepflanzung ein. Das Quellgeräusch des Wassers soll die Besucher bei ihrem Rundgang begleiten und steht als Element für das Leben.

Mariengarten Limburg

Ihr möchtet mehr über Limburg erfahren? Dann macht doch die digitale Stadtführung „Hörmal“ – auch vor dem Diözesanmuseum gibt es eine Station zum reinhören.

 

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Geocaching Limburg

Geocaching durch die Altstadt Limburg

Nord 50°23.409 und Ost 008°03.858? Dies ist der Beginn zu einem einstündigen Rundgang durch die Limburger Altstadt, auf der ihr sicher auch Dinge lernt, welche euch  noch nicht bekannt waren.

Viel ist momentan nicht möglich und so waren wir auf der Suche nach Aktivitäten mit Kindern und stießen auf den Geocache durch die Altstadt Limburgs. Dabei waren nicht nur einfach Koordinaten angegeben, in denen wir uns durch die Gassen bewegen sollten. Vielmehr mussten wir Fragen beantworten, um die nächsten Koordinaten zu erfahren. Los ging es bei der ehemaligen Postverwaltung in der Brückengasse. Von dort aus führte der Weg weiter zum Dom und zum Schloss.

Geocache Altstadt Limburg

Aus wie vielen Fenstern besteht das große Rundfenster am Hauptportal des Limburger Doms? Wann heiratete Imagina ihren König? Wie alt ist das Nassauer Haus? Und wann wurde das Haus mit der biblischen Geschichte das erste Mal erwähnt? Dies sind nur einige Fragen, die euch auf dem Weg begegnen. Dank Tafeln an den Häusern, die einen kleinen Einblick in die Geschichte geben oder Jahreszahlen über den Türen, lassen sich diese Rätsel leicht lösen.

Geocaching Altstadt Limburg

Und dann kommt ihr an Orten vorbei, die euch eventuell nicht direkt so präsent sind. So erging es uns mit der Tür am „Nassauer Haus“, welche verschiedene Persönlichkeiten wie König Adolf, König Konrad oder Konrad Kurzbold darstellt, die eine Rolle im Laufe der Geschichte gespielt haben.

Auch wenn uns Erwachsenen die Wege recht schnell klar waren, so ist es für Kinder ein kleines Abenteuer, anhand des Handys den Weg und den nächsten Punkt zu finden.

Geocaching Altstadt Limburg

Von der Altstadt an die Lahn

Es geht quer durch die Altstadt, vorbei an bekannten Punkten, aber auch Gassen entlang, die nicht immer so präsent sind. Oder weiß jemand auf Anhieb, wo sich die Böhmergasse befindet?

Geocaching Altstadt Limburg

Vorbei an der Stadtkirche führt der Weg runter an die Lahn. Von dort gibt es einen schönen Blick auf das Ensemble Schloss und Dom. Und an der Lahn tummeln sich Enten, Schwäne und Gänse, die beobachtet werden können.

Schon oft vorbeigekommen, ist es immer wieder interessant, zu sehen, wie hoch die Lahn in all den Jahren immer mal wieder stand.

Geocahing Altstadt Limburg

Es war eine kurzweilige Stunde. Die Kinder hatten richtig viel Spaß dabei, den Weg zu finden und die Schilder mit den Hinweisen zu lesen. Es ist eine spannende Idee, um die Altstadt Limburg nochmal völlig anders zu entdecken.

Die gesamte Anweisung zu dem Geocache findet ihr hier

Geocaching Altstadt Limburg

St. Lubentius Basilika Dietkirchen

Unterwegs in der Region – St. Lubentius Kirche Dietkirchen

Hoch auf ihrem Felsen sitzend ist die St. Lubentius Kirche in Dietkirchen von vielen Punkten in der Region aus zu sehen – von der A3 oder von der Dietkircher Höhe aus. Sie ist beliebter Ort von Konzerten und vom Felsen aus hat jeder einen schönen Blick über das Lahntal.

Von der Dietkircher Höhe gibt es einen Blick auf die Lubentius Kirche.

Am Westufer der Lahn auf einem Felsen gelegen steht die romanische St. Lubentius Kirche. Bis ins 13. Jahrhundert war diese Stiftskirche der kirchliche Mittelpunkt in der Region. Grabungen in den 1950er und 1960er Jahren ergaben, dass die Menschen den Felsen seit der Jungsteinzeit besiedelten.

Die 39 Meter lange Basilika besitzt zwei markante Türme, die gleich hoch sind und nur unterschiedlich hohe Dächer besitzen. Im Gegensatz zum Limburger Dom ist auch der Gang zwischen den beiden Türmen noch erhalten. Umgeben ist die Basilika von einem alten Friedhof.

Legende um den Heiligen Lubentius

Die Keimzelle der Christianisierung im Lahntal lag in Dietkirchen. Ein Missionar war der heilige Lubentius. Er war nicht nur missionarisch in der Region tätig. Es gibt eine Legende um ihn, die ihn eng mit der Lubentius Kirche, welche er gegründet hat, verbindet. Gestorben war der heilige Lubentius in Kobern an der Mosel. Sein Leichnam ließ sich nicht wegbewegen. Die angereisten Bischöfe legten den Leichnam in einen unbemannten Kahn und der Flusslauf sollte die Grabstätte bestimmen. Laut Sage trieb das Boot bis Koblenz, von dort rheinaufwärts und von dort in die Lahn hinein. In Dietkirchen landete das Boot und der Heilige wurde in der von ihm gegründeten Kirche begraben. (Quelle: „Limburg an der Lahn – Im Wandel der Zeit“ von Dr. Christoph Waldecker)

Teil des Geopark Westerwald-Lahn-Taunus

St. Lubentius Dietkirchen zählt mit zum Geopark Westerwald-Lahn-Taunus. Dies hat sie ihrem Standort zu verdanken. Auf einem steilen Kalkfelsen thront die Basilika über der Lahn. Daher passt sie sehr gut in den Geopark, dessen Motto „….wo Marmor, Stein und Eisen spricht“. Der Fels „spricht“ von einer langen Geschichte. Es wird vermutet, dass die erste aus Stein gebaute Kirche bereits 730 nach Christus an dieser Stelle errichtet wurde. Die Spuren der Besiedlung gehen noch viel weiter zurück bis 4.000 Jahre vor Christus. 838 fand die Einweihung der erweiterten Kirche statt, in welcher die Gebeine von Lubentius bestattet wurden.

Geopark Westerwald-Lahn-Taunus

Nicht nur die kulturelle Geschichte um die Kirche ist sehr bewegend. Auch die geologische Geschichte ist sehr interessant. Der schroffe Kalksteinfelsen hat seinen Ursprung vor etwa 375 Millionen Jahren im Erdzeitalter des Devon. Damals lag dieses Gebiet inmitten eines Meeres. Unter tropischen Klimabedingungen siedelten sich Korallen oder Stomatoporen an den Rändern der Vulkaninseln an und starben. Durch diese kalkschaligen Organismen existieren die riesigen Kalkvorkommen im Lahntal. Der Kalkstein besitzt eine große wirtschaftliche Bedeutung.

 

Mehr zur Lubentius Kirche mit dem Aufbau der Kirche selbst und einigen Hintergründen zur kirchlichen Bedeutung von Dietkirchen findet ihr hier.

Blick von der Brücke auf die Kirche

Da sich der Hang herrlich der Sonne präsentiert, bauen die Menschen seit 1998 an dem Hang Wein an. Jedes Jahr ernten sie um die 400 Kilogramm Trauben. Aus diesen wird der Dietkirchener Lubentius Ley Wein gekeltert. Dieser wird hauptsächlich als Messwein genutzt.

Von Limburg aus kommend führt ein asphaltierter Weg immer an der Lahn entlang Richtung Dietkirchen. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß seid ihr gemütlich unterwegs auf diesen drei Kilometern. Auf diesem Weg kommend habt ihr einen sehr schönen Blick auf die Kirche.

 

Nassau-Wäller-Route

Auf der Nassau-Wäller-Route durch den Westerwald

Bei schönem Wetter lockt es uns nach draußen. Mit dem Fahrrad lässt sich die Region erkunden. Eine wunderschöne Route über 58 Kilometer ist die Nassau-Wäller-Route quer durch den Westerwald. Diese Route führt von Westerburg nach Elz, über Hadamar und Dornburg zurück nach Westerburg. Sie geht also westlich durch Rheinland-Pfalz und östlich meist durch Hessen. Dabei durchquert sie den Nordkreis des Landkreis Limburg-Weilburg.

Ich empfehle euch, die Radtaschen zu packen mit etwas zu trinken und zu essen und dann aufs Rad geschwungen. Gerade im Frühling, wenn die Natur erwacht, gibt es viel entlang des Radweges zu entdecken. Aber auch im restlichen Jahr macht es immer wieder Spaß, auf diesem Weg durch den Landkreis zu fahren.

Nassau-Wäller-Route

Teilweise kreuzt die Nassau-Wäller-Route bestehende Radwege. So führt er teilweise über den Fernradweg R8, über die Geopark-Basalt-Radroute oder die Westerwaldschleife. So könnt ihr an verschiedenen Stellen auf diese Rundtour auffahren. Mit einer guten Ausschilderung findet sich jeder sehr gut zurecht. Da sie auch an etlichen Bahnhöfen vorbeiführt, kann überall auf der Strecke eingestiegen werden.

Im Landkreis führt die Route eine recht lange Strecke am Elbbach entlang. Neben schönen Abschnitten durch die Natur führt die Strecke am Ewigen Eis in Dornburg vorbei, am Fürstenschloss in Hadamar mit dem Glasmuseum und in Elz wartet ein historischen Ortskern auf die Radfahrer, in dem ihr einige Skulpturen rund um das Thema Musik und Kultur entdecken könnt.

Nassau-Wäller-Route
Nassau-Wäller-Route entlang des Elbbachs

In Hadamar selbst geht es von der Straße auf den Radweg entlang des ehemaligen Kalkwerkes, welches heute Naturschutzgebiet ist. Der Bergbau im Hadamarer Land war zur Mitte des 19.Jahrhunderts von wirtschaftlicher Bedeutung für die Menschen, die Unternehmen und somit für die Region. Da es sich jedoch nicht um reiche Vorkommen handelte, währte die Bedeutung nur wenige Jahrzehnte. In Hadamar wurde Kalk abgebaut. Im südlichen Teil des Bruchs befand sich eine Mühle, welche den Kalk in verschiedenen Körnungen mahlte. In 1958 wurde der Betrieb eingestellt.

Nassau-Wäller-Route

Im April 1962 fand die Sprengung des Schornsteines statt, welches das letzte sichtbare Zeichen dieses Unternehmens war. Danach nutzte niemand mehr diese Fläche und sie wurde sich selbst überlassen. Es fand eine Sukzession statt, was bedeutet, dass sich Tiere und Pflanzen diesen Standort wieder zurückholten.

Naturschutzgebiet am Elbbach

Ufergehölzsaum ist unbeeinflusst und rund um den Elbbach befindet sich ein sogenannter Pionierwald. Zudem besitzt dieses Naturschutzgebiet einen hohen Anteil an Totholz, was seinen besonderen Wert ausmacht. Viele Käferarten finden in dem Totholz ein Habitat. Zahlreiche geschützte Tier und Pflanzenarten finden in dem Naturschutzgebiet einen für sie geeigneten Lebensraum. Dieses Naturschutzgebiet befindet sich mitten in der Stadt, nicht weit von einer Straße entfernt, die Bahnlinie führt da entlang. Und dennoch ist es ein  ganz eigenes Fleckchen mit frischer Luft, rauschendem Wasser und viel zu sehen.

Nassau-Wäller-Route

Fledermäuse, Eisvogel und viele andere Tierarten soll es dort geben. Daher ist das Naturschutzgebiet mit einem Zaun umschlossen. Dadurch findet keine Ruhestörung der Tiere statt oder werden wertvolle Pflanzen niedergetreten.

Ausführliche Informationen findet Ihr auf der Seite vom Westerwald. Dort wird die gesamte Route als Trip für geübte Radfahrer bezeichnet.

Nassau-Wäller-Route

Mehr zur Nassau-Wäller-Route findet ihr auch auf der Seite Südlicher Westerwald

 

Glücksorte Bücher

Buchtipp – Glücksorte im Landkreis

Mit der Buchreihe „Glücksorte“ nimmt der Droste-Verlag die Leser mit in eine Region.

Gemeinsam können Orte entdeckt werden, welche dazu anregen, Kraft zu tanken und durchzuatmen. Welche dazu einladen, besonderen Menschen zu begegnen oder besondere Köstlichkeiten zu kosten. Inzwischen gibt es vier Bücher, in denen auch „Glücksorte“ im Landkreis Limburg-Weilburg vorgestellt werden.

Glücksorte Lahn und Westerwald

Mit den beiden Bänden „Glücksorte an der Lahn“ sowie „Glücksorte im Westerwald“ lassen sich einige schöne Stellen in unserem Landkreis entdecken. Sie sind eine Hommage an unsere schöne Region, an die vielen Orte, an die Gastronomie, die sich etwas abhebt. Und je nach Autor liegt der Schwerpunkt immer etwas anders, so dass es einen sehr vielfältigen Einblick in die Region gibt. Neu erschienen in der Reihe sind „Glücksorte in und um Limburg“ sowie „Blaue Glücksorte im Westerwald“.

Die Bücher sind alle gleich aufgegliedert. 80 Glücksorte nehmen den Leser auf eine kleine Reise durch die Region. Eine Seite ist dem Glücksort vorbehalten, ergänzt mit einem großen Foto sowie Daten zur Örtlichkeit und Erreichbarkeit. An ungemütlichen Tagen sind die Bücher genau das Richtige, um darin zu schmökern und neue Ausflüge zu planen.

Glücksorte an der Lahn

Die „Glücksorte an der Lahn“ hat die heimische Autorin Nicole Steffens gesammelt. Die Lahn lockt mit viel Natur, aber auch Kultur und Geschichte. 80 Glücksorte an der Lahn sind dabei zusammengekommen mit einer Altstadtführung in Limburg oder einem kulturellen Besuch im Rosenhang Museum in Weilburg. Tipps für Wander- und Radwege aber auch für die kulinarische Einkehr locken.

Glücksorte im Westerwald

Der Landkreis Limburg-Weilburg liegt am Rande des Westerwaldes und so gibt es in dem Buch „Glücksorte im Westerwald“ von Andreas Stahl auch einige Tipps in unserem Landkreis. Neben dem Kanuwandern auf der Lahn empfiehlt er einen Besuch im Rosengarten Hadamar oder eine Einkehr in der Obermühle am Fuße des Domfelsens in Limburg. Dazu gibt es kleine Geschichten.

Glücksorte in und um Limburg

In diesem Buch möchte die Autorin Nicole Steffens die Leser dazu ermutigen, neue Ecken in Limburg zu entdecken, aber auch die Augen im Umland aufzuhalten. Dabei geht ihr Blick recht weit um Limburg herum, so zum Beispiel nach Bad Camberg und sogar bis nach Sayn zum Schmetterlingshaus.

Blaue Glücksorte im Westerwald

In diesem Band dreht sich beim Autor Andreas Stahl alles um Orte, die mit dem Wasser verbunden sind. Das Wassermuseum in Löhnberg oder das Ewige Eis in Dornburg finden sich genauso in dem Buch wie eine Sauna am Fluss oder ein Lehrpfad am Bach. In seinen Glücksorten plätschert und sprudelt es oder lädt zur Ruhe ein.

Glücksorte Lahn und Westerwald

* wenn ihr das Buch über die Seite kauft, erhalte ich eine kleine Provision, ohne dass es euch mehr kostet 

Mordschau Elz

Sagenumwobene Mordschau im Elzer Wald

Unterwegs im Elzer Wald kann sich jeder auf ein Stück Spurensuche hinein in die Geschichte begeben. Neben einem Spaziergang durch den Wald lässt sich auch einiges entdecken. Ein Ort, der sich tief im Wald versteckt, ist die Mordschau. Geschichtlich etwas düster ist es ein besonderer Ort des Glaubens.

Richtung Niedererbach geht es beim ehemaligen Forsthaus rein in den Wald. An den Fischteichen vorbei hält sich der Spaziergänger links und geht den Berg hinauf. Auf linker Seite blickt man leicht nach unten ins Hasslerbachtal. Irgendwann weist ein hölzernes Schild den Weg zur Mordschau. Dort kann jeder einen Moment verweilen.

Sage zur Mordschau

Die Mordschau ist ein beliebter Ort für die Elzer. Karfreitag in der Früh gibt es jedes Jahr eine Prozession von der Pfarrkirche zur Mordschau, an der sich viele Elzer beteiligen. Eine Sage erzählt, dass die Elzer im 30-jährigen Krieg an diesen Ort vor den schwedischen Soldaten flohen. Sie besagt weiterhin, dass die Soldaten die Bürger dennoch fanden und alle töteten. Auch wenn es keinerlei Belege für diese geschichtliche Begebenheit gibt, ist diese Sage tief in Elz verankert. Der Heimatdichter Paul Blättel verfasste das Stück „D`Schwed im Land“, welches 1931 Uraufführung feierte und seitdem durch mehrere Theatergruppen wurde. Dieses Stück war auch die Inspiration dazu, das Kreuz in der Mordschau aufzustellen und diesen Gedenkplatz zu gestalten.

Mordschau Elz

Am Karfreitag 1933 errichtete die Katholische Jugend und der katholische Gesellenverein, die heutige Kolpingfamilie, das Kreuz im Gedenken an den Kreuztod Jesu im Elzer Wald. 1935 wurde das Kreuz komplettiert mit dem hölzernen Christuskörper, welcher vom Schlosser Josef Braun geschnitzt wurde. Seitdem erfuhr der Platz einige Umgestaltungen und das Kreuz einige Restaurierungen. Diese Gedenkstätte ist allen Kriegsopfern, Verfolgten und Vertriebenen gewidmet.

Mordschau Elz

Über den Hasslerbach geht es hoch zur Mordschau

Keltischer Ursprung des Namens

Doch weist der Name „Mordschau“ wirklich darauf hin, dass sich hier grausames ereignet hat? Bereits in einem Kaufvertrag im Mittelalter von einem Heinrich von Elße mit dem St. Georgstift Limburg vom 12. März 1439 wird dieses Stück erwähnt und somit bereits lange vor dem 30-Jährigen Krieg im 17. Jahrhundert. In dieser Urkunde ist von „einer Wiese in der mortßaue bei der Wiese des Pfarrers von Elz“ die Rede. Auch in einem Dokument von 1697 ist von den „Mortsauer Wiesen“ die Rede. Ein Beleg für das Blutbad durch die Schweden an den Elzer Bürgern gibt es nicht und dies, wo es für den 30-jährigen Krieg viele Belege aus der Region gibt.

Es wird vermutet, dass der Begriff „Mortsaue“ auf den keltischen Begriff „Mortsave“ zurückgeht, was soviel bedeutet wie Sumpfwasser oder Trübwasser. Der Begriff Mordschau wurde um 1870 das erste Mal erwähnt und wurde dann wohl durch das Theaterstück und die Auseinandersetzung mit selbigen geschliffen ,so dass der Ort heute nur noch als Mordschau bekannt ist.

Mordschau Elz

Das Kreuz in der Mordschau als Ort des Gedenkens

Niederungsburg mitten im Wald

Nach einer Rast an der Mordschau geht es weiter Richtung Niedererbach. Etwas unscheinbar und mit Bäumen bewachsen befindet sich dort das Überbleibsel einer Niederungsburg. Bekannt ist dieser kleine Hügel nördlich der Mordschau als Pfaffenkopf. Dieser Name leitet sich davon ab, dass rund um diesen Hügel sich Wiesen des „Pfaffen“ im 15. Jahrhundert befanden. Inzwischen ist bekannt, dass es sich hier nicht um einen natürlichen Hügel handelt, sondern um eine vom Menschen gestaltete Aufschüttung.

Pfaffenkopf Elz

Auch wenn es nie eine Grabung dort gab, ist man sich sicher, dass sich dort eine frühe Burg befunden hatte. Hüttenlehmfunde sowie Scherbenfunde aus 1993 weisen darauf hin. Solche Niederungsburgen hießen auch Motte, welche im 9. Jahrhundert über Frankreich bis Polen errichtet wurden und bis ins 14. Jahrhundert bestanden. Danach wurde sie aufgegeben, die Gründe sind nicht bekannt.

Solche Motten, französisch für Klumpen, bestanden aus aufgeschütteten und verdichteten Hügeln, wofür bis zu 10.000 Kubikmeter Erde aus der Umgebung herangeschafft wurde. Mittig befand sich häufig ein Turm und die ganze Burg wurde mit Palisaden abgesichert. Davon ist heute nichts mehr zu sehen und es gehört ein wenig Phantasie dazu, in diesem Hügel eine ehemalige Ansiedlung zu erkennen.

Ihr möchtet noch mehr über die Kelten in der Region erfahren? Sie haben weitere Spuren hinterlassen. Ihr könnt den Keltenweg in Dornburg wandern und mehr über sie entdecken.
Eine Spurensuche für den Landkreis habe ich hier zusammengefasst.