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Autor: Heike Lachnit

Spuren des Lahn-Marmors in der Stadtkirche Limburg

Auf den Spuren des Lahn-Marmors in Limburg

Im Landkreis Limburg-Weilburg gibt es zahlreiche Spuren des Lahn-Marmors zu entdecken. Bei einer Führung waren wir in Limburg unterwegs.

Entlang der Lahn hat sich über die verschiedenen Erdzeitalter und damit verbundenen plattentektonischen Bewegungen ein ganz besonderer, polierfähiger Kalkstein gebildet, der als Lahn-Marmor weltweit bekannt ist. Auch wenn er seit den 1970er Jahren nicht mehr abgebaut wird, sind nicht nur auf der Welt, sondern auch im Landkreis Limburg-Weilburg seine Spuren zu finden.

Spuren des Lahn-Marmors

In diesem Jahr widmet das Lahn-Marmor-Museum in Villmar dem Lahn-Marmor im Barock eine Sonderausstellung verbunden mit einigen Führungen in der Region. Die Barockzeit gilt als erste Blütezeit des Lahn-Marmors. Der farbenprächtige, faszinierend gemusterte Stein war beliebt für die Ausstattung repräsentativer Gebäude wie Schlösser und Kirchen. Auf Hochglanz poliert machte er einiges her.

Zwar gingen viele Werke während des 30-jährigen Krieges, in der Zeit der Säkularisierung und in den Weltkriegen verloren, aber es sind auch zahlreiche Spuren in der Region und weltweit zu finden. Um einen Einblick in die Vielfalt der Verwendung zu geben, lud das Lahn-Marmor-Museum am Wochenende dazu ein, Lahn-Marmor in Limburg zu entdecken.

Die Führung begann in der Stadtkirche Limburg. In dieser ehemaligen Barfüßerkirche des Franziskaner Bettelordens gibt es gleiche mehrere Stücke aus Lahn-Marmor. Kommt man in die Kirche hinein, befinden sich an beiden Eingängen Weihwasserbecken. Weihwasser war nichts Alltägliches, sondern besonderes Wasser und daher sollte dies auch in besonderen Becken gefüllt werden. Leider lässt sich nicht immer genau sagen, um welchen besonderen Lahn-Marmor es sich handelt. Manche, die sich intensiv damit beschäftigen, können diesen anhand Farbe und Maserung zuordnen. Aber ohne Unterlagen ist dies nicht für jeden Stein machbar.

Lahn-Marmor in der Stadtkirche Limburg

Epitaphe aus Lahn-Marmor

Ein besonderes Augenmerk galt den drei Epitaphen in der Stadtkirche. Hierbei handelt es sich um Bildwerke, die auf Begräbnisse hinweisen. Ein Epitaph besteht immer aus drei Teilen – einem unteren Teil, wo geschrieben steht, wem die Platte gilt und wann derjenige verstorben ist. In der Mitte befindet sich immer ein Bild, welches Aussagen zum Leben des Verstorbenen enthält und der obere Bereich nennt sich Auszug.

Die Epitaphe in der Stadtkirche sind der Familie Walderdorf zuzuordnen. Auf ihnen finden sich Aussagen zu den Familienverhältnissen, die Wappen des Stammbaumes sind dargestellt. Dem Stammbaum wurde in der damaligen Zeit eine große Bedeutung zugemessen, denn nur mit dem richtigen Stammbaum war es möglich, bestimmte Ämter überhaupt zu erreichen. Wenn man sich die einzelnen Epitaphe anschaut, kann man einiges entdecken wie unten in dem Foto dargestellt.

Hierbei handelt es sich um das Epitaph von Johann Peter und Magdalena Walderdorff. Beide sind links und rechts der Säulen dargestellt. Im Feld über Johann Peter befinden sich Rüstung und Waffen – es werden seine Tätigkeiten dargestellt. Über ihr im Feld sind Stickrahmen, Schere, Stoffe und Gebetsutensilien zu erkennen. In der Mitte sitzen zwei Putten, welche die beiden betrauern.

Für die Epitaphe wurde der wertvollste Lahn-Marmor verwendet, der Schupach Schwarz. Mit seiner weißen Maserung gehörte er zu den edelsten Steinen, die hier in der Region abgebaut wurden.

Epitaph in der Stadtkirche Limburg

Lahn-Marmor auf dem Friedhof

Von der Stadtkirche aus ging es hoch auf den Friedhof an dem, denn auch da befinden sich Grabsteine aus Lahn-Marmor, doch diese sind etwas unscheinbarer als die Kunstwerke in der Kirche. Da ist es schon gut, dass darauf hingewiesen wird, dass diese aus Lahn-Marmor sind, denn das ungeübte Auge erkennt dies nicht.

Zum einen ist die Grabplatte des Künstlers Arnold Hensler aus Lahn-Marmor. Daneben befindet sich eine Gruppe aus Grabkreuzen aus dem Lahn-Marmor Schupbach Schwarz, die Ende des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts gestaltet wurden. Sie sehen sich alle sehr ähnlich und bilden eine interessante Gruppierung.

Spuren des Lahn-Marmors findet ihr ebenfalls im Dom Limburg wie auch in der Villmarer Kirche.

Innenraum der Stadtkirche Limburg

Stadtkirche Limburg – Eine ehemalige Barfüßerkirche

Die Stadtkirche Limburg geht manchmal neben dem Limburger Dom unter. Aber auch sie erzählt eine interessante Geschichte.

Den Dom kennt jeder in Limburg, doch die Stadtkirche Limburg, obwohl mitten in der Altstadt gelegen, fristet ein kleines Schattendasein. Dabei hat auch sie die Geschichte in der Stadt mitgeprägt und weiß so einiges zu erzählen.

STadtkirche Limburg - Franziskanerkirche

Stadtkirche Limburg

Vom Kornmarkt zum Bischofsplatz führt die Barfüßerstraße und sie gibt einen Hinweis auf die Ursprünge der Stadtkirche. Bei dieser handelt es sich um eine Barfüßerkirche, eine ehemalige Franziskanerkirche. Die Franziskaner sind ein Bettelorden, welcher sich der radikalen Armut verschrieben hat. Die Kirche ist dem Hl. Sebastian geweiht. Um 1232 ließ sich der Orden nieder. Um 1320 herum begannen sie wohl mit dem Bau der Kirche. Diese ist wie alle Kirchen der Bettelorden weit, hell, mit großen Arkaden und relativ schmucklos.

Innenraum Stadtkirche Limburg

Die Einfachheit der Lebensweise des Ordens schlägt sich auch im Kirchenbau wieder. Man befand sich – in Bezug zum Dom – unten bei den einfachen Leuten, übernahm seelsorgerische Aufgaben und war für das gemeine Volk da. Im 15. Jahrhundert schlossen sich die Limburger Franziskaner der noch strengeren Observanzbewegung an. Ihren gesamten Besitz übertrugen sie dem Erzischof von Trier. Während der Reformation zwischen 1577 und 1582 war das Kloster geschlossen.

Im 17. Jahrhundert gab es mit der Weiterführung des Klosters einen Aufschwung. Es fanden Umbauten im barocken Stil statt. In dieser Zeit wurde unter anderem die barocke Decke eingezogen. Viele der Kunstgaben, welche heute in der Kirche zu sehen sind, stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die vorhandenen Altäre lassen sich sogar auf das Ende des 19. Jahrhunderts datieren. 1813 fiel das Kloster der Säkularisierung zum Opfer, 1820 wurde es in Stadtkirche umbenannt. 1827 übernahm das Bistum Limburg die Stadtkirche als Hauskapelle des Bischofs von Limburg.

Lahn-Marmor in der Stadtkirche

Weil die Bettelorden nahe beim Volk waren, waren sie beliebte Stätten für Begräbnisse. Die Menschen hatten den Glauben, dass Bettelorden ewig bestehen und daher ewig für ihr Seelenheil beten würden. Daher galten sie als „Garant für die Ewigkeit“. In der Stadtkirche befinden sich einige Epitaphe. Hierbei handelt es sich um Bildwerke, welche auf Begräbnisse hinweisen. Sie sind ein Erinnerungsmal in der Kirche, wo das eigentliche Grab liegt, ist nicht mehr immer bekannt.

In der Stadtkirche gibt es drei Epithaphe, welche alle eine Verbindung zu der Familie Walderdorff haben. Ein weitere Besonderheit ist, dass sie alle aus dem Lahn-Marmor Schupbach Schwarz hergestellt wurden. Lahn-Marmor war ein beliebter, hochpreisiger Lahn-Marmor ab 1590. Er wurde besonders in repräsentativen Gebäuden verbaut. Spuren von ihm sind weltweit bis heute zu finden. 

Epitaph in der Stadtkirche Limburg

Doch diese Epitaphe sind nicht die einzigen Spuren diesen schönen Kalksteines in der Kirche. Die Weihwasserbecken am Eingang der Kirche sind ebenfalls aus Lahn-Marmor. Weihwasser ist nichts alltägliches und daher wurden die Becken aus diesem besonderen Kalkstein gefertigt. Da dieser Werkstoff wohl sehr gefallen hat, aber auch sehr hochpreisig war, wurden die Brüstungsfelder unterhalb der Orgel in Marmor-Optik gestaltet. Die Orgel selbst stammt aus den 1680er Jahren.

Weihwasserbecken

Ich kann Euch sehr empfehlen, wenn ihr auf einem Stadtrundgang in Limburg unterwegs seid, auch die Stadtkirche mal zu besuchen.

Ihr wollt mehr über den Lahn-Marmor erfahren? Dann kann ich Euch einen Besuch des Lahn-Marmor-Museums in Villmar empfehlen.

Quelle: Führung durch die Kirche sowie Wikipedia

Eingang zum Maislabyrinth Aulenhausen

Maislabyrinth Aulenhausen – Auf ins Abenteuer

Das Maislabyrinth Aulenhausen lädt zu Abenteuern für die ganze Familie inmitten der Natur ein. Begebt euch auf Entdeckungsreise im Grünen. Am 10.09. 2026 schließt das MAislabyrinth für dieses JAhr.

Neben dem Maislabyrinth in Mensfelden ist das Maislabyrinth in Weilmünster-Aulenhausen seit 2024 das zweite Labyrinth im Grünen, welches im Sommer auf Entdeckungsreise einlädt. Am Sonntag, 19.07.2026 ist die offizielle Eröffnung des Labyrinths vom Birkenhof Aulenhausen. Das diesjährige Maislabyrinth liegt unterhalb des Waldfriedhofes.

Maislabyrinth Aulenhausen

Maislabyrinth Aulenhausen

Das Maislabyrinth Aulenhausen verbindet Naturerlebnis, Bewegung und Rätselspaß. Ob mit Kindern, Freunden oder den Großeltern: der Weg durch die hohen Maispflanzen sorgt jedes Jahr aufs Neue für Spannung. Dank der breiten Wege ist das Labyrinth auch mit einem Kinderwagen gut begehbar.

Mitten in der Natur gelegen ist der Ausflug zum Abenteuer nicht nur ein kleines Spiel mit dem Gespür für den richtigen Weg. Es ist ebenso ein Ausflug in die ländliche Region des Landkreises, wo die Felder aneinander liegen und am Rand die Bäume emporragen und in den Wald übergehen. Mit in dieser ländlichen Idylle befindet sich das Maislabyrinth und lädt auf ein kleines Abenteuer ein.

Über den Mais drüber zu schauen, ist nicht möglich. Halm an Halm steht er in einer Reihe. Die Kolben hängen an ihm dran, wie rote Haare schauen die sogenannten Seiden am oberen Rand des Kolbens heraus. Sie lassen wenig von dem Weg erkennen, der vor uns liegt. Da vorne links oder rechts oder geradeaus? Die Fahne mit dem gelben Smiley lockt, denn dort befindet sich mitten im Feld eine Aussichtsplattform. Aber wie dahin kommen? Dass lässt sich auf den ersten Blick nicht erkennen. Vor allem Kinder haben großen Spass daran, alle Wege auszuprobieren.

In diesem Jahr lautet das Motto „Rätsel und Detektive“ mit einer Standard- und einer Expertenvariante. Die breiten Wege laden zu einer gemütlichen Entdeckung ein. Es ist ein naturnaher Familienspaß für alle Generationen. Es ist zu empfehlen, festes Schuhwerk zu tragen, da sich das Feld leicht an einem Hang befindet und naturbedingt der Untergrund etwas uneben ist.

Mais im Maislabyrinth

Mais im Maislabyrinth Aulenhausen

Wer die Orientierung behalten möchte, dem empfehle ich, sich die Luftaufnahme mitzunehmen. Die kann dabei helfen, den richtigen Weg zu finden.

Informationen für den Besuch

Das Maislabyrinth befindet sich dieses Jahr in der Nähe des Waldfriedhofes in Aulenhausen. Ihr könnt entweder direkt dort oder unterhalb des Labyrinths auf einem Stoppelfeld parken. Die Betreiber bitten darum, nicht auf den anderen Wegen um das Maislabyrinth herum zu parken, da diese dem landwirtschaftlichen Verkehr dienen.

Das Maislabyrinth ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kosten 4 Euro pro Person. Jeden Sonntag sorgen die Aulenhäuser Vereine von 12 bis 18 Uhr für die Bewirtung vor Ort.

Mehr Infos findet ihr auch auf dem Instagram-Kanal des Maislabyrinths.

Ihr habt Lust auf weitere Entdeckungen im Umkreis? Dann besucht in Freienfels gerne die Burg und taucht ein in vergangene Zeiten.

Lahnwanderweg Limburg-Weilburg - Kühle Orte im Landkreis Limburg-Weilburg

Kühle Orte im Landkreis Limburg-Weilburg

Kühle Orte im Landkreis Limburg-Weilburg werden gesucht, wenn das Thermometer über die 30-Grad klettert. Dann sehnen wir uns nach Orten, die Schatten spenden, Wasser bieten oder einfach ein paar Grad kühler sind als die heiße Innenstadt.

Der Landkreis Limburg-Weilburg hat einige kühle Orte zu bieten, welche dann besucht werden können. Zwischen Taunus und Westerwald verstecken sich Orte, an denen es sich herrlich durchatmen lässt, wenn das Thermometer über 30 Grad steigt. Plätschernde Bäche, schattige Wäldern oder historische Mauern laden zur Abkühlung im Sommer ein. In diesem Beitrag nehme ich euch mit zu den kühlsten Ecken der Region. Die Tipps sind perfekt für heiße Tage, an denen man trotzdem etwas erleben will.

Kühle Orte im Landkreis

1. Ewiges Eis in Dornburg – der kühlste Ort der Region

Der kühlste Ort im Landkreis ist das Naturphänomen Ewige Eis zwischen Frickhofen und Wilsenroth. Rund um die geologische Formation herrschen angenehme 20 Grad Celcius. Geht ihr ganz nah an den Berg heran, können die Temperaturen sogar einstellig werden. Wenn ihr dorthin fahrt, genießt gerne den Schatten der Bäume, während ihr noch ein wenig auf dem Blasiussteig wandern geht. Dabei könnt ihr noch einiges über die Kelten erfahren.

2. Bergbaumuseum in Weilburg – Geschichte bei angenehmen Temperaturen

Ihr möchtet etwas über die Region erfahren und dennoch sucht ihr einen kühlen Ort? Dann besucht gerne das Bergbaumuseum in Weilburg. Hier lernt ihr einiges über die Stadtgeschichte und über den Bergbau in der Region. In dem Museum ist der „Tiefe Stollen“ naturgetreu nachgebaut, der angenehme Kühle verspricht. Der danebenliegende Schlossgarten lädt auch danach im Schatten seiner Bäume zum Verweilen ein.

3. Kristallhöhle Kubach – 70 Meter unter die Erde

Ein weiterer kühler Ort in Weilburg ist die Kristallhöhle in Kubach. Über 426 Stufen geht es bis zu 70 Meter tief in den Berg hinein. Da benötigt ihr auch an heißen Tagen eine Jacke. Mit dem hinabsteigen in die Tiefe geht es runter in 350 Millionen Jahre Erdgeschichte. Eine riesige Schauhöhle wartet darauf, entdeckt zu werden.

Kubacher Kristallhölle ist einzigartig in Deutschland- Kühle Orte im Landkreis Limburg-Weilburg

3. Freibäder im Landkreis

Natürlich gibt es prima Erfrischung auch in den zahlreichen Freibädern im Landkreis. Hier lässt es sich den ganzen Tag aushalten, wenn es zu warm wird, genügt ein Sprung ins frische Nass und Bewegung kommt auch nicht zu kurz. Hier könnt ihr euch jederzeit erfrischen. Neben den zahlreichen Freibädern locken auch einige Seen wie der Seeweiher in Mengerskirchen oder der Möttauer Weiher.

4. Kirchen im Landkreis – dicke Mauern gegen die Sommerhitze

Wer eher die Kühle dicker Mauern sucht und gerne noch etwas mehr über die Geschichte der Region kennenlernen möchte, der kann an heißen Tagen gerne die Gemäuer der Kirchen im Landkreis besuchen. Diese stecken voller Geschichten und laden zum Verweilen ein. Sehr präsent ist der Limburger Dom, welcher hoch über der Lahn thront. Dieser weiß einige Geschichten zu erzählen, die darauf warten, entdeckt zu werden. Aber auch die Lubentiuskirche in Wiesbaden oder die Weilburger Schlosskirche sind kühle Orte, die immer einen Besuch lohnen.

5. Schattige Wanderwege im Landkreis Limburg-Weilburg

Wer auch bei Hitze nicht auf Bewegung verzichten möchte, der findet zahlreiche Wanderwege im Landkreis, die durch die Wälder führen und daher erfrischend zu gehen sind. Bei Hadamar könnt ihr zum Heidenhäuschen wandern, im Weiltal lockt der Weiltalwanderweg und auf der Trasse der alten Kerkerbachtalbahn lässt es sich auch sehr gut wandern, wenn die Sonne hoch am Himmel steht. Die Wälder bieten angenehmen Schatten und auch eine kühlere Lufttemperatur.

Heidenhäuschen Hadamar

6. Kanutour auf der Lahn – Abkühlung vom Wasser aus

Und natürlich zieht sich die Lahn wie ein blaues Band durch den Landkreis und viele Stellen laden zum Verweilen ein. Wie wäre es mit einer Kanutour auf der Lahn? Einfach mal die Füße ins Wasser halten und sich treiben lassen.

7. Kurpark Bad Camberg – grüne Oase in der Stadt

Mitten in der Stadt gelegen als grüne Lunge ist der Kurpark Bad Camberg sehr zu empfehlen, wenn es mal wieder heißer wird. Durch hohe Bäumen gesäumt, lässt es sich dort sehr gut verweilen. Becken laden zum Kneippen ein, der Kräutergarten verwöhnt die Sinne und auf dem Barfußpfad könnt ihr entspannen. Hier könnt ihr Abkühlung, Bewegung und Wohlsein miteinander wunderbar verbinden.

Im Landkreis Limburg-Weilburg warten kleine Oasen, die nicht nur für Abkühlung sorgen, sondern sehr vielfältig sind. Für jeden ist etwas dabei.

Tipps für heiße Tage

Die heißen Tage nehmen zu und sind eine Herausforderung für unseren Körper und unsere Gesundheit. Daher möchte ich euch zum Schluss noch einige Tipps für heiße Tage mitgeben.

  • Viel trinken
  • Leichte Kleidung aus Baumwolle oder Leinen tragen
  • Verwendet Sonnenschutzmittel und meidet direkte Sonneneinstrahlung
  • Legt ausreichend Pausen ein

Ihr wollt Euch noch weiter informieren, was ihr an heißen Tagen tun könnt? Dann empfehle ich euch das Hitzeportal des Landkreises Limburg-Weilburg, welches voller Informationen steckt.

FAQ an Hitzetagen

Wo ist es im Landkreis Limburg-Weilburg im Sommer besonders kühl?

Das Ewige Eis bei Dornburg gilt als einer der kühlsten Orte der Region. Selbst an heißen Tagen können dort deutlich niedrigere Temperaturen, teilweise im einstelligen Bereich, herrschen.

Welche Indoor-Ausflugsziele eignen sich bei Hitze?

Die Kubacher Kristallhöhle und das Bergbaumuseum in Weilburg bieten angenehme Temperaturen auch an heißen Sommertagen.

Welche Wanderwege eignen sich bei großer Hitze?

Waldreiche Strecken wie der Weiltalwanderweg oder Wege rund um das Heidenhäuschen bieten viel Schatten.

barfuß über den Barfußpfad Bad Camberg

Barfußpfad Bad Camberg – Highlight für die Füße

Seit Herbst 2024 ist der Kurpark in Bad Camberg um eine Attraktion reicher – der Barfußpfad lädt zum Entdecken ein. 

Barfuß laufen auf verschiedenen Untergründen ist eine besondere Erfahrung, welche Körper und Seele stärkt und somit perfekt in das Konzept des Kurparkes passt.

Barfußpfad Bad Camberg

Der Kurpark in Bad Camberg bietet bereits eine große Vielfalt für das Wohlbefinden und die Gesundheit. Neben einem Kräutergarten, Kneipp-Bädern, einem Sportparkour und Spazierwegen gibt es eine weitere Attraktion zu entdecken, die sich vor allem der Gesundheit der Füße widmet – der Barfußpfad. Als ein Rundweg angelegt, ist er für alle Besucher und Besucherinnen geeignet, die gerne erfahren möchten, wie es ist, auch verschiedenen Untergründen zu laufen. Rund um den Pfad gibt es Bäume, so dass es sich anfühlt, als ob man sich mitten in der Natur befindet.

Barfußpfad Bad Camberg

Doch was ist das Besondere an einem Barfußpfad? Barfußlaufen auf unterschiedlichen Naturmaterialien ist mehr als nur ein kleines Abenteuer für die Füße. Es ist ein wohltuendes Erlebnis für Körper und Geist. Es ist eine kleine Auszeit in der Natur.
Die Untergründe sind sehr vielgestaltig – Holz, Stroh, kleine runde Steine, kleine spitze Steine, große grobe Steine, große runde Steine oder Erde. Jeder Untergrund fühlt sich für die Fußsohlen anders an. Auf dem einen Untergrund ist ein sicheres Gehen ohne Probleme möglich, auf einem anderen Untergrund fühlt man sich unsicher und balanciert sehr vorsichtig über die Fläche.

Barfußlaufen für unsere Gesundheit

Doch warum tut uns das Barfußlaufen so gut? Unsere Fußsohlen besitzen zahlreiche Nervenenden. Wie bei einer Reflexzonenmassage sprechen unterschiedliche Bodenbeläge jeweils andere Zonen in der Fußsohle an. Ein Gang über den Pfad kann Verspannungen lösen, die Durchblutung fördern und sogar innere Organe stimulieren.

Durch die bewusste Wahrnehmung des Untergrundes und die vorsichtige Fortbewegung, um sich nicht zu verletzen, ist jeder ganz bei sich. Diese Achtsamkeit entschleunigt und öffnet alle Sinne. Daher könnt ihr dies auch nutzen, um ganz bei euch zu sein und eine kleine Auszeit vom Alltag nehmen.

Zudem kräftigt dies die Beinmuskulatur, denn es werden ständig kleine  Ausgleichsbewegungen gemacht. Das trainiert nicht nur die Tiefenmuskulatur, sondern verbessert auch Haltung und Balance. Wenn ihr Rückenprobleme oder Gelenkbeschwerden habt, ist dies ein Pluspunkt für euch.

Barfußpfad Bad Camberg

Ein gutes Barfuß-Erlebnis

Zum Schluss noch ein paar Tipps, damit euer Erlebnis auf dem Barfußpfad gut wird.

Am besten plant ihr einen Besuch bei trockenem Wetter. Wobei auch ein feuchter Untergrund seinen Reiz haben kann. Für saubere Füße danach lohnt sich ein kleines Handtuch oder Feuchttücher. Wer empfindliche Füße hat, sollte langsam starten und Pausen zwischendurch machen. Und hört auf euch selbst. Das Begehen des Pfades soll Spaß machen und nicht schmerzen.

Der Barfußpfad Bad Camberg ist eine Einladung, sich selbst wieder zu spüren. Mit jedem Schritt erlebt ihr einen intensiven Kontakt mit der Natur und bekommt ein Bewusstsein für den eigenen Körper. Besucht nur den Pfad oder bindet ihn ein in einen kleinen Spaziergang.

Informationen

Am Rande des Rundweges gibt es mehrere Sitzgelegenheiten, um die Schuhe auszuziehen oder eine kurze Pause zu machen. Schwierige Untergründe sind mit einem Geländer aus Holz gesichert, falls man sich unsicher beim Drüberlaufen fühlt.

Der Barfußpfad Bad Camberg ist nicht ganz so leicht zu finden, wenn man sich vor Ort nicht ganz so gut auskennt. Er liegt am Ende des Rundweges im Kurpark, wo sich die Obertorstraße und der Blumenweg bei der Kastanienallee kreuzen.

Ihr habt Lust, noch ein wenig rund um Bad Camberg wandern zu gehen? Dann folgt von dort gerne dem Wegweiser zum Baumwipfelweg in rund drei Kilometer Entfernung und genießt einen Blick über Bad Camberg hinweg.

Der Spitzbunker in Limburg

Der Spitzbunker in Limburg – Stiller Zeitzeuge des 2. Weltkriegs

Der Spitzbunker in Limburg erhebt sich prägend empor. Viele kennen ihn vom Sehen: Der markante Turm neben dem Parkdeck der WERKStadt Limburg ist Teil des Stadtbildes – doch nur wenige wissen um seine Geschichte. Der Spitzbunker ist ein Relikt aus der Zeit des Nationalsozialismus und gehört zu den letzten erhaltenen Exemplaren seiner Bauart. Der Historiker Dr. Bernd A. Weil hat diesem besonderen Bauwerk ein eigenes Buch gewidmet.

Ein Denkmal mitten im Alltag

Heute ist der Turm nahezu vollständig von Efeu überwuchert. Von außen wirkt er beinahe wie ein verwunschener Überrest einer anderen Zeit – und genau das ist er auch. Der Bunker steht unter Denkmalschutz, denn er ist einer der wenigen noch im Originalzustand erhaltenen Winkel-Türme.
Wer über das Gelände der WERKStadt schlendert, entdeckt neben modernen Geschäften und Parkplätzen auch Spuren der industriellen Vergangenheit. Das ehemalige Reichsbahnwerk, in dem der Bunker steht, wurde 1862 gegründet und blieb bis 2002 in Betrieb. Der rund 20 Meter hohe Betonkoloss mit seiner spitz zulaufenden Form wirkt heute wie ein Fremdkörper zwischen Einkaufszentrum und Parkdeck. Doch genau das macht ihn so auffällig. Der Bau ist ein sogenannter Winkel-Turm – benannt nach dem Konstrukteur Leo Winkel aus Duisburg. Zwischen 1936 und 1941 wurden rund 200 dieser Bunker in Deutschland und Österreich errichtet. Sie dienten dem militärischen Luftschutz, insbesondere für Mitarbeiter von Rüstungsbetrieben und der Reichsbahn.

Ein Turm, der Bomben trotzen sollte

Der Spitzbunker in Limburg wurde 1941 gebaut, um die Beschäftigten des Reichsbahn-Ausbesserungswerks vor Luftangriffen zu schützen. Limburg war damals ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt und spielte eine zentrale Rolle in der kriegswichtigen Logistik. Der Turm bietet Platz für bis zu 500 Personen. Drei Türen ermöglichten einen schnellen Zugang, innen führten Wendeltreppen mit nummerierten Holzbänken nach oben. Die massiven Betonwände – bis zu zwei Meter dick – konnten Gasangriffen standhalten, gleichzeitig war der Turm belüftbar. Die spitze Dachform war so konzipiert, dass Bomben abgleiten sollten, ohne zu explodieren.

Heute ist der Bunker nahezu vollständig mit Efeu und anderen Kletterpflanzen bewachsen. Er steht unter Denkmalschutz und gilt als authentisches Beispiel nationalsozialistischer Rüstungsarchitektur. Außen wie innen ist er im Originalzustand erhalten – eine Seltenheit unter den noch existierenden Luftschutzbauten. Dr. Bernd A. Weil aus Selters-Eisenbach hat dem Bauwerk ein umfassendes Buch gewidmet. Es enthält zahlreiche Fotos – auch aus dem Inneren des Bunkers – sowie die originale Patentschrift des Winkel-Turms. In seiner dreizigsten Buchveröffentlichung geht Weil auch auf die elf Luftangriffe auf Limburg und das nahegelegene Stammlager XII A in Diez ein. Er schreibt aus fundierter Perspektive – unter anderem war er bereits als Gutachter für das Hessische Kultusministerium und die Bundeszentrale für politische Bildung tätig.

Wer tiefer in die Geschichte des Spitzbunkers eintauchen möchte, dem sei das Buch von Dr. Bernd A. Weil empfohlen:
Der Spitzbunker in Limburg an der Lahn – Die Geschichte eines Relikts aus der Zeit des Nationalsozialismus

Das Buch über den Spitzbunker in Limburg ist ab sofort erhältlich
Norderstedt 2025, Hardcover, 192 Seiten (davon 77 farbig), Brillant-Druck, ISBN 978-3-8423-3778-7; Preis: € 30,– (erhältlich im Buchhandel oder portofrei, auf Wunsch signiert: bweil@t-online.de)

Limburg lädt zum Entdecken ein. 101 Dinge habe ich Euch aufgezählt, was man in Limburg gemacht haben muss.

 

Blick von der Burg Ellar

Burg Ellar – Ehrenamtliches Engagement für die Erhaltung

Über dem Waldbrunner Ortsteil Ellar thront eine kleine Burg – die Burg Ellar. Hierbei handelt es sich um eine ehemalige Wegefestung. Durch das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger, konnte diese Burg ab 1975 renoviert werden und lädt zu einem Besuch ein.

Burgfried der Burg Ellar
Die Burg Ellar thront über den Ortsteil von Waldbrunn.

Die genaue Geschichte der Burg ist nicht mehr bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass sie vom Grafen aus Diez als Höhenburg zur Sicherung zweier alter Landstraßen – die „Hohe Straße“ sowie die „Alte Landstraße durch den Forstwald“ errichtet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus 1323 mit einem Heinricus Burggraf zu Ellar, welcher sich im Gefolge des Grafen Emicho von Nassauer Hadamar befand. Zudem gibt es aus dem Ende des 13. Jahrhundert Rechnungen über Futter für den Taubenschlag im Burgturm.

Kleine Geschichte der Burg Ellar

Es gab eine Herrschaft Ellar mit urkundlicher Erwähnung aus 1337 mit ihren vier Zehnten Lahr, Elsoff, Frickhofen und Niederzeuzheim. Das Zehnt Lahr bestand aus aus den Orten Ellar, Hausen, Fussingen, Lahr und Hintermeilingen – den heutigen Ortsteilen von Waldbrunn. Dies zeigt, dass die heute bestehenden Verbindungen seit dem 13. Jahrhundert bestanden. Die Urkunde besagt, dass Johann von Nassau-Hadamar die Burg und das Tal Ellar für 1450 Mark Limburger Währung vom Diezer Grafen erwarb. Mit dem Übergang an Nassau-Dillenburg wurde die Burg 1557 entbehrlich und verfiel ab dann. Während des 30-jährigen Krieges suchten die Dörfler Schutz in der Burg. Später nutzten die Bewohner die Steine der Burg als Baumaterial für ihre eigenen Häuser. Die Burg wurde ausgeschlachtet und zum Abladen von Schutt missbraucht.

Burg Ellar

Blick über die Region

Oben auf dem Bergfried stehend gibt es einen wunderschönen Blick über den Ort und in die Landschaft hinein. Ebenfalls gibt es von diesem Turm aus einen guten Blick auf die Anlage selbst. Diese ist annähernd rechteckig mit den Außenmaßen 21 x 27 Meter. Die Grundfläche ist rund 600 Quadratmeter groß. Die Grundmauern sind rund zwei Meter dick und bestehen aus Basaltsteinen. Im Inneren gibt es keine ursprünglichen Gebäudeanlagen mehr. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein, welcher seit 1975 die Burg saniert, hat im Inneren durch eine Holzkonstruktion eine Überdachung sowie einen zweite Etage geschaffen.

Bereits ab 1969 wurden Maßnahmen zur Sanierung der Burg eingeleitet. Bevor die ersten Sanierungsarbeiten an der Ruine begannen, war zwischendurch sogar ein kompletter Abriss im Gespräch. Doch dann übernahm der Verkehrs- und Verschönerungsverein die Sanierung und machte die Burg zu dem, was sie heute ist. Jedes Jahr Anfang August feiert der Verein ein Burgfest. Die Einnahmen aus diesem Burgfest fließen wiederum in die Sanierungsarbeiten hinein.

Informationen zur Burg Ellar

Kirchstraße 2
65620 Waldbrunn-Ellar

Öffnungszeiten

1.Mai bis 30. September 9 bis 20 Uhr
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Auf den Wanderwegen im östlichen Westerwald lohnt es sich, einen Besuch auf der kleinen Burg Ellar mit einzuplanen.

Die Burg Ellar ist nur eine von zahlreichen Burgen und Schlössern im Landkreis Limburg-Weilburg. Einen Überblick zu den verschiedenen historischen Gebäuden findet ihr hier.

Flohmärkte Landkreis Limburg-Weilburg

Flohmärkte im Landkreis Limburg-Weilburg


Flohmärkte sind eine sehr schöne Gelegenheit, alten Dingen ein zweites Leben zu ermöglichen. Das Stöbern und Suchen, das selber Verkaufen, der Kontakt mit den anderen Menschen, das Spazieren zwischen den Ständen – ein Flohmarkt kann so vieles sein. Damit ihr keine Termine mehr verpasst von den Flohmärkten in Limburg-Weilburg, soll es hier eine Übersicht an Terminen geben.

Nachhaltiges Konsumieren

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und leider landen viele Dinge, viel zu schnell im Müll. Dies ist sehr schade. Eine nachhaltige Form des Konsums ist dann eine Weiterverwertung von Dingen, die man selbst nicht mehr benötigt.
So sind zum Beispiel viel zu viele Kleidungsstücke im Umlauf. Jeder kauft sich im Schnitt 60 neue Kleidungsstücke im Jahr. Die Altkleidersammlung stößt an ihre Grenzen. Viele alte Kleider landen einfach in den Restmüll. Laut einer EU-Verordnung ist dies ab de 01.01.2025 verboten. Doch wie dies aufgefangen werden soll, ist noch nicht ganz klar.

Daher bietet sich ein Flohmarkt wunderbar dafür an, seine Kleidung, die man selbst nicht mehr tragen möchte, zu verkaufen. Nachfolgend gibt es eine Übersicht an Terminen. Ich versuche, immer zu sein. Gerne könnt ihr mir auch Eure Flohmärkte melden. Da häufig Nachfragen kommen – ich sammle die Daten nur zusammen und biete sie als Übersicht an. Wer sich zu einem Flohmarkt anmelden möchte oder Informationen zu einem Flohmarkt sucht, muss sich bitte direkt an die Veranstalter wenden.

Flohmärkte im Landkreis
Limburg-Weilburg

Zu den Kinderbasaren dürfen Schwangere mit Nachweis meist eine halbe Stunde früher rein.

Samstag, 26.09.2026
10 – 11 Uhr Basar Bürgerhaus Steeden

Sonntag, 27.09.2026
9.30 – 12.30 Uhr Kinderflohmarkt MZH Neesbach
10 – 16 Uhr Hofflohmarkt Aulenhausen

Samstag, 03.10.2026
Großer Stadtflohmarkt in Hadamar

Sonntag, 11.10.2026
10 – 17 Uhr Trödelmarkt Globus Limburg

Sonntag, 18. Oktober 2026
Herbstflohmarkt DRK Elz

Samstag, 24.10.2026
14 – 15.30 Uhr Kinderflohmarkt BGH Weilburg-Gaudernbach

Samstag, 14.11.2026
10.30 – 12 Uhr Spielzeugbasar Bürgerhaus Steeden

Samstag, 16.01.2027
Flohmarkt Kommunionkleidung Bürgerhaus Eschhofen

Häufige Fragen zu Flohmärkten in Limburg-Weilburg

Wann finden die nächsten Flohmärkte im Landkreis Limburg-Weilburg statt?

Auf dieser Seite findest du eine regelmäßig aktualisierte Übersicht über Flohmärkte, Kinderbasare und Dorfflohmärkte im Landkreis Limburg-Weilburg.

Wo kann ich Kleidung und Spielsachen verkaufen?

Viele Kinderbasare und Flohmärkte im Landkreis bieten die Möglichkeit, Kleidung, Spielzeug und Haushaltswaren weiterzuverkaufen.

Wie melde ich mich für einen Flohmarkt an?

Die Anmeldung erfolgt direkt bei den jeweiligen Veranstaltern. Diese Seite dient ausschließlich als Terminübersicht. Ich bin selbst kein Veranstalter eines Floh- oder Trödelmarktes.

Gibt es Kinderflohmärkte im Landkreis Limburg-Weilburg?

Ja, regelmäßig finden Kinderflohmärkte und Basare in verschiedenen Orten des Landkreises statt.

Wie kommt mein Flohmarkt auf diese Seite?

Schreibe mir gerne eine Nachricht und ich nehme den Flohmarkt in die Liste mit auf.

 

 

 

Kelten im Landkreis Limburg-Weilburg

Kelten im Landkreis Limburg-Weilburg: Fürstengrab, Ringwälle und mehr

Die Kelten haben im Landkreis Limburg-Weilburg zahlreiche Spuren hinterlassen. Von mächtigen Ringwallanlagen über alte Handelswege bis hin zu spektakulären Funden wie dem 2026 entdeckten keltischen Fürstengrab bei Bad Camberg reicht das Erbe dieser frühen Kultur. Wer heute durch den Westerwald, das Limburger Becken oder das Oberlahngebiet wandert, begegnet vielerorts den Überresten keltischer Siedlungen und Befestigungsanlagen. Dieser Beitrag nimmt euch mit auf eine Spurensuche zu den wichtigsten keltischen Orten im Landkreis Limburg-Weilburg.

Die wichtigsten keltischen Orte im Landkreis Limburg-Weilburg

  • Fürstengrab Bad Camberg
  • Dornburg
  • Heidenhäuschen
  • Domberg Limburg
  • Oberlahngebiet
  • Herrnwäldchen
  • Riesenburg
  • Brechen

Wer waren die Kelten?

Als Kelten wird eine Volksgruppe der Eisenzeit in Europa bezeichnet. Die Herkunft des Namens liegt im Dunkeln, es handelt sich laut Historiker wohl um eine Eigenbezeichnung mit indogermanischen Wurzeln. Vieles stammt von Überlieferungen wie von Herodot oder anderen griechischen und römischen Chronisten aus dem 6. und 5. Jahrhundert vor Christus, von den Kelten fehlen leider fast vollständig irgendwelche Schrifterzeugnisse. Die mündliche Weitergabe von Geschehnissen hatte wohl einen hohen Stellenwert in der Kultur. Die Kenntnisse erschließen sich dann oft über Fundstücke. Es handelte sich nie um ein geschlossenes Volk oder Nation, es handelt sich vielmehr um zahlreiche unterschiedliche ethnische Gruppen mit einer ähnlichen Kultur. Von Spanien bis nach Schottland, von Frankreich bis nach Slowenien und Kroatien hatten die Kelten ein großes Verbreitungsgebiet. Die festlandkeltischen Sprache sind gestorben, die inselkeltische Sprache wird in Irland, Schottland, Wales und der Bretagne gesprochen (Quelle Wikipedia)

Die Kelten im Landkreis Limburg-Weilburg lassen sich der Hallstattzeit oder ältere Eiszeit (ab etwa 800 v.Chr.) und der Latènezeit oder jüngere Eiszeit (von etwa 450 v. Chr. bis Christi Geburt) zuordnen.

In der Region zeugen Überreste von der Anwesenheit der Kelten. Dies sind insbesondere ihre Wallanlagen und Oppida aus der Hallstatt- und Latènezeit, die oft strategisch auf Bergrücken liegen. Moderne Technologien wie Lidar-Scans machen verschliffene Strukturen der keltischen Anlagen sichtbar und zeigen, dass sie oft größer waren als an der Oberfläche erkennbar. Die Kelten errichteten zudem mächtige Wallkonstruktionen mit Gräben und teilweise mehrfachen Ringwällen, die heute noch die Landschaft prägen und die tiefe historische Bedeutung der Region für die keltische Kultur veranschaulichen. Diese zahlreichen Bodendenkmäler geben eine Ahnung davon, wie es damals gewesen ist. Neben den Bodendenkmäler gab es in der Region zahlreiche Funde, die von den Kelten erzählen.

Das neue keltische Fürstengrab in Bad Camberg

Im Juni 2026 wurde bei Bad Camberg eine archäologische Entdeckung bekannt, die weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit erregte. Bei geomagnetischen Untersuchungen auf einer Fläche nahe der A3, auf welcher ein Solarpark entstehen soll, stießen Archäologen auf ein keltisches Fürstengrab aus der frühen Eisenzeit. Mit einem derart bedeutenden Fund hatte zuvor niemand gerechnet. Die bisherigen Untersuchungen brachten bereits zahlreiche außergewöhnliche Grabbeigaben ans Licht. Neben den Resten einer eisernen Lanzenspitze fanden die Forscher Goldschmuck sowie Beschläge von zwei hölzernen Wagenrädern. Solche Wagenbestattungen gelten als Hinweis auf eine Person von hohem gesellschaftlichem Rang und sind typisch für die keltische Oberschicht der Hallstattzeit.

Bislang wurden rund 100 Fundstücke dokumentiert. Restauratoren und Archäologen hoffen, durch die Auswertung der Funde mehr über die Identität und den gesellschaftlichen Status der bestatteten Person zu erfahren. Nach derzeitigem Stand lässt sich das Grab in die erste Hälfte des 5. Jahrhunderts vor Christus datieren. Damit ist diese Person in den ähnlichen Zeitraum wie der „Keltenfürst vom Glauberg“ im Wetteraukreis einzuordnen. Der Fund ist für den Taunus von besonderer Bedeutung, da es sich um das erste Fürstengrab im Taunus handelt. Zudem sind nur wenige Wagengräber in Hessen bekannt. Keltische Fürstengräber zählen zu den spektakulärsten archäologischen Entdeckungen der Eisenzeit und geben Einblicke in eine Gesellschaft, über die nur wenige schriftliche Quellen existieren. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, sodass in den kommenden Monaten weitere Erkenntnisse erwartet werden. Dieser Fund unterstreicht, dass Hessen eine herausgehobene Rolle im keltischen Kulturraum spielte.

Kelten im Landkreis Limburg-Weilburg

Die Dornburg – das größte keltische Oppidum der Region

Die Dornburg zählt zu den größeren Anlagen im Landkreis, obwohl nur noch die Hälfte übrig ist nach dem Basaltabbau in der Region. Der Kultur- und Geschichtsverein Frickhofen hat den Keltenweg angelegt, um die Menschen mit auf eine kleine Reise zu nehmen und etwas über die Kelten in der namensgebenden Dornburg zu geben.

Hoch auf einer Basaltkuppel zwischen Frickhofen und Wilsenroth befinden sich Überreste der Anlage. Die Dornburg war ab dem 6. Jahrhundert vor Chr. (Späthallstattzeit) besiedelt und im Vergleich zu anderen Höhenburgen bis in die späte Latènezeit bewohnt. Das Oppidum, eine stadtähnliche Struktur, wurde durch Ringwälle und Mauern gesichert. Die „Rödches Mauer“ gibt einen Eindruck davon, wie groß die Anlage mal war. Funde von Münzen, Schmuckgegenständen, Eisengegenstände, Fiebeln und Keramik erzählen von den Kelten. Von ehemals rund 37 Hektar sind heute noch 18 Hektar übrig.

Kelten im Landkreis Limburg-Weilburg Keltenweg Dornburg

Heidenhäuschen im Westerwald

Beim Heidenhäuschen im handelt es sich um ein Plateau, welches zwischen Ellar, Hangenmeilingen, Hintermeilingen, Oberweyer, Oberzeuzheim und Steinbach auf einer Basaltrippe liegt. Das Plateau dehnt sich über drei Kilometer in Nord-Süd-Richtung aus, westlich davon befindet sich das Elbbachtal und östlich davon das Limburger Becken.

Durch archäologische Funde ist eine frühzeitige Besiedlung des Plateaus nachweisbar. Es gibt durch Funde einer Steinkiste sowie Graburnen Nachweise einer Besiedlung vor den Kelten. Die Kelten legten mehrere Ringwälle an, Beziehungen zum sechs Kilometer entfernten Oppidum Dornburg sind zu vermuten. Auch Münzfunde gab es vor Ort. Die Germanen verdrängten mit der Zeit die Kelten, siedelten aber ebenfalls auf dem Plateau. Heute ist das Heidenhäuschen eingebettet in ein 140 Hektar großes Naturschutzgebiet.

Keltenborn Menhir Hadamar

Mordschau in Elz

In Elz sind ebenfalls keltische Spuren zu finden. Der Flurname „Mordschau“ soll auf einen keltischen Ursprung zurückgehen. Besonders bemerkenswert sind jedoch die mehr als 90 Hügelgräber im Elzer Wald. Sie gehören zu den bedeutendsten Zeugnissen vorgeschichtlicher Besiedlung in diesem Teil des Landkreises und zeigen, dass die Region bereits lange vor dem Mittelalter genutzt wurde.

Keltische Spuren auf dem Limburger Domberg

Immer wieder gab es Funde auf dem Domberg in Limburg, welche auf eine frühe Besiedlung hindeuten. Bei dem Bau der Autobahn um 1936/37 fand man keltische Gegenstände. Bei Arbeiten an der Autobahnbrücke 2012 fand man Überreste einer Siedlung aus der Latènezeit sowie einen Silbermünzfund aus der Zeit 65 bis 40 v.Chr., welche ein „tanzendes Männlein“ als Bild trug. Im Jahr 2009 gab es eine unvermutet große Anzahl an gut erhaltenen Funden, so dass auch die Frage im Raum stand, ob es auf dem Domberg eventuell einen Fürstensitz gab.

Die Ringwallanlagen im Oberlahngebiet

Die Oberlahnregion hat mit die höchste Dichte an keltischen Siedlungen. Das Waldgebiet ist gekennzeichnet von den Resten der Ringwallanlage Almerskopf und Höhburg in Merenberg, der Wallanlage Roter Kopf und der Wallanlage Hinterster Kopf in Löhnberg sowie dem Scheuernberger Kopf in Weilburg. Es war ein größeres eisenzeitliches bis keltisches Siedlungsgebiet. Neben den Wallresten finden sich noch viele Abschnittswälle und Podien der Besiedlung und Landwirtschaft dieser vorgeschichtlichen Kulturen.

Der Scheuernberger Kopf besteht noch heute aus einem sichtbaren ovalen Doppelringwall. Die Höhburg ist eine noch gut sichtbare, über einen Hektar große Ringwallanlage. Sie gilt als Keimzelle der keltischen Besiedlung in dieser Region. Neben dem Hauptwall gibt es mehrere Wälle um kleinere Plateaus, auf denen Ackerbau und Besiedlung stattfand. Diese Flächen werden auch Podien genannt. Diese Wälle und Plateaus sind auch heute noch sichtbar.
Der Rote Kopf und der Hinterste Kopf folgten erst später. Der Rote Kopf befindet sich zwischen Merenberg und Löhnberg. die 0,6 Hektar großen Wallanlagen sind völlig verschliffen, nach Süden hin sind noch Abschnittwälle sowie Siedlungspodien erkennbar. Ebenfalls in Merenberg liegt noch der Almerskopf, eine Ringwallanlage aus der mittleren Latènezeit, die heute vollständig bewaldet ist. Teilweise sind Steine des Walls noch sichtbar.

Herrnwäldchen in Selters-Haintchen

Vor über 90 Jahren gab es einen Fund eines latènezeitlichen Unterstempels zur Münzprägung. Erst 2019 wurde diese Ringwallanlage dadurch erst bekannt. Rund um die Anlage gibt es eine erzreiche Landschaft. Hier wurde Eisen gewonnen, was ebenfalls durch zahlreiche Verhüttungs- und Schmiedestätten rund um die Wallanlage nachgewiesen ist. Bergbau existierte dort bis in die Neuzeit. Ebenfalls wurde eine kunstvolle Glasperle gefunden sowie Keramikfunde von Drehscheibenware und Vorratsgefäßen. Das Gelände ist jedoch stark kontaminiert mit Munitionsresten aus der Sprengung eines Munitionsdepots gegen Ende des zweiten Weltkrieges.

Kelten im Landkreis Limburg-Weilburg
Scan der Ringwallanlage Herrnhwäldchen (Quelle Wikipedia)

Die Riesenburg in Weilmünster-Rohnstadt

Die Ringwallanlage Riesenburg liegt nahe der keltischen Hünerstraße, ein wichtiger Verbindungsweg (Höhenweg) zwischen den einzelnen keltischen Befestigungsanlagen. Der leicht ovale Ringwall liegt auf einem Bergrücken auf einer Fläche von 4,2 Hektar. Es handelt sich hierbei um ein ausgewiesenes Kulturdenkmal. Der Ringwall ist bis heute gut zu erkennen. Tonscherben- und Münzfunden erzählen vom Leben vor Ort. In diesem Siedlungsgebiet fand der Abbau von Eisenerz sowie dessen Verarbeitung statt.

Wallanlage Steeden

Durch einen Kalksteinbruch in den 1950er Jahren ist diese Anlage auf dem Herrenplatz komplett abgetragen und mit Wasser gefüllt. Dennoch gab es keramische Funde von Gefäßfragmenten sowie Tierknochen, die auf eine Besiedlung hinweisen. Auch außerhalb deuten wichtige Funde wie in den Höhlen „Wilde Scheuer“ auf eine frühzeitliche Besiedlung bereits in Jungpaläolithikum. Auch die Höhlen sind heute nicht mehr existent, doch es gibt Fotografien aus den 1920er Jahren.

Eingang zur Wildscheuer etwa um 1925 (Quelle Wikipedia)

Kelten in Brechen

Der Name Brechen hat einen keltischen Ursprung und ist bis heute überliefert. Der keltische Name lautet „Brachina“ und bedeutet „an der Berglehne“.
Wie auch an anderen Orten wurden die Kelten in der Region Stück für Stück von den Germanen verdrängt. Durch die Erschließung von Neubaugebieten kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Funden, die ein wenig Aufschluss darüber geben, wie die Kelten hier lebten.

Mehr zu Kelten in Hessen erfahrt in dem Buch „Kelten Land Hessen“.

Dieser Beitrag über die Kelten im Landkreis Limburg-Weilburg ist eine kleine Zusammenfassung aus verschiedenen Quellen und eigenen Wanderungen, sie erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 

Du möchtest auch in Zukunft von meiner Arbeit profitieren und mehr über den Landkreis Limburg-Weilburg erfahren? Dann spendiere mir gerne einen Kaffee.

Limburger Dom - Mauer rund um den Chor mit Stationen des Leben Jesus

Limburger Dom: Geschichte, Fresken und ein Blick von der Empore

Wer nach Limburg kommt, sieht ihn meist schon von weitem: den Limburger Dom. Mit seinen sieben Türmen und der auffälligen Farbigkeit prägt er das Stadtbild wie kein anderes Bauwerk. Doch der Dom ist weit mehr als ein Wahrzeichen. Hinter seinen Mauern verbergen sich über 800 Jahre Geschichte und viele spannende Geschichten. Ich nehme euch gerne in den Dom mit und erzähle euch ein wenig über ihn.

Der Dom erzählt Geschichten

Über 20 Jahre wohne ich bereits in der Region und natürlich war ich auch schon viele Male im Dom und kenne einiges zu seiner Geschichte. Aber ich hatte bisher noch nie eine Führung mitgemacht und dies habe ich nun nachgeholt. Zum einen habe ich tatsächlich neue Dinge über dieses faszinierende Bauwerk erfahren. Und zum anderen war ich das erste Mal auf der Empore oben und habe Ecken gesehen, welche ich bisher noch nicht kannte. Daher kann ich nur jedem eine Führung empfehlen. Dies ist keine Wiederholung der Geschichte des Doms, da gibt es bessere Seiten, die einen tiefen Einblick gewähren. Ich möchte euch einfach mitnehmen auf einen kleinen Exkurs und euch Lust darauf machen, den Dom nochmal neu zu entdecken.

Flyer Limburger Dom

Die Kirche, wie sie heute hoch über der Lahn thront, wurde 1235 als Stifts- und Pfarrkirche geweiht und wurde 1827 mit der Gründung des Bistums Limburg auch Bischofskirche. Doch ihre Ursprünge gehen noch weiter zurück. Graf Konrad Kurzbold (etwa 885–948) hatte keine Frau und keine Kinder. Also stellte er sich wohl die Frage, wer nach seinem Tod für ihn beten würde? Aus diesem Grund gründete er den Kanonikerstift, welcher die erste Kirche baute, die dem Hl. Georg gewidmet war. Die Pfarrer nahmen ihre Aufgabe sehr ernst und beteten täglich mehrere Stunden. Als die Limburger Kaufleute zu Wohlstand kamen, immerhin lag die Stadt an der Handelsstraße zwischen Frankfurt und Köln, errichteten sie zusammen mit dem Kanonikerstift um 1180 herum eine neue Kirche an gleicher Stelle.

Im Grundriss stimmte sie mit der alten Kirche überein, aber als viergeschossiger Bau wurde sie bedeutend höher. Um 1235 wurde die heutige Kirche geweiht und erhielt neben dem hl. Georg auch den hl. Nikolaus als Pfarrpatron. Der Kanonikerstift wurde 1803 aufgelöst. Für den Bau wurde Material aus der Region verwendet. Bruchsteine befinden sich unter dem Putz. Im Chor ist Lahn-Marmor aus der Region verarbeitet und einzelne Elemente wie das Tabernakel, die Grabplatte von Konrad Kurzbold oder auch das Taufbecken bestehen aus Sandstein.

Grabplatte Konrad Kurzbold von oben
Grabplatte Konrad Kurzbold von oben

Zahl „7“ mit starker Symbolkraft

Der Bauherr hat sich zahlreiche Gedanken beim Bau gemacht. Zum einen übernahm der Bauherr spätromantische und frühgotische Elemente. Diese Kombination gibt es sonst hier in der Region nicht. Die Zahl „7“ hat eine gewaltige Symbolkraft und die sieben Türme als Bindeglied zwischen Himmel und Erde verdeutlichen dies. Die sieben Türme könnten für die sieben Schöpfungstage, die sieben Wochentage, die sieben Tugenden und sieben Todsünden stehen. Es gibt sieben Sakramente. Die Zahl stehe für die Vollkommenheit von Gott, so hieß es in der Führung.

Die Kirche vermittelt den Eindruck von „einer Stadt auf dem Berg“. Im Flyer steht, mit dieser Kirche wollte man den Himmel darstellen und die Vision von Johannes in der Apokalypse träfe auf diesen Bau zu:“Ich sah das neue Jerusalem, die himmlische Stadt von Gott her auf die Erde herabkommend, geschmückt wie eine Braut und gegründet auf den Grundsteinen der zwölf Apostel.“ 

Ursprünglich war die Kirche sehr bunt, denn mitten auf dem Fels hoch über die Stadt sollte sie die lebendige Braut Christi darstellen. Später bei den Preußen wurde der farbige Putz abgeschlagen und die Kirche erschien grau auf grauem Stein. In den 60er Jahren erhielt sie jedoch wieder ihre Farbigkeit, die bis heute den Dom erstrahlen lässt. Zwölf massive Pfeiler im Inneren der Kirche erinnern an die 12 Apostel. Und die vielen Arkaden in den Emporen wirken wie offene Tore, der Mittelgang als Hauptstraße und auf drei Ebenen lässt sich das gesamte Haus umlaufen. Die „Bewohner“ dieser Arkaden sind als Fresken dargestellt – es sind die Apostel, Propheten und Heilige.

Arkaden im Limburger Dom
Die Offenheit des Limburger Doms im Inneren

Mittelalterliche Fresken in Limburger Dom

Überhaupt sind 70 bis 75 Prozent der Original-Fresken bis heute erhalten und teilweise über 800 Jahre alt. Bei einer großen Renovierung in den 70er Jahren wurden diese Fresken freigelegt und als Originale belassen. Daher wirken manche Fresken unvollständig, bruchstückhaft, aber sie alle vermitteln einen Eindruck der Kirche wie sie vor 800 Jahren war.

Fresken im Limburger Dom
Die älteste und wertvollste Freske mit dem zur damaligen Zeit wertvollen Blau

So sind es die Fresken an der Wand, welche einen Eindruck davon vermitteln, welche Aufgabe einzelne Räumlichkeiten in der Kirche haben. Das Südquerhaus, in dem heute Bänke stehen, war wohl ursprünglich der Raum für die Taufen. Auf dem Boden befindet sich ein runder Kreis, auf dem wohl das Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert stand. Dieser befindet sich heute weiter vorne in einer Nische. An der Wand hoch oben auf der Westseite unter dem Gewölbe befindet sich eine Freske von Johannes dem Täufer. Unten befindet sich ein Bild von Samson, der durch seine langen Haare stark war und symbolisch dafür steht, dass durch die Taufe jeder die Verbindung zu Gott erhält und damit wahre Stärke.

Die Empore des Limburger Doms entdecken

Viele Dinge wie die Grabplatte von Konrad Kurzbold oder das Taufbecken kannte ich aus meinen vorherigen Besuchen im Limburger Dom. Das erste mal hatte ich die Gelegenheit, hinter den Chor langlaufen zu können. Auf der Mauer ist die Geschichte Jesu dargestellt in sehr eindrucksvollen Bildern.

Limburger Dom - Mauer rund um den Chor mit Stationen des Leben Jesus

Nachdem wir unten einmal rumgelaufen sind, ging es einen Stock nach oben auf die erste Empore und dies war tatsächlich neu für mich. Wir kamen direkt vor der großen Orgel zum stehen, eine Klais-Orgel aus dem Jahr 1978 mit 4222 Orgelpfeifen. Von dort gab es einen wunderbaren, nochmal völlig anderen Blick auf das Kirchenschiff, welches hell und warm vor uns lag. Auch der Blick auf die Apostel und Heiligen zwischen den Arkadenbögen war nochmal viel imposanter. An einem Fenster gibt es einen unverstellten Blick auf die Bruchsteinmauer, es gibt architektonische Zeichnungen wie auch Zeichnungen von Georg und den Drachen an der Wand, es gibt Eindrücke der verschiedenen Farbigkeiten im Dom und im Südquerhaus ist eine sehr schmale, enge Treppe zu sehen, die weiter nach oben führt. Von hier oben wurde mir nochmal mehr bewusst, wie hell und offen der Limburger Dom gebaut ist.

Architektonische Zeichnung an der Wand

Verschiedene Farben im Laufe der Jahrhunderte

Wenn man aufmerksam durch den Dom geht, spürt man das Alter dieses Gebäudes. Nicht nur in den Gegenständen, die aus ihren jeweiligen Epochen erzählen. Sondern auch in den Stufen, welche abgerundet und ausgetreten sind. Dies ist nur ein kleiner Einblick in die zahlreichen Geschichten des Doms. Ich kann nur jedem empfehlen, der ein wenig Zeit hat, eine solche Führung mal mitzumachen und ein wenig mehr über dieses Wahrzeichen in Limburg zu erfahren.

Domplateau Limburg

Limburger Dom – Auf einen Blick

Limburger Dom – Auf einen Blick

📍 Ort: Domberg, Limburg an der Lahn
⭐ Besonderheit: Wahrzeichen der Stadt mit sieben Türmen und einzigartiger Farbigkeit
📅 Weihe: 1235
🎨 Highlights:

  • Originale Fresken aus dem 13. Jahrhundert
  • Sieben Türme mit symbolischer Bedeutung
  • Empore mit Blick ins Kirchenschiff
  • Grabplatte von Konrad Kurzbold
  • Klais-Orgel

👣 Mein Tipp:
Eine Domführung lohnt sich. Dabei entdeckt ihr Bereiche, die bei einem normalen Besuch verborgen bleiben.
🎫 Domführungen: über das Bistum Limburg buchbar
⏱️ Besuchsdauer: ca. 30–60 Minuten, mit Führung etwa 1 Stunde

Auch wenn ich den Dom schon viele Male besucht hatte, hat mir die Führung noch einmal eine ganz neue Perspektive eröffnet. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Ihr habt Lust auf eine Führung im Dom? Dann wendet Euch bitte an das Büro für Domführungen im Bistum Limburg. Die rund einstündige Führung kostet 3 Euro.
Zum Dom gibt es ebenfalls einen wunderbaren Bildband mit faszinierenden Einblicken.

FAQ zum Limburger Dom

Kann man den Limburger Dom kostenlos besichtigen?
Ja. Der Dom ist tagsüber frei zugänglich. Die Öffnungszeiten sind von April bis Oktober täglich von 8 bis 19 Uhr und von November bis März von 9 bis 17 Uhr, außer wenn gerade ein Gottesdienst ist.Für besondere Bereiche empfiehlt sich eine Führung.

Wie lange dauert ein Besuch?
Etwa 30 Minuten, mit Führung rund eine Stunde.

Was kostet eine Führung?
Eine Führung kostet drei Euro.

Warum hat der Limburger Dom sieben Türme?
Die Zahl Sieben besitzt in der christlichen Symbolik eine besondere Bedeutung und steht unter anderem für Vollkommenheit.

Lohnt sich eine Domführung?
Aus meiner Sicht eindeutig ja, weil dabei Bereiche zugänglich werden, die Besucher sonst nicht sehen.

Ihr habt Lust auf noch mehr Wissen und ein kleines Quiz? Dann geht doch in die „Georg“-App, die Lern- und Quiz-App zum Limburger Dom.

Georg - Lern-App zum Limburger Dom

Wenn Ihr oben auf dem Domplateau seid, dann geht auch gerne rechts am Dom vorbei zum Limburger Schloss. Ebenfalls auf dem Domberg befindet sich das Diözesanmuseum, in welchem ihr den Domschatz bewundern könnt.