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Autor: Heike Lachnit

Domplateau Limburg

Frühling auf dem Domplateau

Am Wochenende strahlte die Sonne und lockte die Menschen nach draußen. Bei strahlend blauen Wetter zog es einige auf den Domberg. Dort lässt sich Geschichte erfahren und die Aussicht ins Lahntal genießen.

Wegweiser Domplateau Limburg

Es hat sich einiges getan auf dem Domberg in Limburg. 2019 wurde der erste Bauabschnitt zur Neugestaltung des Domplateaus umgesetzt. In diesem Jahr soll der zweite Bauabschnitt folgen. Mit der Schaffung neuer Wege, Sitzgelegenheiten und dem teilweise Freischneiden der Aussicht ist dort oben ein Wohlfühlort zum Verweilen entstanden. Ein kleiner Geheimtipp ist noch immer der Lahnbalkon. Links von der Michaeliskapelle führt eine Treppe nach unten auf diesen Balkon, von dem ihr eine sehr schöne Sicht aufs Lahntal habt.

Domplateua Limburg
Kleine Details mit neuem Blick auf Bekanntes
Verwunschenes Wurzelwerk mit Blick auf den Dom

Gerade beim frühlingshaften Wetter war der Blick mit der Sonne im Nacken wunderbar und erholsam nach den trüben Wintertagen.

Domplateau Limburg
Blick ins Lahntal

Wer auf dem Domplateau ist, kann sich natürlich dem Blick auf den Dom nicht verschließen, der den Platz dominiert. Aber es gibt immer wieder neue Dinge zu entdecken, wenn ihr mit offenen Augen über das Gelände geht.

Domplateau Limburg

Bei diesem Wetter und den strahlend blauen Himmel stach der Schutzpatron des Georgsdom, St. Georg, besonders hervor und erhielt durch den Mond und dem richtigen Blickwinkel einen Heiligenschein.

Domplateau Limburg

Neben dem Dom geht manchmal das Limburger Schloss, welches sich rechts hinter dem Dom befindet, etwas unter. Auch hier tat sich in den letzten Jahren einiges. Es beherbergt das Stadtarchiv und wird zukünftig Heimat der Dommusik sein. Derzeit wird zudem an einem pädagogischen Konzept gearbeitet für eine städtehistorische Ausstellung.

Mittelalterliche Felsenburg

Die Burg Limburg thront hoch über dem Lahntal. Vor allem vom Greifenberg aus habt ihr einen schönen Blick auf die Burg. Und es ist ein Glück, dass diese mittelalterliche Felsenburg noch steht. 1929 brannte der Saalbau aus und es stand kurzzeitig im Raum, das gesamte Schloss abzureißen. Doch man entschloss sich dann zum Erhalt der Burg und rekonstruierte den Bau 1934/35. Seit dem Jahr 2000 gehört die Anlage der Stadt Limburg, welche diese seit 2009 saniert. Insgesamt flossen bisher 7,5 Millionen Euro in die Sanierung der Anlage.

Domplateau Limburg
Blick auf den Innenhof des Schloss

Mehrere bauliche Elemente zeugen von der Geschichte der Anlage, die ihre Anfänge im Jahr 800 hat und stetige Erweiterungen erfuhr.

Domplateau Limburg

Zwischen Dom und Schlossanlage führt der Pfarrweg runter in die Altstadt und der Fußgänger kommt auf dem Rossmarkt raus. Von dort kann er weiter die Altstadt entdecken. Noch auf dem Domplateau befindlich gibt es einen schönen Blick auf die Stadtkirche.

Stadtkirche Limburg

Pfarrweg Limburg

Je nachdem, wo ihr euch gerade in der Altstadt befindet, gibt es immer wieder einen schönen Blick auf den Dom aus verschiedenen Blickwinkeln. Und selbst, wer den Dom kennt, kann sich diesen verschiedenen Sichtweisen nicht entziehen.

Domblick Limburg

Domplateau Limburg Pinterest

Löhnberg Selterswasser Buch

Buch zur Geschichte des Selterswassers in Löhnberg

Bürgermeister Dr. Frank Schmidt bringt ein Buch über das Mineralwasser von Löhnberg, Obershausen und Selters heraus. Fünf Jahre saß er an diesem Buch. 

Die Region an Lahn und Kallenbach mit seinen vier Ortsteilen Löhnberg, Niedershausen, Obershausen und Selters besitzt ein riesiges Vorkommen an natürlichem Mineralwasser. Schon seit dem 14. Jahrhundert ist die Nutzung in der Region bekannt. Ab dem Jahr 1887 begann der stetige Aufstieg der Region zu einer der stärksten im Mineralwasservertrieb in ganz Deutschland.

Umfangreiche Einblicke

Dieses Buch ist nicht das erste, welches sich mit den Mineralwasservorkommnissen unserer Heimat beschäftigt, aber in der fünfjährigen Aufarbeitung des Themas ist Bürgermeister Dr. Frank Schmidt auf neue, bisher unbekannte Quellen und Informationen gestoßen. Insbesondere ältere Bauakten der Gemeinde Löhnberg, bisher noch nicht erschlossene Archivmaterialien von Selters Augusta Victoria und Neuselters sowie neue Quellen zu den Sauerbornen in Löhnberg und Obershausen und sieben industriell genutzten oder geplanten Mineralbrunnen in Löhnberg und Selters werden in dem Buch offengelegt. Das Buch enthält zudem Informationen zu dem vergeblichen Versuch der Errichtung einer Kallenbachbahn oder der Geschichte der Hohen Schule in Herborn. Hier wird sich allerdings auf die Bereiche mit direktem Zusammenhang zu den Mineralbrunnen beschränkt.

Buch Selterswasser Löhnberg

Entstanden ist so ein spannendes und äußerst informatives Werk mit insgesamt 73 Seiten Text und 125 Seiten Bildmaterial.

Es sind über 250 Urkunden, Kataster- und Landkarten, Bilder, Skizzen, Zeichnungen, Fotos, Zeitungsartikel, Krüge, Flaschen, Etiketten, Werbeträger, Baupläne. Visualisierungen und Ansichtskarten, die z. T. nie gezeigt wurden, enthalten.

An dem Buch waren, neben Bürgermeister Dr. Frank Schmidt, viele weitere Personen beteiligt. Alle aufzuzählen wäre in diesem Rahmen zu viel. Besonders hervorzuheben sind Dr. Ulrich Eisenbach (Leiter des Hessischen Wirtschaftsarchivs), Günter Kirchhöfer (Layoutgestaltung und Texte), Birgit Dauer (Gemeindearchiv), das Architekturbüro Ritz & Losacker (Visualisierungen) u. v. a. m.

Kommentare zum Buch

Kommentar von Dr. Ulrich Eisenbach (Leiter des Hessischen Wirtschaftsarchives):

„Einen solchen „Hotspot“ bildete neben Gerolstein und Vilbel auch die heutige Gemeinde Löhnberg, wo seit den späten 1880er Jahren Bohrungen niedergebracht und Betriebe gegründet wurden, von denen die meisten bald wieder verschwanden, einige aber in die Gruppe der absatzstärksten Mineralbrunnenbetriebe vorzustoßen vermochten. Die Geschichte dieser Aktivitäten auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Löhnberg ist Thema dieses Buches. Frank Schmidt hat aufgrund langjähriger Recherchen lückenlos zusammengestellt, welche Unternehmer wann und wo nach Mineralwasser bohren ließen und welches Schicksal den diversen Betriebsgründungen beschieden war. Seine Forschungen tragen dazu bei, dieses faszinierende Kapitel deutscher Mineralbrunnengeschichte an einem – nicht unbedeutenden Beispiel – zu veranschaulichen.“

Kommentar von Otto Völker, Geschäftsführer SELTERS Mineralquelle Augusta Victoria GmbH:

„Legendäres Mineralwasser aus unserer Region

Wenn wir uns mit dem Thema Mineralwasser beschäftigen, geht kein Weg an den im sogenannten „Löhnberger Becken“ beheimateten Mineralquellen vorbei. Bereits um das Jahr eintausend am nördlichen Hang des Taunus entdeckt, wurden sie weit über das Lahntal hinaus bekannt.

Seit Jahrhunderten wird „Selterwasser“, wie es im Volksmund auch heute noch heißt, an den vornehmsten Tafeln kredenzt. Zwischen Sankt Petersburg und New York, London und Florenz fand das wohlschmeckende Mineralwasser in den besten Kreisen reißenden Absatz. Damit es stets frisch zu seinen Genießern gelangen konnte, wurde es schon Ende des 19. Jahrhunderts in exklusiven Selters-Tonkrügen mit dem Nassauer Brunnensiegel verschifft. Selterswasser wurde damit zum Inbegriff für herausragenden Mineralwassergenuss auf der ganzen Welt.

Der gute Ruf der Mineralquellen des „Löhnberger Beckens“ machte schließlich auch unser Original SELTERS zum Botschafter höchsten Genusses. Hier, am Fuße der Schloss-Ruine Laneburg, ist die Heimat unserer Selters Mineralquelle Augusta Victoria, der wir uns tief verbunden fühlen. Das nun vorliegende wunderbare neue Standardwerk zu Mineralwasser in unserer Region empfinden wir daher als große Bereicherung und außerordentliche Würdigung der Mineralquellen unserer Heimat.“

Für 10,00 Euro ist das 192 Seiten starke Buch im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten käuflich zu erwerben.

Fernradweg R8

Region erkunden auf dem Fernradweg R8

Mit dem Rad lässt sich der Landkreis Limburg-Weilburg wunderbar erkunden. Dafür ziehen einige Radwege durch die Region – der Radweg Deutsche Einheit, die Nassauer Route, der Lahntalradweg sowie der Fernradweg R8. Er ist einer von neun Fernradwegen in Hessen.

Der Fernradweg R8 steht unter dem Thema Westerwald-Taunus-Bergstraße. Die insgesamt 310 Kilometer beginnen in Frankenberg (Eder) und enden an der Bergstraße in Heppenheim. Einige Kilometer gehen dabei auch durch den Landkreis.

R8 mitten durch den Landkreis

Der Fernradweg R8 führt mitten durch den Landkreis. Er verläuft von Mengerskirchen nach Waldbrunn über Hadamar und Elz nach Limburg. Von dort geht es weiter über Brechen und Selters bis nach Bad Camberg. Die Route ist gut ausgebaut und gut beschildert. Somit ist es kein Problem, ihm zu folgen. Zu 67 Prozent ist der Weg asphaltiert. Zu 16 Prozent verläuft er über Feld- und Waldwege und zu neun Prozent besitzt er eine wassergebundene Decke. Auf den Radfahrer warten keine großen Steigungen, die Anforderungen werden als leicht und moderat beschrieben.

Der R8 hat einiges für den Radfahrer zu bieten. Von idyllischer Natur entlang der Bachtäler bis hin zu Städten, welche Geschichten erzählen, gibt es einiges am Wegesrand Auf der Wegstrecke warten die faszinierende Städte wie dem historischen Limburg an der Lahn und der Kurstadt Bad Camberg. Hier lohnt es sich, eine Pause einzulegen und die Altstädte zu besuchen. Wunderschöne Fachwerkhäuser warten auf den Besucher.

In Mengerskirchen fahrt ihr direkt am Seeweiher entlang. Ein wunderschönes Plätzchen, um in der Natur eine Pause zu machen.

Seeweiher Mengerskirchen

In Hadamar führt der Weg am Fürstenschloss vorbei, wo sich am Wochenende ein Besuch im Glasmuseum lohnt. Von Hadamar nach Elz führt der Radweg entlang eines Naturschutzgebietes. Wenn man sehr früh startet, lassen sich am Elbbach Eisvögel beobachten. Und auch ein Uhu soll in dem Naturschutzgebiet wohnen.

Fernradweg R8
Auf dem Fernradweg R8 geht es durch Westerwald und Taunus

Von Elz aus geht es weiter nach Limburg. Einen sehr schönen Blick auf die Lahn gibt es, wenn in Staffel die Eisenbahnbrücke überquert wird. Auch der Limburger Dom zeigt sich in voller Pracht, wenn ihr an der Lahn entlangradelt. Ab Hadamar führt der Weg auch die meiste Zeit parallel zu den Bahngleisen, so dass ein Umstieg auf den Bahnverkehr jederzeit möglich ist.

 

Wenn ihr das Limburger Becken verlasst, gelangt ihr in den Goldenen Grund. Die Region heißt so, weil fruchtbarer Lössboden im Herbst für goldene Felder sorgt.

Die einzelnen Etappen könnt ihr sehr gut auf der Seite Radtour Hessen oder Radwandern Hessen nachlesen.

Fernradweg R8 durch den Landkreis Limburg-Weilburg

Lahntalschifffahrt Wappen von Limburg am Limburger Dom vorbei

101 Dinge, die Du in Limburg gemacht haben musst

Es gibt viele Aktivitäten, zu denen Limburg einlädt. Zusammen mit Lesern entstand so eine Liste über 101 Dinge, die Du in Limburg gemacht haben musst.

1. Den Dom von der alten Lahnbrücke fotografieren

2. Die Treppen zum Dom erklimmen und den Dom besuchen

Diözesanmuseum Staurothek Limburg

3. Die Staurothek im Diözesanmuseum besuchen

4. In den Cafés der Altstadt verschiedene Köstlichkeiten genießen – auch im Winter lohnt sich eine Einkehr

5. Neujahrsschwimmen der Freiwilligen Feuerwehr in der Lahn

6. Hinter dem Dom den Blick über das Lahntal schweifen lassen

7. Das Programm in der Kleinkunstbühne Thing besuchen

8. Eine Fahrt mit der „Wappen von Limburg“ erleben

Wappen von Limburg Lahntalschifffahrt

9. Mit „Hörmal Limburg“ die Stadt digital entdecken

10. Das vereiste Mühlrad im Winter bei der Obermühle besuchen

11. Rheingauer Wein beim Weinfest genießen

12. Bei der Whiskey-Messe neue Aromen kennenlernen

13. Über den herbstlichen Schafsberg spazieren

14. Kastanien sammeln auf dem Greifenberg

15. Eine Altstadt-Führung mit den Nachtwächtern mitmachen

16. Eisstock schießen in der WerkStadt in der Adventszeit

17. Das Jahreskonzert der Kreismusikschule erleben

18. Ein Schild mit einem humorvollen Spruch in der Altstadt kaufen

19. Einen Bratapfel auf dem Katharinenmarkt essen

20. Beim Drachenbootrennen die Teilnehmer anfeuern

21. Den Bona Baskets Limburg bei einem Spiel zuschauen

22. Ein Selfie mit dem Säufer auf der Plötze machen

23. Abkühlung im Schwimmbad suchen

24. Einen Baumkuchen beim Café Kosmol probieren

25. Die Salzfiguren am Haus vom Bäcker Hensler bestaunen

26. Die Altstadt von Limburg mit allen Geschichten entdecken

27. Durch die kleinen Geschäfte in der Altstadt bummeln

28. Den Straßenmusikern im Sommer lauschen

29. Auf dem Wochenmarkt einkaufen gehen

30. An der Lahn den Modellbootbauern zuschauen

31. Durch 800 Whiskeys in der Villa Konthor kosten

32. Erfahren, was ein Limburger Säcker ist

33. Auf dem Limburger Flohmarkt stöbern

34. Ein Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt trinken

35. Die Kunstsammlung und ihre wechselnden Ausstellungen besuchen

36. Den Dreierbundzug alle zwei Jahre erleben

37. Ein spannendes Buch aus der Bücherzelle lesen

38. Das neue Kulturzentrum entdecken

39. In einer Lodge auf dem Campingplatz übernachten

40. An der Lahn die Seele baumeln lassen

Lahntalschifffahrt Wappen von Limburg

41. Auf den Alubällen in der Fußgängerzone wippen

42. Die „Pusteblume“ bei der Stadthalle sehen, wenn das Wasser angeschaltet ist

43. Im Tal Josaphat den Kreuzweg gehen

44. Auf den Jahrmarkt der Sinne im Bischofsgarten gehen

45. Beim „Fink“ die Rutsche in den Keller runterrutschen

46. Eine Postkarte in den alten Briefkasten Ecke Barfüßergasse / Kornmarkt einwerfen

47. In der Altstadt die schmalste Stelle der „hohen Straße“ zwischen Köln und Frankfurt suchen

48. An der Kellerführung durch die Altstadt teilnehmen.

49.  Über den Rummel im Frühling / Herbst gehen

50. Allen erzählen, wie schön Limburg ist



51. Eine Kappensitzung beim Rauchclub 1884 e.V. erleben

52. Ein wenig Urlaubsfeeling im Cargo Beach an der Lahn genießen

53. Ein Schokoschaumgebäck, dunkle und weiße Schokobrötchen oder die Berliner Chips beim Bäcker Hensler essen und die ganze Atmosphäre in sich aufnehmen

54. Hinter dem Limburger Dom das Limburger Schloss entdecken

55. Limburger Säcker im Café Will probieren

56. Im Schokoladenhaus in die Welt der Schokolade abtauchen

57. Das Werner-Senger-Haus finden, wo Schinderhannes festsaß

Tourist-Information Limburg-Weilburg

58. Die jüdischen Kultbäder im Römer 2-4-6 entdecken

59. An der Lahn entlang spazieren gehen

60. Den Kanufahrern zuschauen

61. Sommerliche Flair beim Altstadtfest in sich aufsaugen

62. Am Brunnen auf dem Europaplatz gemeinsam mit den Kindern planschen

63. Gottesdienst mit Domsingknaben an Heilig Abend

64. Handwerkskunst aus dem Erzgebirge in der Altstadt entdecken

65. Die Etappen 15 und 16 des Lahnwanderweges ausprobieren

Lahn-Camino Pilgern Jakobsweg

66. Mit dem Kanu an der Obermühle ablegen und den Limburger Dom, Domfelsen und das Lahntal aus einer anderen Perspektive erkunden

67. Eis essen am Katzenturm

68. Dem versteinerten Zöllner im Brückenturm die Zunge rausstrecken

69. Das Schleusen von Kanuten und Booten beobachten

70. Den Dom mit einer besonderen Lichtillumination sehen

71. Ein Eis vom Lazzaris Eiscafé genießen

72. Von der Obermühle zur alten Lahnbrücke laufen, die Wasserstandsanzeigen der letzten Jahrhunderte bestaunen und sich neben dem Domfelsen ziemlich klein vorkommen

73. Lilos Laden in der Altstadt besuchen

74. An der Schnellladestelle von Fastned das Elektroauto mit bis zu 175 kW laden

75. E-Car-Sharing, um das eigene Auto stehen zu lassen

76. Die vielfältige Kultur erleben

77. Eine Runde drehen von der Nudelmanufaktur zur Kaffeemanufaktur und Eismanufaktur

78. In der Lahn schwimmen

79. Weilburger Schlosskonzerte am Dom besuchen

80. Auf die Stolpersteine achten

81. Eine Kappensitzung bei den Blauen Funkern erleben

82. Eine Sandburg bei den SummerGames auf dem Neumarkt bauen

83. Dem Marinemuseum im Katzenturm einen Besuch abstatten

Entlang der Lahn

84. Die Live-Sommer-Konzerte im Serenadenhof besuchen

85. Die Weihnachtskrippe bei den Pallottinern anschauen

86. Das Jugendangebot der Stadt wahrnehmen

87. Die vielfältigen Kunstausstellungen im Kreishaus genießen

88. Nostalgische Gefühle im Frühjahr bei den Oldtimern in der Innenstadt haben

89. Mit dem Fahrrad rund um Limburg fahren

90. Minigolf oder Shuffleboard in Linter ausprobieren

91. Geocaches rund um Limburg suchen

92. Einen Ausflug zum Sauerborn – Lubentiusbrunnen in Lindenholzhausen unternehmen

93. Sich von einem Jazzabend der Offheimer Jazzbären in der Gaststätte zur Turnhalle mitreißen lassen

94. Auf Teilen des Jakobsweg wandern

Katzenturm Limburg Lahn

95. Von der Lubentiuskirche in Dietkirchen auf die Lahn schauen

96. Den Dickerischer Maat besuchen

97. Die Kulturdenkmäler in Eschhofen wie St. Anna Kapelle oder Pfarrkirche St.Antonius Eremita entdecken

98. Das Limburger Becken zu Fuß erkunden

99. Im Schwimmbad Offheim ein paar Runden drehen

100. Die Modelflugtage in Staffel erleben

101. Kreativ- oder Mittelaltermarkt in Staffel besuchen

Zum Weiterlesen noch eine Empfehlung – Limburg von A bis Z von Manuela Seubert.

Ihr lasst Euch gerne von mir inspirieren? Dann spendiert mir gerne einen virtuellen Kaffee.

101 Dinge in Limburg machen

Entdecke den Landkreis Limburg-Weilburg von A – Z

Entdecke die Sehenswürdigkeiten in Limburg-Weilburg von A bis Z. Zwischen Westerwald, Taunus und dem Lahntal gibt es viel zu entdecken: historische Altstädte, beeindruckende Burgen und Schlösser, besondere Naturphänomene sowie spannende Ausflugsziele für die ganze Familie.

Von A wie Altstadt Limburg bis Z wie Zeppelin findest du hier 26 Besonderheiten, Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele aus dem Landkreis Limburg-Weilburg. Der Landkreis ist vielfältig, geschichtsträchtig und voller überraschender Orte. Lass dich inspirieren und begib dich auf eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise durch die Region. Vielleicht findest du dabei auch das ein oder andere Ausflugsziel, das du bisher noch nicht kanntest.

A wie die Altstadt Limburg

Wer den Landkreis besucht, kommt an einem Besuch in der Altstadt Limburg nicht vorbei. Fachwerkhäuser und viele Geschichten gibt es hier zu entdecken. Ging doch die wichtige Handelsroute von Frankfurt nach Köln mitten durch die Altstadt. Sie war im 13. Jahrhundert das Nadelöhr auf dieser Strecke. Dieses Nadelöhr brachte den Limburgern auch ihren Spitznamen „Die Säcker“ ein. Sie halfen, die hochbeladenen Fuhrwerke an der engsten Stelle zu entladen, damit sie passieren konnten. Die Altstadt Limburg lässt sich auf verschiedene Weisen erkunden – dies geht digital oder im Geocaching.

B wie Burgen

Eine der bekanntesten Burgen im Landkreis Limburg-Weilburg ist die Burg Runkel, die hoch über der Lahn thront. Direkt gegenüber erhebt sich auf der anderen Flussseite die Burg Schadeck. Besonders eindrucksvoll ist der Anblick vom Wasser aus, wenn man mit dem Kanu von Villmar kommend auf Runkel zufährt. Die beiden Burgen prägen das Lahntal seit Jahrhunderten und zählen zu den markantesten Wahrzeichen der Region.

Doch nicht nur entlang der Lahn finden sich Zeugnisse vergangener Zeiten. Über dem Marktflecken Merenberg erhebt sich die weithin sichtbare Burgruine Merenberg, die schon von der B49 aus ins Auge fällt. Weitere Burgen und Burganlagen wie die Burg Waldmannshausen in Elbtal, die Burg Dehrn, die Burg Ellar, das Limburger Schloss, die Laneburg in Löhnberg oder die Burgruine Freienfels erzählen von der bewegten Geschichte des Landkreises. Insgesamt gibt es in Limburg-Weilburg mehr als 20 Burgen, Burgställe und Schlösser zu entdecken. Mehr über die Burgen und Schlösser der Region erfahrt ihr im ausführlichen Überblicksartikel.

C wie Chormusik

Der Landkreis ist eine sehr musikalische Region. Nicht nur die Limburger Domsingknaben und die Mädchenkantorei prägen die Region. Viele ehemalige Domsingknaben sind in der Region geblieben und haben neue Chöre gegründet, die hochwertige Chorliteratur präsentieren. Aber auch in der Laienszene nimmt der Chor eine große Rolle ein, hat doch jeder Ort seinen Kirchen-, Männer- oder gemischten Chor. Und obwohl manche Chöre auch um ihr Überleben kämpfen, ist die Region mit hochkarätiger Chormusik verbunden.

D wie Dom Limburg

Der Dom Limburg ist weit über den Landkreis hinaus bekannt. Früher zierte er den 1000-DM-Schein. Hoch thront er über dem Lahntal und ist ein heiß begehrtes Fotomotiv. Nach seinem Schutzpatron St. Georg wird er auch Georgsdom genannt. Direkt am Dom vorbei gelangt der Besucher zum Limburger Schloss. Der Dom hat sieben Türme und ist daher einmalig unter den deutschen Kirchen. Nur von wenigen Stellen sind alle sieben Türme gleichzeitig zu sehen. Einen dieser Blicke gibt es vom Greifenberg aus. Frühromanische und frühgotische Elemente sind in ihm vereint. Im Jahre 910 begann der Vorgängerbau zu dieser prächtigen Kirche. Und direkt hinter dem Dom versteckt sich das Schloss Limburg, welches auch eine interessante Geschichte hat.

Domplateau Limburg

E wie das Ewige Eis

Besonders an heißen Tag ist das Ewige Eis in Dornburg ein beliebtes Ausflugsziel. Denn hierbei handelt es sich um den kältesten Punkt in der Region. Selbst wenn im Sommer die Temperaturen auf über 30 Grad steigen, wird es dort nicht wärmer als drei Grad. Es handelt sich um ein einzigartiges, geologisches Phänomen im Westerwald, welches 1839 beim Abbau von Basaltstein entdeckt wurde. Der Aufbau des Berges mit seinen Rissen und Klüften begünstigt die Eisbildung tief im Berg.

F wie Freienfelser Ritterspiele

Jedes Jahr im Mai herum finden die Freienfelser Ritterspiele statt  Sie gehören mit zu den ältesten und größten Mittelalterveranstaltungen in Deutschland. Im Schatten der Burganlage aus dem 13. Jahrhundert schlagen die Ritter und ihr Gefolge ihr Lager auf und entführen für vier Tage die Menschen in eine vergangene Zeit.

G wie Gerlach I. (Herr von Limburg)

Gerlach I. oder auch von Ysenburg (1227 – 1289) war seit 1258 Herr der Stadt Limburg und umliegender Dörfer. 1231 brachte er von einer Italienreise die Franziskanermönche mit und erlaubte ihnen den Bau eines Klosters in Limburg. 1279 kam es zu einem Bürgeraufstand in der Stadt und sie vertrieben Gerlach I. Nach langen Verhandlungen durfte er auf die Burg zurückkehren, welche er weiter ausbaute. Aber er musste den Bürgern einige Freiheiten zugestehen wie das Recht zur Steuererhebung, die innere Gerichtsbarkeit, Eheschließungen und zum Wohnwesen.

Aber auch G wie der Goldene Grund mit den Kommunen Selters (Taunus), Bad Camberg, Hünfelden und Brechen. Ein besonderer Lössboden macht die Region zu was besonderem, wenn die Felder im Sommer golden leuchten.

H wie Heidehäuschen

Das Heidenhäuschen bei Hadamar ist ein Bergrücken am südlichen Rand des Westerwaldes. Das Naturschutzgebiet liegt zwischen Hadamar und Waldbrunn und besteht hauptsächlich aus Gestein vulkanischen Ursprungs. Schon früh siedelten Menschen dort wie ein Steinkistengrab aus 1900 vor Christus beweist. Auch archäologische Funde aus anderen Epochen zeigen eine frühe Besiedlung an. Rund um das Heidenhäuschen könnt ihr euch auf die Spuren der Kelten begeben. Doch nicht nur am Heidenhäuschen lassen sich Spuren der Kelten finden. Im ganzen Landkreis Limburg-Weilburg gibt es keltische Spuren. Erst 2026 sorgte die spektakuläre Entdeckung eines keltischen Fürstengrabes in Bad Camberg für viel Aufsehen.

I wie Ibachseiche

In den Steilhängen der Lahn bei Villmar steht die Ibachseiche, ein Naturdenkmal, zur Erinnerung an Pfarrer Johannes Ibach (1825 -1908). In Frankfurt geboren kam er während seiner Ausbildung zum Priester nach Limburg und fand im Bischof Peter Josef Blum einen Freund und Förderer. Er wirkte viele Jahre am Limburger Dom, bevor er 1869 die Pfarrei Villmar übertragen bekam. Er befruchtete das Gemeindeleben und war für einige kirchliche Bauprojekte verantwortlich. An der Südseite der Pfarrkirche fand er seine letzte Ruhestätte.

J wie Jüdische Friedhöfe

Im Landkreis lebten Juden und Jüdische Friedhöfe in den Kommunen zeugen davon. Von manchen Friedhöfen ist die Geschichte bekannt wie vom jüdischen Friedhof zwischen Langendernbach und Frickhofen, welcher ab 1913 errichtet wurde. Bei anderen jüdischen Friedhöfen wie dem in Schupbach ist das genaue Alter nicht bekannt. Eine Übersicht zu den jüdischen Friedhöfen im Landkreis findet ihr hier.

K wie Kristallhöhle Kubach

Um tief in die Erde des Landkreises einzutauchen, empfiehlt sich ein Besuch der Kristallhöhle Kubach. Es handelt sich um eine einzigartige Höhle in Deutschland, denn es ist die einzige Calcithöhle und besitzt die höchste Halle aller Schauhöhlen. Sie entstand in der Eiszeit. Wie groß sie insgesamt ist, kann nicht genau gesagt werden, denn bis heute ist nur ein kleiner Teil der Höhle freigelegt.

Kubacher Kristallhölle ist einzigartig in Deutschland- Kühle Orte im Landkreis Limburg-Weilburg

L wie Lahn

Die Lahn prägt den Landkreis und zieht die Touristen an. Entlang des Lahnwanderweges lässt sich der Landkreis mit einem besonderen Blick vom Wasser aus entdecken. Kanutouren laden im Sommer ein, die Perspektive zu wechseln. Die Lahn führt den Besucher entlang von Burgen und Kirchen. Insgesamt ist die Lahn als rechter Nebenfluss des Rheins 245,6 Kilometer lang und fließt neben Hessen auch durch Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

M wie Mordschau Elz

Die Mordschau liegt im Elzer Wald Richtung Niedererbach. Es rankt sich eine Sage um diesen Ort, welche besagt, dass im 30-jährigen Krieg die Schweden ein Blutbad an den Elzer Bürgern verübten, die sich dort versteckten. Doch ganz so blutrünstig ist der Namensursprung nicht. Viel mehr kommt der Name aus dem keltischen und bedeutet „mortsaue“, was so viel heißt wie sumpfige Wiese.

N wie deutsches Adelsgeschlecht Nassau

Das weitverzweigte deutsche Adelsgeschlecht Haus Nassau hat seine Spuren im Landkreis hinterlassen. Einer der bekanntesten Vertreter ist Fürst Johann Ludwig (1590 bis 1653) aus der Linie Nassau-Hadamar. Er ließ die Hadamarer Burg zu einem modernen Schloss umbauen, das heute nicht nur Teile der Kreisverwaltung beherbergt, sondern auch das Glasmuseum sowie eine Aula für festliche Anlässe. Über die Region hinaus bekannt wurde er durch sein Verhandlunsgeschick im 30-jährigen Krieg, wo er den Westfälischen Frieden mit verhandelte. Ebenfalls mit dem Haus Nassau verbunden ist die barocke Schlossanlage in Weilburg, welche von Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg errichtet wurde.

O wie Orgeln

Unter den 15 ältesten Orgeln in Hessen kommen drei aus dem Landkreis. Die älteste Orgel ist dabei die Orgel in der Stadtkirche Limburg aus dem Jahr 1686, gefolgt von der Orgel aus der Schlosskirche in Weilburg aus 1710 sowie der Orgel aus St. Lubentius in Dietkirchen aus 1711. Doch auch andere Orgeln aus dem Landkreis sind historisch oder zählen zu überregional bekannten Neubauten.

P wie Pallotiner

Zahlreiche Glaubensgemeinschaften hatten ihre Heimat im Landkreis. Bis heute ist die Gemeinschaft der Pallotiner in Limburg. Sie kamen 1892 in die Kreisstadt mit dem Auftrag, die damalige Kolonie Kamerun zu missionieren. Bis 1945 befand sich in Limburg die Theologische Hochschule der Gemeinschaft und zahlreiche Brüder wurden hier ausgebildet. Der bekannteste Vertreter, Pater Richard Henkes wurde am 15. September 2019 im Limburger Dom selig gesprochen.

Q wie Quellen im Landkreis

Die bekanntesten Quellen des Landkreises sind die Mineralquellen in Niederselters, welche ab dem 17. Jahrhundert als Selterswasser abgefüllt und weltweit exportiert wurde. Daneben gibt es zahlreiche andere Quellen wie der Sauerborn in Lindenholzhausen oder das Elzer Tröpfchen. Der Sauerborn in Lindenholzhausen, auch als Lubentiusbrunnen bekannt, gab den Hollesser ihren Namen „Kruggeltje“, denn sie holten mit Steinkrügen immer Wasser aus der Quelle. Manchen Quellen wurden in der Vergangenheit auch Heilwirkungen nachgesagt. Bis heute wird Selterswasser in Löhnberg abgefüllt und der frisch sanierte Sauerborn soll perlendes Wasser haben.

R wie Rosengarten Hadamar

Der Rosengarten auf dem Herzenberg in Hadamar ist immer ein Besuch wert. Der englische Rosengarten ist einmalig im Westerwald und es lassen sich verschiedene Bereiche entdecken. Zwar stehen die vielen Rosen im Mittelpunkt, doch zu jeder Jahreszeit berauschen auch andere Blumen den Besucher. Fast wöchentlich präsentiert sich der Garten in einem anderen Gewand. Bei einem Besuch im Rosengarten empfiehlt sich ein Verweilen in der Herzenbergkapelle.

Rosengarten Hadamar - Sehenswürdigkeiten in Limburg-Weilburg

S wie Schloss Weilburg

Ein gern besuchter Ort im Landkreis ist das Schloss Weilburg. Die Anlage zählt mit zu den bedeutendsten barocken Schlossanlagen in Hessen. Es erhebt sich auf einem Bergsporn über der Lahn und bietet einen imposanten Anblick. Im Sommer ist es Veranstaltungsort der Weilburger Schlosskonzerte. Viel zur Geschichte lässt sich im Schloss entdecken und der Schlossgarten lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Einmal in Weilburg lohnt sich auch ein Gang durch die Altstadt sowie ein Besuch im Bergbaumuseum.

T wie Taunus und Westerwald

Der Landkreis Limburg-Weilburg liegt zwischen den Mittelgebirgen Taunus und Westerwald. Während die Lahn das Landschaftsbild mit ihren Tälern und Schleifen prägt, laden die Höhen von Westerwald und Taunus zu Entdeckungen in der Natur ein. Die unterschiedlichen Landschaftsräume sorgen dafür, dass es im Landkreis immer wieder Neues zu entdecken gibt.

U wie Unica Bruch

Der Unica Bruch in Villmar gibt besondere Einblicke in vergangene Zeiten und zählt zu den geologischen Sehenswürdigkeiten in Limburg-Weilburg. An einer glattgesägten und geschliffenen Wand erhält der Besuch einen einmaligen Blick auf ein Stromatoporenriff aus dem Mitteldevon. Es lassen sich Lebewesen entdecken, die es heute so nicht mehr gibt. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Lahnmarmor abgebaut und weltweit verarbeitet. Interessantes zum Lahnmarmor und zu seiner Verarbeitung gibt es im Lahn-Marmor-Museum zu erfahren.

Lahn-Marmor-Museum Villmar

V wie Vereine

Der Landkreis wird von zahlreichen Vereinen geprägt, in denen sich die Menschen ehrenamtlich engagieren. Sie machen die ländliche Region aus, gestalten das kulturelle Leben vor Ort oder tragen als ehrenamtliche Einsatzkräfte zur Sicherheit der Bürger bei. Ihnen könnte ich ein eigenes ABC von A wie Angler über M wie Mandolinenverein bis Z wie Zumbagruppe widmen.    

W wie Wanderwege

Zahlreiche Wanderwege durchziehen den Landkreis und führen durch landschaftliche sehenswerte Regionen. Der bekannteste ist wohl der Lahnwanderweg, der entlang der Lahn durch eine tolle Region führt. Rund um Dornburg führt der Blasiussteig, der einige geschichtliche Entdeckungen ermöglicht. Mit dem Lahn-Camino führt ebenfalls ein Stück Jakobsweg durch den Landkreis. Der Rundwanderweg „Wäller Tour“ führt im Nordkreis bei Langendernbach ein Stück durch den Landkreis. Der Hessenweg kommt vom Taunus und führt durch die Altstadt von Bad Camberg.

Greifenberg Limburg

X wie Xylophon

Das Xylophon steht hier stellvertretend für die Musik, denn nicht nur gesanglich macht der Landkreis einiges her. Mit den Kreismusikschulen in Limburg sowie Weilburg findet qualitativ hochwertige Ausbildung an diversen Instrumenten statt, nicht zu vergessen die zahlreichen Musiklehrer, die privat Unterricht geben. Dies schlägt sich in zahlreichen kulturellen, musikalischen Veranstaltungen nieder.

Y wie das Grafengeschlecht Ysenburg

Das Grafengeschlecht Ysenburg oder auch Isenburg ist eng mit Limburg verbunden. Es handelt sich um ein Hochadelsgeschlecht mit Wurzeln im 11. Jahrhundert bis weit ins 18. Jahrhundert hinein. Die Stammburg war die Isenburg im Westerwald. Das Haus Limburg auch Ysenburg-Limburg war ein Seitenarm und regierte 150 Jahre lang im 13. Und 14. Jahrhundert in Limburg an der Lahn. Sitz war die Burg Limburg. Die Grabanlage der Familie befand sich in dem Kloster der Franziskaner, die heutige Stadtkirche.

Z wie Zeppelin

1910 erregte eine Zeppelin-Notlandung in Blumenrod für großes Aufsehen. Zur Notlandung kam es aufgrund eines Unwetters. Viele Bürger schauten sich das Luftschiff an. Das Unwetter sorgte jedoch dafür, dass sich die Haltetaue lösten und der Zeppelin führerlos Richtung Weilburg trieb, wo er am Webersberg abstürzte. Die Zeppelinstraße erinnert an dieses Ereignis.

Von A bis Z zeigt sich der Landkreis Limburg-Weilburg als eine Region voller Geschichte, Natur und überraschender Entdeckungen. Zwischen Lahn, Taunus und Westerwald warten historische Altstädte, beeindruckende Burgen, besondere Naturphänomene und viele weitere Sehenswürdigkeiten darauf, erkundet zu werden.

Natürlich kann ein solcher Überblick nur einen kleinen Einblick geben. Viele der vorgestellten Orte und Themen werden auf dieser Seite ausführlicher vorgestellt. Stöbert gerne durch die weiteren Beiträge und lasst euch zu neuen Ausflügen im Landkreis Limburg-Weilburg inspirieren. Vielleicht wartet das nächste Abenteuer ja direkt vor eurer Haustür.

Beselich Wallfahrtskapelle und Klosterruine

Wallfahrtskapelle und Klosterruine Beselich

Auf dem Beselicher Kopf finden sich die Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ sowie die Reste eines ehemaligen Klosters. Die Marienkapelle ist ein bedeutender Wallfahrtsort im Bistum Limburg.

Obertiefenbach, Niedertiefenbach und Schupbach rahmen den Beselicher Kopf ein. Fast mittig zwischen diesem Dreieck liegt die Wallfahrtskapelle „Maria Hilf“. In direkter Nähe der Kapelle befindet sich ein Parkplatz. Jedoch erreichen Wanderer, welche von Weilburg nach Runkel über den Wanderweg des Westerwaldvereins gehen, ebenfalls die Kapelle auf ihrem Weg.

Beliebter Wallfahrtsort

Die Wallfahrtskapelle Maria Hilf wurde 1767 erbaut und ist bis heute ein beliebter katholischer Wallfahrtsort. Auf dem Weg von Obertiefenbach nach Beselich stehen zudem sieben Kapellchen zum Gedenken an die Schmerzen Mariens. Von 1802 bis 2019 befand sie sich im Eigentum der katholischen Kirchengemeinde St. Ägidius Beselich-Obertiefenbach und ging nun in das Eigentum der neuen Pfarrei St. Johannes Nepomuk Hadamar über.

Wallfahrtskapelle Beselich

Vom Beselicher Kopf mit seiner Erhebung von 296 m gibt es einen schönen Blick über die Umgebung. Es handelt sich um die höchste Erhebung in der Gemeinde Beselich. Der Ursprung der Kapelle geht auf die Initiative des Franziskanereremiten Leonhard, mit bürgerlichem Namen Georg Niederstraßen, zurück. Ein bewegtes Wanderleben liegt hinter ihm, als er ins Hadamarer Land kommt und in der Nähe des ehemaligen Klosters Beselich einen geeigneten Platz findet, um der Gottesmutter eine Kapelle zu bauen. Am 8. September 1767 weiht der Obertiefenbacher Pfarrer Löhr die Kapelle.

Bis heute ist die Kapelle Ziel vieler Wanderer und Pilger. Zum Gebet ist die Kapelle ganzjährig geöffnet. (Quelle Wikipedia)

Letzte Mauern eines Klosters

Rechter Hand an der Wallfahrtskapelle vorbei führt der Weg zu einem Gehöft. Links vom Weg stehen noch einige Mauern des ehemaligen Klosters Beselich. Die Klosterruine ist denkmalgeschützt. Priester Gottfried von Beselich vermachte vor 1163 dem Kloster Arnstein eine Kapelle mit zehntfreien Hof. Dies war die Grundlage des Klosters. Graugraf Ludwig III. errichtete dieses zwischen 1163 und 1185 auf dem Beselicher Kopf. Geführt wurde das Kloster von den Prämonstratenser-Chorfrauen, dem Abt von Arnstein unterstellt. Der Adel war sehr großzügig dem Kloster gegenüber, so dass dieses zu einem reichen Adelskloster wurde. Es handelte sich um eine dreischiffige romanische Basilika ohne Querschiff.

Klosterruine Beselich

In der Folgezeit gab es zahlreiche Überfälle auf das Kloster. Von einem solchen Überfall im 15. Jahrhundert erholte es sich kaum und Ende des 16. Jahrhundert wurde es aufgelöst, da die Nonnen den neuen Glauben nicht annahmen. Kurze Zeit wurde das Gebäude noch als Hospital genutzt. Die Hadamarer Jesuiten übernahmen das Gebäude 1637 und nutzten es als Steinbruch für ihren Residenzbau. 1660 folgte der völlige Abbruch. 1985 übernahm der „Verein zur Erhaltung der Klosterruine Beselich“ die Trägerschaft und führte umfangreiche Restaurationsarbeiten durch. Dieser Verein löste sich 2019 jedoch auf, ein Freundeskreis möchte sich weiterhin für den Erhalt der Ruinen einsetzen.

Klosterruine Beselich

Wer mehr über die Gemeinde erfahren möchte, hat in der Heimatstube in Obertiefenbach am 2. Sonntag im Montag die Gelegenheit dazu.

Wallfahrstkirche Klosterruine Beselich Pinterest

Geschichte von Beselich in der Heimatstube entdecken

Früher Volksschule, heute Pfarrheim und Heimatstube – im Heimatmuseum Beselich-Obertiefenbach lässt sich tief in die Geschichte der Gemeinde eintauchen. Alte Gegenstände geben Einblicke in das Leben, das Handwerk und die Traditionen der Gemeinde.

Heimatstube Beselich-Obertiefenbach

Auf 190 Quadratmetern sind im Pfarrheim Alte schule, An der Kirche 12, heimatgeschichtliche Schätze zu entdecken. Betreten die Besucher die Räume des Heimatmuseums, fällt der erste Blick auf einen riesigen Kronleuchter. Dieser war ein Geschenk des Herzog zu Nassau, als die Kirche 1888 eingeweiht wurde. Heute hängt er in der Heimatstube. Doch er ist nicht das älteste Stück in der Sammlung. Hierbei handelt es sich um einen schwarzen Zylinder, der über 200 Jahre alt ist und in Limburg angefertigt wurde.

Leben von früher

Aber auch ein 100 Jahre altes Radio oder altes Geschirr gibt es zu entdecken. Ein Bereich ist wie die Werkstatt eines Schuhmachers gestaltet und an anschaulichen Exemplaren lässt sich zeigen, wie früher Schuhe hergestellt wurden. Weiterhin zeigt die Dauerausstellung eine alte Wohnstube mit Herd, ein Bett mit Strohmatratze, Arbeitsgeräte von Schreiner und Zimmerer, Dachdeckers und Anstreichers. Ebenfalls erfährt der Besucher etwas über die Landwirtschaft von damals oder wie der Haushalt geführt wurde.

Heimatstube Obertiefenbach

Heimatstube Obertiefenbach

Einblicke in die Vergangenheit

Haushaltsgegenstände, Handwergzeug zum Schlachten und zum Herstellen von Butter sowie Gegenstände aus der Kirche ergänzen das Museum. Eine Vielzahl von Fahnen, Fotografien, Büchern, Bildern oder Dokumenten entführen in das Leben früherer Generationen.

Auf dem Beselicher Kopf wurde Basalt abgebaut und auch davon erzählen die regionaltypischen Ausstellungsstücke. Der Besucher erfährt etwas über typische Gesteine aus der Region wie Basalt, Ton, Quarzit und Eisenstein. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen über 500 Vertriebene nach Obertiefenbach, wurden Teil der Gemeinde und brachten ihre Traditionen mit ein. Seit den 1950er Jahren prägten sie das gesellschaftliche Leben im Dorf mit.

Heimatstube Obertiefenbach

Heimatstube Obertiefenbach

Doch nicht nur an das Leben vor Ort erinnert die Heimatstube. Aus der neueren Zeit stammen Zeugnisse des bekanntesten Gemeindemitglied und Ehrenbürgers Georg Leber, welcher am 7. Oktober 2020 100 Jahre alt geworden wäre. Aktiver Gewerkschaftler, Vorsitzender der IG Bau, später Verkehrsminister, Verteidigungsminister und Bundestagsvize – die originale Ernennungsurkunde des verstorbenen Bundesverteidigungsministers gibt es zu bestaunen.

Heimatstube Obertiefenbach

Der neuste Schatz sind Gemeinde- wie auch Stockbücher von 1827 bis zur Auflösung der Gemeinde, welche Einblicke in Ein- und Ausgaben der Gemeinde sowie Grundstücksverhältnisse gibt. Doch die Heimatstube verweilt nicht nur in der Vergangenheit. In einem kleinen Raum befindet sich ein Archiv. Hier sammeln die Mitglieder des Männerwerks bis heute Zeitungsartikel aus der Gemeinde und bewahren diese geordnet auf.

Heimatstube Obertiefenbach

Kleine Geschichte des Gebäudes

Das denkmalgeschützte Gebäude befindet sich in direkter Nähe zur Kirche und zur Verwaltung in Obertiefenbach. 1870 als Schule gebaut. 110 Jahre lang bis 1983 wurden in diesem Gebäude die Kinder des Ortes unterrichtet. Danach stand das Gebäude bis 1986 leer und es gab Probleme mit Vandalismus. 1986 ging das Gebäude in den Besitz der Kirchengemeinde St. Ägidius Beselich-Obertiefenbach über und gehört inzwischen zur Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk Hadamar.

Die Kirchengemeinde investierte viel in den Brandschutz des Gebäudes und inzwischen ist die Bücherei dort untergebracht, im Pfarrsaal finden Chorproben und Feierlichkeiten statt. Die 190 Quadratmeter unter dem Dach beheimaten die Heimatstube. Diese feierte 1998 Eröffnung. Mit ehrenamtlichen Engagement bauten Mitglieder des Katholischen Männerwerks der katholischen Kirchengemeinde „St. Ägidius“ das Dach aus, sammelten die Exponate zusammen und pflegen bis heute die Heimatstube.

Das Heimatmuseum öffnet jeden zweiten Sonntagnachmittag im Monat seine Türen. Der Besuch kostet keinen Eintritt, die Mitglieder freuen sich über eine Spende. Es ist nur eine Heimatstube unter vielen im Landkreis Limburg-Weilburg, welche die Geschichte bewahren und das Gedächtnis eines Ortes sind.

Und wenn ihr in Beselich seid, dann besucht doch auch die Wallfahrtskapelle und die Klosterruine zwischen Schupbach und Obertiefenbach auf dem Beselicher Kopf.

Krippenweg Bad Camberg

Krippenweg und weihnachtliches Bad Camberg

In diesem Jahr ist alles anders und aufgrund der Corona-Pandemie finden in der Region keine Weihnachtsmärkte statt. „Wir für Bad Camberg“ hat zusammen mit Pfarrer Helmut Gross einen Krippenweg gestaltet, um die Besucher dennoch in weihnachtliche Stimmung zu versetzen.

Bad Camberg Weihnachten Krippenweg

Ein Besuch in der Kurstadt Bad Camberg lohnt sich jetzt in der Adventszeit. Krippen aus der ganzen Welt locken zu einem Schaufensterbummel durch die Altstadt. Zudem erscheint die Stadt in einem völlig neuem Flair mit all dem weihnachtlichen Schmuck.

Bad Camberg Weihnachten

In 30 Schaufenster stehen internationale Krippen des Krippenweges. Das Motiv ist immer das Gleiche. Josef und Maria knien an einer Krippe, in welcher das Jesusbaby liegt. Die Gestaltung dieser Szene ist jedoch sehr vielgestaltig. Die peruanische Krippe ist aus Ton oder Weidengeflecht, aus Afrika stammt eine Figurengruppe aus Ebenholz. Holz, Pappmaché oder Bronze bilden den Werkstoff für die internationalen Krippen. Wer mit offenen Augen durch die Straßen geht, entdeckt in den Schaufenstern der Geschäfte aber auch Häusern ganz kleine bis hin zu größeren Krippen auf dem Krippenweg.

Krippenweg Bad Camberg

Seit vier Jahren sammelt der ehemalige evangelische Pfarrer Helmut Gross internationale Krippen. Normalerweise füllen seine inzwischen über 80 Krippen seine halbe Garage. 30 von ihnen rückt er nun zusammen mit „Wir für Bad Camberg“ ins Licht der Öffentlichkeit.

Krippenweg Bad Camberg

Krippenweg Bad Camberg

Weihnachtliches Bad Camberg

Doch nicht nur die Krippen selbst locken in die Stadt. An allen Ecken stehen kleine Tannenbäume, alle unterschiedlich geschmückt. Dazu die alten Fachwerkhäuser – die Kurstadt lässt sich in einem weihnachtlichen Flair entdecken.

Weihnachten Bad Camberg

Damit es einem beim Spaziergang durch die Gassen nicht zu kalt wird, lockt ein Kaffee to go vom Café am Platz. Der wärmt von außen die Hände und von innen den Bauch. Keine vorweihnachtliche Hektik und entschleunigt eine wunderschöne Altstadt entdecken.

Advent Bad Camberg

Adventszeit Bad Camberg

Adventszeit Bad Camberg

Wer ein wenig Weihnachtsstimmung tanken möchte, dem ist ein Besuch in der Kurstadt Bad Camberg sehr zu empfehlen. Ohne all die sonstigen Ablenkungen lässt sich die Stadt völlig neu entdecken. Wer die Stadt nicht kennt, erfährt an den verschiedenen Gebäuden auf Glastafeln etwas zur Geschichte der Gebäude und der Stadt. Und sie hat einiges zu erzählen.

Bad Camberg Weihnachten Krippenweg

Blasiuskapelle Blasiusberg Blasiussteig

Herbstliche Wanderung zur Blasiuskapelle

Jetzt im Herbst zeigt sich der Blasiussteig von seiner schönen Seite mit den gelben-roten Farben. Kommt dann noch die Sonne heraus, dann sollte sich jeder nach draußen locken lassen. Eine Besuch der Blasiuskapelle lohnt sich sehr. Insgesamt geht es auf 20,8 Kilometern um Dornburg herum auf den Blasiussteig. Es gibt vieles auf dem Weg zu entdecken.

Blasiussteig Blasiusberg Wanderweg

Diesmal führte uns der Weg vom Waldparkplatz oberhalb von Wilsenroth hoch zur Blasiuskapelle. Von dort gibt es einen wunderschönen Blick ins Tal. Am Nachmittag taucht zudem die Sonne die Kapelle in ein wunderschönes Licht. Wenn ihr von Frickhofen nach Wilsenroth fahrt, könnt ihr die Kapelle bereits oben auf einer Anhebung aus dem Wald heraus blitzen sehen. Der Blasiusberg, früher aus Clesberg, auf dem die Kapelle steht, ist ein Ausläufer des Basaltmassivs „Watzenhahn“. Die Bergkuppe steht unter Naturschutz.

Blasiussteig Blasiusberg Dornburg
Baumelbank zum Beine baumeln

Der Weg führt leicht nach oben, lässt sich jedoch gut gehen. Rund 20 Minuten braucht es vom Parkplatz hoch zur Kapelle. Am Rande stehen eine erhöhte Bank, wo die Beine mal richtig baumeln können, ein Waldklo mit Klopapier und Lesestoff und eine Ruhebank mit schönen Blick nach Frickhofen hin.

Blasiusberg Blasiussteig Dornburg
Ein Waldklo auf dem Blasiussteig

Kurz vor der Kapelle beginnt dann der Kreuzweg mit Stelen zum Innehalten. Oben angekommen öffnet sich eine große Lichtung, an deren Ende die Kapelle steht. Um die Kapelle herum eröffnet sich ein weiter Blick ins Limburger Becken bis hin zum Feldberg und weit über den Elbbachgrund.

Blasiusberg Blasiuskapelle Dornburg

Blasiussteig Blasiusberg Blasiuskapelle Dornburg

Lange Geschichte der Kapelle

Bereits ab 630 stand auf diesem Hügelsporn eine hölzerne Kapelle, welche dem Heiligen Michael geweiht war. Und bereits davor befand sich auf dem Berg wohl eine Kultstätte, dem Gott Wotan geweiht. Ausgrabungen wiesen auf Zeugnisse als Opferstätte in der Keltenzeit hin. Die Blasiuskapelle ist eine der ältesten Kirchen in der Region. Anfang des 10. Jahrhunderts wurde ein Kirchspiel mit der Michaelskapelle als Zentrum eingerichtet, der Friedhof befand sich auf dem Berg. Die steinerne Kirche entstand um 1150. Herren waren die Grafen von Nassau, die die Kirche später dem Deutschen Orden schenkten. Am 21. Juni 1657 wurde der Berg samt Kirche und allem was sich darauf befand für 105 Reichsmark an die Gemeinde Frickhofen verkauft.

Blasiuskapelle Blasiusberg Dornburg

Viele Jahre war die Kirche Pfarrkirche für die umliegenden Dörfer Dorchheim, Dorndorf, Frickhofen, Langendernbach, Mühlbach, Waldmannshausen und Wilsenroth, bis die Pfarrrechte 1746 an die neu errichtete, größere Martinskirche in Frickhofen übergingen. In der Folgezeit verwahrloste die Kirche und es stand sogar ihr Abriss im Raum. Johann Wilhelm Bausch, Pfarrer von Frickhofen und später Bischof von Limburg, konnte den Abbruch verhindern.

Blasiuskapelle Blasiusberg Dornburg

Heutige Bau nach Brand

1869 gab es aufgrund eines eingeschlagenen Blitzes einen Brand in der Kirche und infolgedessen wurde sie umgebaut, so wie sie heute ist. Es fand eine Verkürzung des Turmes statt sowie seine Umgestaltung zum Chorraum. Der Turm ist die einzige, größere erhaltene Bausubstanz aus dem Mittelalter. Das Mittelschiff wurde zudem verlängert und die Kirche erhielt zwei Seitenschiffe. Der Hochaltar in der Kirche stammt aus 1650. Im rechten Seitenschiff befindet sich ein beschädigtes, romanisches Taufbecken. Der barocke Marienaltar stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Die Figuren der Heiligen im Mittelschiff stammen aus den 50er Jahren.

Blasiuskapelle Blasiusberg Blasiussteig
Figuren in der Blasiuskapelle aus den 50er Jahren

Der Kreuzweg zur Kapelle besteht aus 14 Stationen. Dieser Weg wurden kurz vor 1900 errichtet. Gegenüber der Kapelle befindet sich auf der Lichtung ein Gefallenenmahnmal mit Außenaltar, welcher 1953 bis 1955 errichtet wurde.

Kreuzweg Blasiusberg Blasiuskapelle

Neben der offiziellen Geschichte ranken sich auch Legenden um diese alte Kirche. So soll es einen unterirdischen Tunnel zur Dornburg gegeben haben, durch welche die Raubritter von Ellar in die Burg eingedrungen sind.

Blasiusberg Blasiuskapelle Gedenkstätte

Von der Blasisuskapelle zum Hildegardisfelsen sind es ungefährt 2,5 Kilometer. Welche traurige Liebesgeschichte hinter dem Hildegardisfelsen steckt und was es auf dem Blasiussteig noch zu entdecken gibt, erfahrt ihr im Beitrag „Um Dornburg herum auf dem Blasiussteig“.

Blasiuskapelle Blasiussteig Pinterest

Seltersmuseum Niederselters

Selterswassermuseum in Niederselters – ein weltberühmtes Tröpfchen

Das Selterswassermuseum in Selters (Taunus) ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Es erzählt die 500 Jahre alte Geschichte eines weltberühmten Tropfens. 

Die Geschichte des Selterswassers ist bis heute lebendig: Erst kürzlich wurden historische Tonkrüge entdeckt und dem Selterswassermuseum übergeben. Sie erinnern an die Zeit, als das berühmte Mineralwasser millionenfach in Steinkrügen in alle Welt exportiert wurde.

Bereits Goethe zeigte sich begeistert vom Selterswasser und soll 1797 verlangt haben: „Schicke mir doch vier Krüge frisches Selterswasser“. Und bis heute kann jeder mit dem Begriff Selters etwas anfangen. Es ist zum Synonym geworden für kohlensäurehaltiges Wasser. Es wird im Restaurant kein Mineralwasser bestellt, sondern Selters.

Brunnentempel Selterswassermuseum Niederselters

Auch wenn aus dem Brunnen in Niederselters heute kein Wasser mehr verkauft wird, gibt es dort im Selterswassermuseum viel zur Geschichte zu erfahren. Gerne nehme ich euch auf einen kleinen geschichtlichen Ausflug mit.

Fast 500 Jahre Geschichte

Wer mit dem Zug nach Frankfurt fährt, hat in Niederselters einen wunderbaren Blick auf den restaurierten Brunnentempel, ein Bau aus 1907. Doch die Geschichte reicht noch viel weiter zurück. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1536 und somit kann auf eine fast 500-jährige Geschichte zurückgeblickt werden. Weitere Quellen aus dem Landkreis erhielten erst viel später Bedeutung. So existiert das Selters aus Löhnberg-Selters erst seit 1888, aber dafür bis heute sowie die Quelle aus Oberselters, wo der Brunnen 1872 erwähnt wurde. Insgesamt bietet Selters eine spannende, teilweise abenteuerliche Geschichte im Landkreis. Die Abfüllung von Selters in Niederselters endete 1999. Nur noch die Bewohner von Niederselters können sich dort ihren Haustrunk holen.

Selterswassermuseum Niederselters

Das Selterswasser ist international bekannt, der Name existiert in vielen Sprachen. Der Export fand nach Nord- und Südamerika statt, in ganz Europa bis hin nach Asien. Die Hochzeit war im 16. und 17. Jahrhundert, wo die Eigentümer das Wasser millionenfach in Steinkrügen aus dem Kannenbäckerland exportierten. Eine Zeit lang waren zwei konkurrierende Selters im Handel – das ursprüngliche, namensprägende Selters aus Niederselters, auch „Urselters“ genannt sowie das Selters aus Löhnberg.

Selterswassermuseum Niederselters

Zahlreiche Eigentümer der Quellen

Die Eigentümer der Quelle haben über die Jahrhunderte gewechselt. 1678 befand sich die Quelle im Besitz des Kurfürstentum Trier. Dieses ließ um die Quelle eine Parkanlage errichten und errichtete eine Manufaktur rund um die Quelle. Ab 1720 ist eine militärische Brunnenwache nachgewiesen, da es immer wieder territoriale Auseinandersetzungen zwischen dem Kurfürstentum und dem Herzogtum Nassau bestand. Von 1789 bis 1792 wurde sogar zum Schutz der Quelle eine Kaserne im Ort errichtet. Dieses beherbergt heute das Rathaus der Gemeinde Selters (Taunus).

Rathaus Selters
Ehemalige Kaserne und heute Rathaus von Selters

Ab 1722 wird den Bürgern von Selters der Haustrunk rechtlich zugesichert, welcher bis heute gilt. Aufgrund von Corona ist dieser zwar derzeit ausgesetzt, aber sonst konnten sich die Einwohner drei Mal die Woche Wasser holen.

Wasserkrieg in der Region

Im benachbarten, damaligen nassauischen Oberselters brach 1784 eine Mineralquelle auf. Dies führte zum Rückgang der Wassermenge in Niederselters. Dies führte in den Folgejahren zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fürstentümern. 1794 ließ Nassau zunächst die Quelle anbohren und dann Kurtrier eine 800 Mann starke Militäreinheit mit zwei Kanonen vor Oberselters aufmarschieren und erzwang so das Zuschütten der Oberselterser Quelle. 1803 wurden beiden Orte nach Nassau-Weilburg eingegliedert und Oberselters öffnete seine Quelle wieder. Dies führte wiederum zu Auseinandersetzungen und einer erneuten Schließung der Quelle in Oberselters. Erst seit 1870 ist der Brunnen wieder geöffnet. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Orten ist auch als Wasserkrieg in der Region bekannt.

Selterswassermuseum Niederselters
Der Original-Brunnen innerhalb des Brunnentempels.

Viele Jahre betrieben die Eigentümer auch einen Kurbetrieb an der Quelle, weshalb sie auch immer viel Geld in die Gestaltung um die Quelle steckten. Anfang des 19. Jahrhunderts verlagerten die Besitzer jedoch die Kurgäste nach Bad Ems und konzentrierten sich rein auf die wirtschaftliche Seite des Betriebes. Zu dieser Zeit befand sich die Quelle im Besitz von Preußen.

Bis 1871 war der Brunnen der umsatzstärkste in Deutschland, verlor dann aber nach und nach seine Spitzenposition. Nach dem zweiten Weltkrieg ging die Quelle in den Besitz des Landes Hessen über. In den 70 Jahren kaufte ein Privatunternehmen den Brunnen und dieser gelangte schließlich in den Besitz der Brauerei Binding. Da diese bereits eine Quelle besaß, investierte sie nicht mehr in Niederselters und legte diese still. 2001 erwarb die Gemeinde Selters den Brunnen und mit Unterstützung von Bund und Land restaurierte sie die Anlage.

Selterwassermuseum Niederselters
Zapfanlagen für den Haustrunk

Seltersmuseum mit über 2000 Seltersflaschen

In dem Museum gibt es nicht nur einen Einblick in die Geschichte des Brunnens selbst, sondern ebenfalls einen Einblick in ein Stück deutsche Wirtschaftsgeschichte. Es waren die „Brunnenmädchen“, die das Wasser abfüllten. Und auch wenn dieser Begriff eine Leichtigkeit suggeriert, handelte es sich doch um eine knochenharte Arbeit. Mit den wechselnden Besitzern wandelten sich ebenfalls die Prägungen auf den Steinkrügen, was im Museum sehr gut zu sehen ist. Zudem hat das Museum über 2000 Seltersflaschen, welche es im Handel gab und gibt.

Selterswassermuseum Niederselters
Alte Steinkrüge für den Transport des Selterswasser

Wenn die Besucher vor dem Brunnentempel des Seltersmuseums stehen, sehen sie rechter Hand das ehemalige Magazin für die Steinkrüge. Zudem wollte die Gemeinde mit der Sanierung auch Leben in die Anlage bringen, so dass sie heute neben dem Museum und dem Raum für den Haustrunk auch eine Kinderkrippe sowie Räume für Festivitäten besitzt.

Wasser mit Heilwirkung

Doch neben der interessanten Geschichte könnte man sich fragen, was das Wasser so besonders war, dass selbst Goethe es danach verlangte?

Bereits 1581 bescheingte der Wormser Arzt Dr. Jakob Theodor Tabernae-montanus dem Wasser eine medizinische Wirkung. Prof. Dr. Remigius Fresenius nannte das Selterswasser den bekanntesten „Prototypen der wohlschmeckenden Säuerlinge“ und dieser Ruf erstreckte sich über die ganze Welt. Ein erfrischender Wohlgeschmack wird dem Wasser durch den natürliche Kohlensäuregehalt verliehen.

Es trug auch den Titel „König der Tafelwässer“. Die Fachwelt charakterisiert das Wasser als kalten, alkalisch-muriatischen Säuerling und er soll Wirkung bei Husten, Heiserkeit und Verschleimung zeigen. Auch soll es bei anderen Leiden eine gute Heilwirkung zeigen. Aus einer Wasseranalyse des Fresenius-Institutes aus 2009 geht hervor, dass das Wasser zahlreiche Mineralstoffe wie Sulfat, Natrium, Magnesium und Calcium sowie Spurenelemente wie Lithium, Zink und Fluorid enthält.

Selterswassermuseum Niederselters

Das Selterswassermuseum ist zudem Geopunkt im Geopark Westerwald-Lahn-Taunus, denn dort gibt es einen weiten historischen Bogen zu erleben. Die Entstehung des wohlschmeckenden Säuerlings aus geologischer Sicht wird beschrieben wie auch die wirtschaftliche Geschichte. Die Besucher erfahren, warum der Niederselterer Mineralbrunnen einst den Namen „berühmter Gesundbrunnen Deutschlands“ trug.

Selterswassermuseum Niederselters

Und so ende ich mit den Worten von Christian Wilhelm Hufeland, Arzt und königlicher Leibarzt: „Unter allen Mineralwassern ist wohl keines, was so allgemein auf dem ganzen Erdboden getrunken wird, als das Selterswasser.“ (1815)

Informationen

Das Seltersmuseum hat keine regulären Öffnungszeiten. Wer an einer Führung interessiert ist, kann sich an die Gemeinde Selters (Taunus) wenden.